Der Thüringer Wald entwickelt sich immer mehr zu einer beliebten Camping-Destination in Deutschland. - Welt-Campingtag am 29. Juni
Thüringer Wald

Welt-Campingtag am 29. Juni

Eindrucksvolle Mittelgebirgslandschaft, naturnahe Übernachtungsangebote und vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Der Thüringer Wald mit seinen aktuell 59 Camping-, Stell- und Zeltplätzen entwickelt sich zu einer immer gefragteren Campingregion in Deutschland. „Viele Gäste suchen eine Alternative zu klassischen Pauschalreisen. Beim Camping im Thüringer Wald finden sie Entschleunigung, besondere Naturerlebnisse und ein breites Übernachtungsangebot – vom einfachen Stellplatz bis zum familienfreundlichen Campingplatz“, sagt Antonia Sturm, Geschäftsführerin des Regionalverbunds Thüringer Wald e. V., anlässlich des Welt-Campingtags am 29. Juni.

Über 1 Million Aufenthaltstage

Camping etabliert sich zunehmend als fester Bestandteil der regionalen Tourismuswirtschaft. Laut der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus im Thüringer Wald 2024“ wurden im Campingsegment 1,013 Millionen Aufenthaltstage erfasst. Die Gäste gaben im Schnitt 43,80 Euro pro Tag aus, was einem Bruttoumsatz von rund 44,3 Millionen Euro entspricht. Damit liegt der Anteil des Campings bei 3,6 Prozent der touristischen Aufenthaltstage (insgesamt 28,518 Millionen) und bei 3,5 Prozent des Gesamtumsatzes von rund 1,263 Milliarden Euro.

Fünf Jahre zuvor lagen die Aufenthaltstage noch unter einer Million (0,915 Millionen) und der Umsatz bei 35,0 Millionen Euro. „Neben dem weiterhin dominierenden Tages- und Hoteltourismus wächst die Nachfrage nach flexibleren Reiseformen. Dieses Potenzial wollen wir nutzen. Gemeinsam mit den Gastgebern arbeiten wir an weiteren Angeboten und nachhaltigen, hochwertigen Urlaubserlebnissen”, so Antonia Sturm.

Eine überarbeitete Broschüre gibt Orientierung

Bereits seit Anfang des Jahres bietet die überarbeitete Broschüre zur Naturpark-Route Thüringer Wald Gästen zusätzliche Orientierung bei der Planung ihrer Tour. Gemeinsam mit dem Naturpark Thüringer Wald e. V. hat der Regionalverbund Thüringer Wald e. V. die beliebte Broschüre neu aufgelegt. Sie stellt die rund 450 Kilometer lange Route in fünf abwechslungsreichen Etappen vor und verbindet Naturerlebnisse, Kulturangebote und Ausflugsziele. Ergänzt wird die Broschüre durch empfohlene Stellplätze für naturnahe Übernachtungen. Eine handliche Faltkarte zeigt den gesamten Routenverlauf im Überblick.

Ergänzend bietet der Regionalverbund Thüringer Wald e. V. gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH eine Camping- und Freizeitkarte an. Die Karte ist neben Deutsch auch in Englisch und Niederländisch verfügbar und unterstützt damit internationale Gäste bei der Planung ihres Aufenthalts.

Schwerpunkt am Thüringer Meer

Ein Schwerpunkt des Campings im Thüringer Wald liegt am Thüringer Meer. Die Saalekaskade mit ihren fünf Talsperren bildet Europas größtes zusammenhängendes Stauseegebiet und bietet vielfältige Möglichkeiten für Wassersport und Erholung. Die Bedeutung des Campings zeigt sich auch in den Zahlen: Allein im Saale-Orla-Kreis entfallen 16,8 Prozent der touristischen Aufenthaltstage sowie 17,5 Prozent des touristischen Bruttoumsatzes auf Campinggäste.

Naturcamp Lenkgrund in Frauenwald feiert sein einjähriges Bestehen

An diesem Wochenende feiert das Naturcamp in Frauenwald sein einjähriges Bestehen und blickt auf ein erfolgreiches erstes Betriebsjahr zurück. „Wir sind mit unserem Start und auch mit der bisherigen Saison sehr zufrieden. Nach einem verhaltenen April mit frühen Osterferien und durchwachsenem Wetter hat sich die Buchungslage positiv entwickelt. An den Mai-Wochenenden waren wir ausgebucht. Und auch der Blick in die Sommerferien stimmt optimistisch“, sagt Claudia Weidner, Geschäftsführerin des Naturcamps Lenkgrund.

Den Gästen stehen 17 Stellplätze für Fahrzeuge, zehn Zeltplätze sowie vier Tiny Houses zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch besondere Unterkünfte wie einen Schäfer- und einen Waldwagen. „Unser Publikum ist sehr gemischt. Es kommen viele aktive Gäste über 50 zu uns, gleichzeitig entdecken immer mehr Familien den Platz für sich. Die hohe Gästezufriedenheit und die vielen wiederkehrenden Besucher zeigen, dass unser Konzept gut angenommen wird“, so Weidner. Sie entwickelt zudem regelmäßig neue Angebote, wie etwa ein Programm für Alleinreisende mit Kind in der ersten Ferienwoche.

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Campingplatz Paulfeld setzt auf Nachhaltigkeit

Der Campingplatz in Georgenthal steht für ein familienfreundliches Angebot im Thüringer Wald. Geschäftsführerin Daniela Disse beschreibt den Platz als Ort, der Natur und Erholung verbindet: „Unser Campingplatz bietet viele Möglichkeiten für Groß und Klein: zwei Spielplätze, Go-Karts, ein kleiner Badeteich und unsere Alpakas sorgen für Abwechslung. Gleichzeitig lädt die Anlage mit vielen Bäumen und Blumen zum Entspannen ein.” Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine Rolle: Der Campingplatz nutzt unter anderem Solarstrom für mehrere Gebäude, stellt Regenwasser für Dauercamper bereit und setzt auf ein wassersparendes Duschsystem.

Starke Nachfrage am Hohenwarte Stausee

Das Naturerholungsgebiet Portenschmiede am Hohenwarte Stausee blickt den nächsten Wochen sehr positiv entgegen. Die Nachfrage in den Sommerferien ist gut, der aktuelle Buchungsstand liegt laut Betreiber bereits über dem Vorjahresniveau. „Neben langjährigen Stammgästen entdeckt auch ein neues, jüngeres Publikum den Standort zunehmend für sich. Hintergrund sind unter anderem gestiegene Preise für Benzin und Flugreisen sowie der Wunsch vieler Urlauber nach flexiblen, naturnahen Alternativen im Inland“, sagt Tourismusleiterin Doreen Schubert.

Quelle: Regionalverbund Thüringer Wald e.V.