Das Denkmal des Aalfischers gibt es im Fischerdorf Maasholm zu entdecken. - Wo Wikinger vor Anker gingen: Herbst und Winter am Ostseefjord Schlei erleben
Schleswig-Holstein, Deutschland

Wo Wikinger vor Anker gingen: Herbst und Winter am Ostseefjord Schlei erleben

Wo einst die Wikinger ihre Schiffe zu Wasser ließen, befindet sich heute eine der stillsten Ecken der Ostsee: die Region rund um den Ostseefjord Schlei, den längsten Ostseearm von Schleswig-Holstein. Hoch oben zwischen Kiel und Flensburg, unweit der dänischen Grenze, prägen im Herbst und Winter Weite, ein frischer Seewind und eine stille Landschaft das Bild.

Die Geltinger Bucht erstreckt sich zwischen der 42 Kilometer langen Schlei und der Flensburger Förde. Hier geht es in der kalten Jahreszeit noch gelassener zu als sonst. Warm eingepackt lässt sich die Natur bei langen Spaziergängen am Strand erleben. Nach einem Tag an der frischen Luft warten Ferienunterkünfte mit Kamin oder Sauna, während in den Restaurants der Grünkohl dampft. Alle Informationen gibt es unter www.ostseefjordschlei.de.

Leuchtturm Falshöft und Habernisser Moor

Markantes Wahrzeichen der Geltinger Bucht ist der gut 25 Meter hohe Leuchtturm Falshöft. Umgeben von salziger Seeluft, kreischenden Möwen und dem weiten Blick übers Meer lädt er zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Bis 2012 warnte er 92 Jahre lang vor Untiefen in der Ostsee und an der Flensburger Förde. Bis Ende Oktober kann man den Leuchtturm eigenständig erkunden oder an einer Führung teilnehmen. Danach ist bis März Winterpause.

Zu einer Wanderung in unberührter Natur lädt Habernis ein, ein malerisches Kleinod an der Flensburger Außenförde. Drumherum locken Wiesen, mystische Moore mit ihren Bohlenwegen und kleine Waldstücke zu ausgedehnten Touren. Ein weiteres lohnendes Ausflugsziel ist der Bismarckturm auf dem Scheersberg, der bis Ende Oktober geöffnet ist. Mit Fahnenstange erreicht er eine Höhe von 32 Metern. Von der Aussichtsplattform blickt man über die gesamte Geltinger Bucht und bei gutem Wetter sogar bis nach Dänemark.

Die Hafenstadt Kappeln und das Fischerdorf Maasholm

Das Wahrzeichen der Hafenstadt Kappeln ist der Heringszaun aus dem 15. Jahrhundert. Das W-förmige Flechtwerk aus 2.000 Holzpfählen lenkte den Fischfang in die Reuse und gilt heute als letztes seiner Art in Europa. Sehenswert ist auch die spätbarocke St.-Nikolai-Kirche oberhalb des Hafens, die ein kleines Holzkruzifix aus dem 13. Jahrhundert ziert.

Maasholm ist nur über einen schmalen Damm erreichbar und liegt wie aus der Zeit gefallen in der Schlei. Das im 17. Jahrhundert aus einer Fischersiedlung hervorgegangene kleine Fischerdorf war einst eine Insel und hält bis heute an den Traditionen der Seefahrt fest. Zeugnisse hierfür sind die denkmalgeschützten Anlegestellen der Schleikräne und die Station der Seenotretter.

Quelle: Ostseefjord Schlei GmbH c/o DJD Deutsche Journalisten Dienste GmbH & Co. KG