Das ehemalige Benediktinerkloster auf dem Michaelsberg prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild der UNESCO-Welterbestadt und wird im Jahr 2026 besondere Aufmerksamkeit erregen. - Wiedereröffnung Michaelsberg Bamberg nach 15 Jahren Generalsanierung
Franken

Wiedereröffnung Michaelsberg Bamberg nach 15 Jahren Generalsanierung

Hoch über den Dächern der Stadt liegt die Klosteranlage St. Michael. Sie befindet sich auf einem der sieben Hügel Bambergs. Das ehemalige Benediktinerkloster auf dem Michaelsberg prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild der UNESCO-Welterbestadt und wird im Jahr 2026 besondere Aufmerksamkeit erregen. Nach 15 Jahren aufwendiger Generalsanierung ist die Kirche ab Mai wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Damit kehrt eines der bedeutendsten Wahrzeichen Bambergs in neuer Pracht zurück und bietet gleich mehrere Gründe für einen Besuch. Der Michaelsberg ist nämlich nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein einzigartiges Ensemble kultureller und landschaftlicher Höhepunkte.

Dem Himmel so nah

Der sogenannte Himmelsgarten ist zweifelsfrei eine dieser außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten. Es handelt sich dabei um das prachtvolle Deckengemälde im Kirchenschiff der ehemaligen Klosterkirche St. Michael. Das 1617 vollendete, handbemalte barocke Deckengewölbe steht sinnbildlich für das Paradies. Das einzigartige Kunstwerk mit über 580 detailgetreuen Darstellungen von Heil-, Nutz- und Zierpflanzen zeigt neben einheimischen Gewächsen auch exotische Pflanzen wie Ananas, Baumwolle oder Granatäpfel.

Ab Mai 2026 bieten ausgebildete Gästeführerinnen und Gästeführer des BAMBERG Tourismus & Kongress Service regelmäßig Führungen an. Die Besucherinnen und Besucher erhalten dabei fundierte Hintergrundinformationen zur Geschichte der Kirche St. Michael und des Himmelsgartens. Während der Öffnungszeiten ist die Kirche zudem individuell zugänglich.

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Atemberaubender Ausblick auf die Altstadt

Die schönste Art, aus der Bamberger Altstadt auf den Michaelsberg zu gelangen, ist ein Spaziergang entlang des „Benediktinerwegs”. Dabei passieren Besucher:innen den einzigen Weinberg Bambergs am Südhang der Klosteranlage, den Cameradenweinberg. Dort wird, wie bereits im 13. Jahrhundert, wieder Silvaner angebaut. Anschließend führt der Weg in den romantischen, sechsstufigen barocken Terrassengarten mit einem großen Bestand alter Obstbäume, Kornelkirschen, einem Delphinbrunnen und drei Pavillons – ein idealer Ort zum Verweilen und Entspannen.

Über zwei Treppenläufe gelangt man schließlich zum frei zugänglichen Ostplateau hinter der Kirche. Von dort eröffnet sich ein weiteres Highlight: die eindrucksvolle Aussicht auf die Bamberger Altstadt. Der Blick reicht über die Dächer der Welterbestadt bis hin zum Staffelberg – ein atemberaubendes Panorama.

Gastronomische Angebote am Michaelsberg, das Fränkische Brauereimuseum und ein Besuch im Informationszentrum Michaelsberg mit Stiftsladen, in dem unter anderem Produkte aus dem Garten der Klosteranlage erhältlich sind, runden das Erlebnis perfekt ab. In den kommenden Jahren werden weitere Bereiche der Klosteranlage St. Michael fertiggestellt und schrittweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bamberg.info/michaelsberg.

Quelle: UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.