Weitwandern für alle Generationen am Lechweg
Am 18. Juni 2026 eröffnet der „Lechweg – von der Quelle bis zum Fall” seine diesjährige Saison. Die 125 Kilometer lange Weitwanderroute von Österreich nach Deutschland folgt dem Lech durch eine abwechslungsreiche Flusslandschaft. Sie ist bewusst ohne extreme alpine Herausforderungen angelegt und bietet viel Raum für individuelle Gestaltung. Genau das macht den Weg für unterschiedliche Altersgruppen so attraktiv.
Fernwandern im eigenen Rhythmus
„Für den Lechweg braucht es nur ganz wenig Training. Es reicht, wenn man ein paar Wochen vorher beginnt und jeden Tag eine halbe Stunde spazieren geht”, sagt die 72-jährige Evelyn Friedle aus Häselgehr im Tiroler Lechtal. Sie hat die grenzüberschreitende Weitwanderung bereits zweimal in ihrer Gesamtlänge absolviert. Der Lechweg entlang eines der letzten Wildflüsse Europas eignet sich dank moderater Steigungen, kaum ausgesetzter Pfade, durchgehender Beschilderung und flexibler Etappenwahl auch für Ungeübte. Voraussetzung für die Bewältigung ist lediglich eine gute Kondition.
Der Verein Lechweg betont, dass es nicht darum geht, möglichst viele Kilometer zu schaffen. Viele Gäste schätzen es gerade, dass sie im eigenen Tempo unterwegs sein können – mit Zeit für Natur, Gespräche und kleine Wegmomente. Laut Evelyn Friedle ist der Lechweg sogar mit etwas größeren Kindern leicht zu bewältigen: „Da es nicht zu steil ist, verlieren sie auch nicht die Freude am Wandern. Vielmehr sind sie stolz auf ihre Leistung. Allerdings sollte man genug Zeit einplanen, um auch mal an einem Bach zu rasten und die Kinder dort spielen zu lassen.“ Wenn es zwischendurch zu anstrengend wird oder der Nachwuchs doch mal streiken sollte: Der Lechweg ist an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Somit können einzelne Etappen mit dem Bus abgekürzt werden. Auf Wunsch ist auch ein Gepäcktransport möglich.
Auf einen Blick
Der zertifizierte „Leading Quality Trail” führt vom Formarinsee bei Lech am Arlberg in Österreich bis zum Lechfall im Allgäuer Kneippheilbad Füssen und verläuft dabei immer entlang des Wildflusses. Insgesamt 15 Wegabschnitte lassen sich individuell planen und in sieben bis zehn Tagesetappen absolvieren. Gleichzeitig verbindet der Lechweg drei Bundesländer (Vorarlberg, Tirol und Bayern) sowie fünf Regionen (Lech, Warth, Tiroler Lechtal, Reutte und Füssen) mit ihren eigenen Traditionen und Geschichten. Unterwegs warten Natur- und Kulturerlebnisse wie die Steinbockkolonie am Formarinsee, die legendäre Geierwally-Freilichtbühne im Lechtal oder das Vogelparadies Pflach bei Reutte. Der Lechweg ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober komplett begehbar.
Quelle: Verein Lechweg c/o AHM Kommunikation
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