Weniger Masse, mehr Charakter: Urlaub in Osttirol
Eine Destination, die nicht jedem gefallen möchte? Das klingt zunächst wenig nach Tourismusmarketing. Für Osttirol ist es jedoch Teil einer Haltung: Die österreichische Ferienregion setzt nicht auf möglichst viel von allem, sondern auf das, was ihren Charakter ausmacht.
Die Alpen gelten seit jeher als Sehnsuchtsort. Gleichzeitig stehen sie vor der Herausforderung, ihre Attraktivität zu bewahren, ohne ihre Eigenart zu verlieren. Mehr Nachfrage, mehr Infrastruktur, mehr Inszenierung: Was touristisch zunächst nach Erfolg klingt, kann langfristig genau das verändern, was Menschen ursprünglich suchen. Osttirol verfolgt deshalb einen anderen Ansatz. „Unser Ziel ist nicht, den Tourismus in Osttirol möglichst groß zu machen. Wir wollen, dass unsere Heimat ihren Charakter behält. Und genau dafür müssen wir manchmal bewusst Grenzen setzen”, sagt Franz Theurl, Obmann des TVB Osttirol. Das gilt auch für die Natur: Natürliche Freiräume, Weite und unbebaute Landschaft sind kein ungenutztes Potenzial, sondern genau das, wofür Gäste nach Osttirol kommen.
Der Berg ist immer der Chef
266 Dreitausender prägen die Region zwischen Großglockner, Hohen Tauern, Lienzer Dolomiten und Hochpustertal. Im Winter bedeutet das verschneite Täler, hochalpine Berge und Bedingungen, die sich nicht planen lassen. Gerade in der kalten Jahreszeit gibt es Tage, die sich langsam und anders entwickeln als gedacht. Während einer Wanderung durch die winterliche Natur sind nur das Knirschen der eigenen Schritte, der Wind in den Bäumen und der gelegentliche Ruf eines Vogels zu hören. Nur wenige Höhenmeter weiter kann das Bild jedoch ganz anders aussehen. Wetter, Schnee und Temperaturen setzen Grenzen, und manchmal entscheidet der Berg, wann es Zeit ist, umzukehren.
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Was man alles lassen kann
Freiheit kann heute etwas sehr Einfaches sein: Platz zu haben. Platz für den eigenen Weg, für einen ungeplanten Nachmittag, für einen Gedanken, der nicht sofort von der nächsten Benachrichtigung unterbrochen wird. Es geht nicht darum, möglichst viel in einen Urlaubstag zu packen, sondern selbst entscheiden zu können, wie man ihn gestaltet. Osttirol setzt dabei auf eine touristische Entwicklung, die sich an den vorhandenen Strukturen orientiert: kleine, gewachsene Orte, individuelle Angebote und Gastgeberbetriebe statt einer flächendeckenden Inszenierung der Landschaft. Das Defereggental etwa zählt zu den am wenigsten besiedelten Gebieten der österreichischen Alpen. Auch Kartitsch im Tiroler Gailtal ist das erste zertifizierte Winterwanderdorf des Landes und setzt auf naturnahe Infrastruktur. Die Wege werden gepflegt und zugänglich gemacht, ohne die Umgebung in einen Erlebnispark umzubauen.
Es dreht sich nicht alles um die Gäste
In Osttirol prägen Familienbetriebe, Bauernhöfe, kleine Pensionen und individuell geführte Unterkünfte das Bild. Wer dort zu Besuch ist, begegnet Menschen, die nicht nur Tourismus betreiben, sondern selbst Teil der Landschaft sind. Es sind Bauern, die morgens ihre Tiere versorgen, Gastgeber, die ihre Gäste persönlich begrüßen, und Hüttenwirte, die wissen, wann eine Tour besser auf den nächsten Tag verschoben werden sollte. Wer nach Osttirol kommt, taucht in eine Region ein, die auch funktioniert, wenn keine Urlauber da sind. Denn der Tourismus ist Teil des Lebens in Osttirol, bestimmt aber nicht, wie dieses auszusehen hat.
Über Osttirol
Osttirol liegt zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern, den Lienzer Dolomiten und dem Karnischen Grenzkamm. Mit insgesamt 266 Dreitausendern – darunter der Großglockner, der höchste Gipfel in Österreich – nennt sich Osttirol zu Recht „das Bergtirol“. Die Region südlich des Alpenhauptkamms steht für hochalpine Landschaften, traditionsreiche Bergsteigerrouten und vielfältige Möglichkeiten zum Wandern, Klettern, Radfahren, für Skitouren und Skifahren.
Gleichzeitig ist Osttirol stark von seiner bäuerlichen Kultur geprägt: Regionale Handwerkskunst, jahrhundertealte Bräuche und eine eigenständige Küche gehören bis heute zum Alltag. Das kulinarische Spektrum reicht von traditionellen Jausenstationen und Almhütten bis zu mehrfach ausgezeichneten Restaurants. Ein besonderes Merkmal der Region ist die Verbindung von hochalpinen Landschaften, Bergsport und gewachsenen Strukturen – vom Nationalpark bis zu den Dörfern und Tälern.
Weitere Informationen finden Sie unter www.osttirol.com.
Quelle: TVB Osttirol c/o AHM Kommunikation