Winterurlaub im Westallgäu – eine Kraftquelle
Auch im Westallgäu zieht im Winter Ruhe ein. Der Blick auf die Bergwelt, die Weite der schneebedeckten Wiesen und die Stille im Wald laden zu ruhigen Momenten ein, die Entspannung versprechen. Abseits der Skipisten laden Winterwanderwege zu Erkundungstouren ein und in der Adventszeit laden festlich geschmückte kleine Gemeinden zu Spaziergängen ein.
Das Westallgäu ist eine Kraftquelle, die es sich zu erkunden lohnt. In 800 bis 1000 Metern Höhe wandert der Blick über den Bodensee und die Allgäuer und Schweizer Bergwelt. Vom 1. Dezember bis zum 6. Januar präsentiert sich das Dorf Ellhofen wie ein großer Adventskalender. Jeden Tag wird bei den beteiligten Bewohnern ein Türchen geöffnet. Die Tour durch das winterliche Dorf führt an liebevoll geschmückten Adventsfenstern vorbei. Die Scheidegger Winterwelten halten für Spaziergänger viele Überraschungen bereit. Der Weg führt vom ersten Adventswochenende bis zum 25. Januar durch den zauberhaft geschmückten Ort, vorbei am Pfarrer-Kneipp-Park und dem Kirchplatz, hinauf auf 800 Meter.
Grenzüberschreitende Winterwanderungen und Schneeschuhwandern entlang plätschernder Bäche und bizarrer Eisbildungen versprechen Ruhe und machen fit. Bei geeigneter Witterung und Schneelage finden in Oberreute, Maierhöfen und Weiler regelmäßig geführte Schneeschuhwanderungen statt. Die hierfür benötigte Ausrüstung kann ausgeliehen werden.
Sonnig und gut gewalzt ist der 2,5 Kilometer lange Winterwanderweg zwischen Hopfen und Stiefenhofen auf 800 Metern Höhe. Oberhalb des Ellhofer Tobels lädt ein 3,6 Kilometer langer Winterwanderweg zwischen 720 und 800 Metern Höhe ein. Unterwegs kann man in Simmerberg in der Brauerei einkehren. Die grenzüberschreitende Wanderung auf gewalzten Wegen von Oberreute ins benachbarte Sulzberg ist anspruchsvoll. Sie bringt Wanderer 210 Höhenmeter bis auf 1028 Meter hoch. Bei gutem Winterwetter ist die grenzüberschreitende Wanderung von Scheidegg auf den 1.064 Meter hohen Pfänder möglich. Unterwegs lockt ein Stopp bei der Ulrichskapelle, die zu den ältesten Sakralbauten Vorarlbergs zählt.
Nach den Raunächten, die von Mythen und Ritualen geprägt sind, beginnen die Kräuterfrauen im Januar mit der Verarbeitung der getrockneten Kräuter. Sie rühren Salben und Cremes, starten mit den ersten Heilpflanzenspaziergängen und geben Einblick in die Kräutermedizin von Hildegard von Bingen im Jahreskreislauf. Bei den zahlreichen Angeboten kann man sich mit Kräuterexperten und Wildkräuterführerinnen auf den Weg machen und das Allgäuer Brauchtum erleben.
Pilgern von Kapelle zu Kapelle
Wandern auf Pilgerwegen ist eine zunehmend geschätzte Form der Spiritualität. Das Westallgäu bietet rund um den Jakobusweg ein vielseitiges Angebot mit regelmäßigem Samstagspilgern, sobald der Schnee weg ist: Pilgern für einen Tag, Pilgern für Männer oder Wandern von Kapelle zu Kapelle. Der kleine und der große Kapellenweg in Scheidegg verbinden viele der kleinen Gotteshäuser. Bemerkenswerte Orte der Besinnung sind die Kapelle St. Stephan in Genhofen (1495) mit der Figur des Jakobus auf dem Hochaltar, die Sebastianskapelle (1628) in Weiler, die Wendelinskapelle (1670) in Kinberg und die Annakapelle (1500) in Scheidegg mit ihren Heiligen aus Holz. Ab März 2026 finden die Pilgerangebote regelmäßig statt.
Anreise
Mit dem Zug bis Lindau und von dort aus mit dem Bus ins Westallgäu. Mit dem digitalen „Allgäu-Walser-Pass“, den alle Gäste ab der Anreise besitzen, können sie kostenlos mit den Bussen auf den Linien im Landkreis Lindau bis Sulzberg in Österreich fahren. Mit dem Auto erfolgt die Anreise über die A7 und die A96. Neu ist das E-Carsharing in allen Gemeinden.
Zum Westallgäu gehören die dreizehn Ferienorte Grünenbach, Maierhöfen, Röthenbach, Gestratz, Weiler-Simmerberg, Oberreute, Stiefenhofen, Heimenkirch, Opfenbach, Hergatz, Hergensweiler, Scheidegg und das städtische Zentrum Lindenberg. Im Westallgäuer Heimatmuseum in Weiler können Besucherinnen und Besucher in die Kunst und Kultur der Region eintauchen. Das Deutsche Hutmuseum in Lindenberg zeigt 300 Jahre Hutmode und die Entwicklung der Hutproduktion im Westallgäu.
Quelle: Westallgäu Tourismus c/o Heiss Public Relations