Wenn See-Algen zum Reiseproblem werden - Wenn See-Algen den Karibik-Urlaub vermiesen

Wenn See-Algen den Karibik-Urlaub vermiesen

Derzeit beeinträchtigen massive Algenmengen zahlreiche Küstenabschnitte im tropischen Atlantik und in der Karibik sowie rund um den Golf von Mexiko. Der Krisenfrühwarnexperte A3M ordnet die Lage für Reisende ein. Im Fokus stehen dabei unter anderem die mexikanische Karibikküste mit Reisezielen wie Cancún, Playa del Carmen und Tulum, die Florida Keys, Teile Floridas sowie mehrere Karibikinseln. Anders als bei kurzfristigen Einzelereignissen handelt es sich bei Sargassum inzwischen um ein wiederkehrendes und in vielen Regionen zunehmendes Saisonproblem.

„Sargassum ist für viele Reiseziele längst mehr als ein ästhetisches Strandproblem”, kommentiert Marcel Conrad, Chief Content Manager bei A3M. „Wo große Mengen anlanden und sich zersetzen, können Geruch, eingeschränkte Badebedingungen, Räumarbeiten und lokale Belastungen für Umwelt und Infrastruktur den Urlaub spürbar beeinträchtigen. Für Reisende ist es deshalb wichtig, nicht nur das Land oder die Region, sondern auch den konkret gebuchten Küstenabschnitt zu betrachten.“

Sargassum ist eine frei treibende Braunalge, die auf dem offenen Meer wichtige ökologische Funktionen erfüllt. Dort bietet sie Lebensraum und Schutz für Fische, Schildkröten, Krebse und andere Meeresorganismen. Problematisch wird das Naturphänomen vor allem dann, wenn große Mengen an Küsten gespült werden und sich dort zersetzen. Dann kann es zu starkem Geruch, optischen Beeinträchtigungen, erschwertem Zugang zum Wasser, Einschränkungen beim Baden und umfangreichen Räumarbeiten kommen.

Besonders betroffen sind seit Jahren Teile der Karibik und die mexikanische Karibikküste. In Orten wie Cancún, Playa del Carmen, Tulum, Akumal oder Puerto Morelos kann Sargassum in starken Phasen das Strandbild erheblich verändern. Auch die Florida Keys, die Ostküste Floridas, Teile des Golfs von Mexiko sowie Inseln wie Barbados, Puerto Rico, Jamaika, die Dominikanische Republik und mehrere Kleine Antillen können saisonal betroffen sein. Einzelne Strände können stark belastet sein, während die Lage wenige Kilometer weiter womöglich schon deutlich anders aussieht.

„Gerade in klassischen Badeurlaubszielen kann Sargassum die Erwartungen an einen Strandaufenthalt deutlich verändern“, so Conrad. „Katalogbilder, allgemeine Destinationsbeschreibungen oder ältere Erfahrungsberichte reichen deshalb nicht aus, um die aktuelle Lage einzuschätzen. Entscheidend sind tagesaktuelle Informationen zum konkreten Strand, zur Küstenlage des Hotels und zu möglichen Ausweichoptionen.“

Saisonale Entlastung: In den Wintermonaten ist die Belastung meist geringer

In vielen betroffenen Regionen folgt das Auftreten von Sargassum einem saisonalen Muster. In Mexiko und Teilen der Karibik beginnt die Belastung häufig im Frühjahr und kann sich bis in den Herbst hineinziehen. Besonders relevant sind in der Regel die Monate vom späten Frühjahr bis in den Sommer. Gleichzeitig kann sich die Situation kurzfristig verändern, da Wind, Strömungen, Wellen, die Küstenform und die Wetterlage entscheidenden Einfluss darauf haben, ob und wo große Mengen der Algen anlanden. Insgesamt betrifft die Algenbelastung somit vor allem die Monate außerhalb der klassischen Winterhochsaison und überschneidet sich zum großen Teil mit der Hurrikan-Saison. Die Wintermonate sind in der Regel deutlich seltener betroffen, auch wenn sich einzelne lokale Anlandungen nie vollständig ausschließen lassen.

A3M empfiehlt Reisenden, Sargassum aktiv in die Reiseplanung einzubeziehen, wenn sie nach Mexiko, in die Karibik, nach Florida oder in andere betroffene Regionen reisen. Sinnvoll sind aktuelle Strandberichte, Livebilder, Hotelinformationen, lokale Behördenhinweise und spezialisierte Monitoring-Angebote. Wer bei der Hotelauswahl flexibel ist, sollte prüfen, ob es in der Nähe weniger exponierte Strände, geschützte Buchten oder alternative Bade- und Ausflugsmöglichkeiten gibt.

Quelle: A3M Global Monitoring GmbH c/o Wilde & Partner Communications GmbH