Zwischenstopp im Kufsteinerland
Wie viel Kufsteinerland passt in 48 oder 72 Stunden? Genug, um aus einem Zwischenstopp einen entspannten Kurzurlaub zu machen: mit Brettljause auf der Alm, Schaufensterbummel durch die charmante Altstadt, Open-Air-Konzert in der Festungsarena, Klassik im Festspielhaus oder Passionsspiel im Passionsspielhaus in Erl.
Wer kennt es nicht? Die Stunden vor der Abreise in den Urlaub haben ihre eigene Dynamik: Koffer, die sich nicht von selbst packen. Und wo sind eigentlich die Reisepässe, die gestern noch auf dem Küchentisch lagen? Wenn endlich alle im Auto sitzen, ist der Drang nach einem Tapetenwechsel oft schon wieder groß. Da ist es gut, wenn der Urlaub nicht erst am Ankunftsort beginnt. Das Kufsteinerland, direkt an der Inntalautobahn gelegen, ist als Etappenziel dafür ein Glücksfall. Auch für Bahnreisende ist der nur wenige Schritte von der Kufsteiner Altstadt entfernte Bahnhof ideal für einen Zwischenstopp.
Flankiert vom mächtigen Kaisergebirge im Osten und einer reizvollen Seenlandschaft im Westen umfasst die Region acht Dörfer: Bad Häring, Ebbs, Erl, Langkampfen, Niederndorf, Niederndorferberg, Schwoich und Thiersee – und natürlich Kufstein mit seiner weithin sichtbaren Festung. Die Region empfängt Reisende mit einer Mischung aus alpiner Weite, urbaner Leichtigkeit und überraschend vielfältigen Erlebnissen. Sie ist wie gemacht für einen Zwischenstopp auf dem Weg in die Ferien oder um auf der Rückreise noch ein paar entspannte Tage dranzuhängen – quasi ein Mini-Urlaub im Urlaub. Ob 48 oder 72 Stunden – hier ist alles kompakt genug für einen spontanen Break, aber auch groß genug, um ein echtes Urlaubsgefühl zu erleben.
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Mit dem Kaiserlift dem Alltag entschweben
In etwa einer halben Stunde fährt man mit dem nostalgischen Einer-Sessellift von der Talstation in Kufstein hinauf zur Bergstation Brentenjoch auf über 1 200 m Seehöhe. Der Kaiserlift, 2015 generalsaniert, schnurrt nun wie anno dazumal über Almwiesen und Baumwipfel dem Wilden Kaiser entgegen. Von der Bergstation aus gelangt man zur Brentenjochalm mit ihrer heimeligen kleinen Stube und einem üppigen Blumengarten rund ums Haus. Hier dösen die Kühe im Stall, während man draußen auf den einfachen Holzbänken einen Häferlkaffee und dazu Kiachl mit Preiselbeeren genießt und automatisch in den Urlaubsmodus schaltet. Weitere Hütten und Almen sind mit schönen Wanderungen in ein bis eineinhalb Stunden erreichbar.
Sommer, Sonne, Abkühlung
An heißen Tagen empfiehlt sich ein Abstecher zum Strandbad am Hechtsee mit seinem klaren Wasser. Der See lässt sich zudem mit einem entspannten Spaziergang unter schatten spendenden Bäumen umrunden. Auch das Waldschwimmbad in Niederndorf ist ein perfekter Ort, um sich bei sommerlichen Temperaturen abzukühlen.
Kufstein: Die Perle Tirols entdecken
In Kufstein verbinden sich auf engstem Raum Geschichte und Gegenwart, Bodenständigkeit und Weltoffenheit. In der Römerhofgasse mit ihren bemalten Erkern und kunstvollen Wirtshausschildern scheint die Zeit stillzustehen. Hier liegt auch das traditionsreiche Gasthaus Auracher Löchl, das für seine deftigen Tiroler Kasspatzn und seine historischen Holzstuben berühmt ist. In diesen gab einst der Komponist Karl Ganzer sein Kufsteinlied zum Besten. Das moderne Gegenstück ist die elegant-luftige Rooftop-Bar mit spektakulärem Blick über den grünen Inn. Ein besonderer Geheimtipp verbirgt sich in einem Stollen unterhalb des Gasthauses: Im Stil einer Speak-Easy-Bar lagert hier eine der größten Gin-Sammlungen Europas – rund 1 400 verschiedene Sorten können verkostet werden.
Festung Kufstein: Ein Ausflug ins Mittelalter
In nur wenigen Minuten schwebt man mit der Panoramabahn hinauf zur Festung Kufstein mit ihrem massiven Kaiserturm. Im weitläufigen Festungsareal tauchen Geschichtsbegeisterte in die Welt der Ritter und Landsknechte ein. Zudem ist die Festungsarena Veranstaltungsort für Konzerte. Täglich um 12 Uhr (im Juli zusätzlich auch um 18 Uhr) kann man am Fuße der Festung den Klängen der Heldenorgel lauschen. Mit fast 5.000 Pfeifen ist sie die zweitgrößte Freiorgel der Welt und bis ins benachbarte Bayern zu hören.
Musik vom Feinsten: Klassik trifft auf Pop und Schlagershow
Im Festspielhaus in Erl begeistert die Produktion „URLICHT PRIMAL LIGHT – Gustav Mahler goes Circus” mit einem faszinierenden Crossover aus Akrobatik und Musiktheater. Im Sommer 2026 steht auch Der fliegende Holländer, Richard Wagners romantische Oper in drei Aufzügen, auf dem Spielplan der Tiroler Festspiele. Diese beenden die Spielzeit 2025/26 mit dem Reigen „Ausklang“ vom 1. bis 3. Oktober. Im Rahmen des Gitarrenfestivals „La Guitarra Erl“ vom 13. bis 15. August wird unter anderem die Latin-Grammy-Gewinnerin Buika die Zuhörer begeistern.
Konzertabende in der historischen Festungsarena hoch über Kufstein haben ihren ganz eigenen Zauber. Der MusicalSommer, In Extremo, Christina Stürmer, die XL-Schlagershow mit Beatrice Egli, Matthias Reim und Nik P. sowie viele weitere Konzerte bringen diesen Sommer Leben in die alten Gemäuer. Sollte der Wettergott einmal nicht mitspielen, bleiben die Konzertbesucher dank des mobilen Daches im Trockenen.
Weitere Informationen und aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie unter www.kufstein.com.
Über das Kufsteinerland
Das Kufsteinerland mit seinen acht Dörfern Bad Häring, Ebbs, Erl, Langkampfen, Niederndorf, Niederndorferberg, Schwoich und Thiersee sowie der Stadt Kufstein ist Lebensraum für rund 44.000 Menschen und ein pulsierender Wirtschafts- und Hochschulstandort. Es vereint Schaffens- und Innovationskraft mit gelebten Tiroler Traditionen und internationaler Hochkultur im Festspielhaus Erl. Die mächtige Festung über der mittelalterlichen Stadt Kufstein, das majestätische Kaisergebirge und die sanften Almen auf den Hochplateaus rund um den Thiersee und Bad Häring bilden eine prägende Kulisse und einen Kraftort für Einheimische, Arbeitnehmende, Studierende und Gäste gleichermaßen.
In dieser Umgebung steht das Kufsteinerland für aktive Erlebnisse zwischen Arbeitsleben und Alltag, die sich aus einer einzigartigen Mischung aus Tradition und Moderne, Natur und Wellness, Kultur und Sport sowie traditioneller und internationaler Kulinarik im Kreislauf der Jahreszeiten füllen lassen. Gleichzeitig findet man im Kufsteinerland genügend Raum für Erholung und Stille. Mit dem Auto erreicht man das Kufsteinerland über die Inntalautobahn bis zur Abfahrt Kufstein Süd ohne Vignette. Der Bahnhof liegt nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt und ist wichtiger Halt für Fernzüge. Das Deutschlandticket ist bis Kufstein gültig.
Als eine von sechs Destinationen in Tirol wurde das Kufsteinerland mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Dieses zeichnet sich durch ein umfassendes Managementsystem aus, das sowohl ökologische als auch soziale Aspekte berücksichtigt und eine kontinuierliche Verbesserung der nachhaltigen Entwicklung sicherstellt.
Quelle: Tourismusverband Kufsteinerland c/o FEUER & FLAMME. DIE AGENTUR