Wandern abseits touristischer Hotspots: Niederösterreichs unbekannte Wanderschätze
In Niederösterreich finden Wanderer, was sie suchen: schöne Wanderstrecken entlang wenig bekannter Pfade. Sie führen vorbei an Burgruinen im Weinviertel, zu geheimnisvollen Orten in den Wiener Alpen und durch Flusstäler im Waldviertel. Diese Wanderungen sind wahre Juwelen, denn sie kombinieren Natur, Kultur und regionale Kulinarik zu einem unvergesslichen Erlebnis.
6 Wandertipps abseits touristischer Hotspots in Niederösterreich
- Weinviertel: Mit dem Falken auf Tour
- Wiener Alpen: Geheimtipp aus dem Schneebergland
- Donau Niederösterreich: Weitwanderweg Kremstal-Donau
- Mostviertel: Königsbergrunde mit traumhaften Aussichten auf die Ybbstaler Alpen
- Waldviertel: Naturgenuss auf dem Schauensteinweg im wilden Kamptal
- Wienerwald: Aussichtsreich von Turm zu Turm wandern
Weinviertel: Mit dem Falken auf Tour
Falkenstein ist ein idyllisches Weinviertler Dorf nahe der tschechischen Grenze. Es ist der Ausgangspunkt für eine aussichtsreiche, zweistündige Wanderung durch eine der schönsten Weinlandschaften Niederösterreichs. Der Weinwanderweg „Kleiner Falkenflug” erzählt die Geschichte des Ortes aus der Perspektive eines Vogels. Für Abwechslung sorgen die Ausblicke auf die sanft hügelige Landschaft sowie das Weingartenlabyrinth mit einer Selbstbedienungshütte und die markante Burgruine Falkenstein. Wer die Tour kulinarisch abrunden möchte, kann beim Hotel Neustifter einen „Weinviertler Picknickkorb” vorbestellen und unterwegs an einem der vielen stillen Plätze haltmachen.
Die Region lädt nicht nur zum Wandern, sondern auch zum Verweilen ein. Dazu kehrt man am besten in einem der für das Weinviertel typischen Heurigen ein, wie dem Bio-Weingut Josef Salomon in Falkenstein oder dem TOP-Heurigen WEIN.KÜCHE des Weinguts Neustifter in Poysdorf.
Zahlreiche Winzerhöfe mit Gästezimmern bieten zudem die Möglichkeit, den Aufenthalt zu verlängern, zum Beispiel das Weingut Stadler mit Heurigem oder der Weinhof Luckner in Falkenstein. Auch im nahegelegenen Poysdorf gibt es Übernachtungsmöglichkeiten beim Winzer, beispielsweise im Genießerhof Haimer oder im traditionsreichen Eisenhuthaus.
Noch mehr Lust auf Wein? Wie wäre es mit einer Führung oder einem Bummel durch die Kellergasse „Oagossn” in Falkenstein oder durch die Poysdorfer Kellergassen mit ihrer für das Weinviertel typischen Architektur? Das Vino Versum mit der Ausstellung „WEIN + TRAUBEN Welt” sowie eine Traktorrundfahrt durch die Weingärten runden das Angebot ab.
Mehr Infos dazu unter www.weinviertel.at/a-kleiner-falkenflug.
Wiener Alpen: Geheimtipp aus dem Schneebergland
Ein wenig begangener Rundweg in den Gutensteiner Alpen verbindet auf sechs Kilometern Länge Natur, Kultur und spirituelle Orte. Die leichte Wanderung führt von Gutenstein–Mariahilfberg über Längapiesting/Schaftersbach zur Magdalenengrotte und zurück zum Ausgangspunkt an der Pfarrkirche im Zentrum von Gutenstein.
Auf landschaftlich schönen Wegen erreicht man über einige Holz- und Felsstufen einen stillen Kraftplatz inmitten der Natur: die Magdalenengrotte. Im weiteren Verlauf erreicht man die auf einer kleinen Anhöhe stehende, pittoreske Wallfahrtskirche sowie das Servitenkloster. Der Anstieg wird mit einem fantastischen Panoramablick auf den Schneeberg, Schober, Öhler und den Großen Neukogel, den Hausberg Gutensteins, belohnt.
Historische Kapellen, ruhige Waldwege und kleine Bachläufe machen diese Wanderung abseits der touristischen Hotspots zu einem echten Geheimtipp, bei dem man die Natur fast ganz für sich allein genießen kann. Sie ist ideal für Familien und alle, die eine leichte, naturnahe Tour zum Entschleunigen suchen. In Kombination mit dem Naturlehrpfad, dem Kreuzweg oder dem Residenzweg, die jeweils gut ausgeschildert am Mariahilfberg verlaufen, lässt sich diese Tour verlängern.
Wer noch etwas Zeit hat, findet in der Umgebung weitere schöne Wanderrouten, beispielsweise ins Klostertal oder zu den Myrafällen. Kulturinteressierte können das Waldbauernmuseum oder das Raimund-Museum mit Gedenkstätte besuchen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.wieneralpen.at/a-rundweg-gutenstein-mariahilfberg-ueber-laengapiestingschaftersbach-und-magdalenengrotte
Donau Niederösterreich: Weitwanderweg Kremstal-Donau (Etappe von Furth nach Paudorf)
Es muss nicht immer der Welterbesteig sein. Die dritte Etappe des Weitwanderwegs Kremstal-Donau verbindet Natur und Geschichte mit eindrucksvollen Ausblicken. Der rund 100 Kilometer lange Weg erstreckt sich durch Wiesen, Wälder und Weingärten und bietet Anschluss an den beliebten Welterbesteig. Im Gegensatz zum bekannten „großen Bruder“ ist er noch ein echter Insidertipp.
Startpunkt der leichten, etwas über vier Kilometer langen Etappe ist Furth bei Göttweig. Ein Highlight der Tour ist das majestätisch am östlichen Rand der Wachau thronende UNESCO-Weltkulturerbe Benediktinerstift Göttweig. Aufgrund seines barocken Baustils und seiner besonderen Lage auf dem Göttweiger Berg wird es auch als „Österreichisches Montecassino“ bezeichnet, in Anlehnung an eines der größten Klöster Italiens. Einen Besuch sollte man sich nicht entgehen lassen.
Die Route führt weiter über Klein-Wien, vorbei an der malerischen Filialkirche St. Blasien mit ihrem historischen Bergfriedhof, bis nach Paudorf. Dort rundet ein besonderes Naturerlebnis die Wanderung ab: der Waldlehrpfad mit seinen imposanten Mammutbäumen, die in dieser Größe einzigartig in Österreich sind.
Das Kremstal ist durch sein mildes Klima stark vom Weinbau geprägt. Zahlreiche Heurige und Winzer entlang des Weges durch die Weingärten und beschaulichen Winzerdörfer machen die Wanderung auch kulinarisch zu einem Erlebnis.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.donau.com/de/wachau-nibelungengau-kremstal/imx/tour/weitwanderweg-kremstal-donau-03-furth-paudorf.
Mostviertel: Königsbergrunde mit traumhaften Aussichten auf die Ybbstaler Alpen
Die Rundwanderung über den Eisgrabensattel zur Kitzhütte und zum Königsberg garantiert nicht nur ein grandioses Gipfelpanorama, sondern auch echte Bergerlebnisse und alpine Abenteuer für sportlich ambitionierte Wanderer.
Die anspruchsvolle Tagestour startet beim Bauernhaus Hochschlag. Über einen Almweg geht es hinauf zur Kitzhütte, die von Mai bis Oktober bewirtschaftet ist, und weiter zum Eisgrabensattel. Über einen schmalen Jagdsteig, auf dem Trittsicherheit gefragt ist, wandert man abwechslungsreich über die idyllische Bergwiese der Hochau – ein landschaftliches Highlight der Tour. Der markierte Weg führt anschließend über Sattelreith wieder zurück zur Königsbergstraße. Über diese erreicht man nach 14 Kilometern und 1.000 absolvierten Höhenmetern schließlich den Ausgangspunkt.
Abseits der Wanderwege wartet ebenso viel Abwechslung: Der Bikepark Königsberg sorgt für Action auf zwei Rädern, während der Kräutergarten mit dem 5-Elemente-Weg zum entspannten Erkunden und Verweilen einlädt. Im Naturpark Eisenwurzen erwarten Besucher naturkundliche Erlebnisse und spannende Einblicke in die regionale Geschichte. An heißen Tagen bietet das Strandbad Hollenstein an der Ybbs eine erfrischende Abkühlung. Wer lieber gemütlich in die Pedale tritt, findet mit dem Ybbstalradweg eine der schönsten Radstrecken Niederösterreichs in der Nähe – ideal für Genussradler und Familien.
Mehr Infos dazu unter www.mostviertel.at/a-koenigsbergrunde.
Waldviertel: Naturgenuss auf dem Schauensteinweg im wilden Kamptal
Wer Lust auf eine abwechslungsreiche Rundtour durch ursprüngliche Natur hat, ist hier genau richtig. Die rund 13 Kilometer lange, mittelschwere Wanderung führt von Wegscheid am Kamp über die Ruine Schauenstein bis nach Altpölla und wieder zurück. Besonders beeindruckend ist der traumhafte Blick, der sich von der Ruine aus ins weite, stille Kamptal öffnet. Tief unten schlängelt sich der Fluss durch eine fast unberührte Landschaft mit ausgedehnten Naturwäldern.
Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein – zumindest für die Natur. Das Flusstal zwischen Wegscheid und Rosenburg zählt zu den ursprünglichsten und damit ökologisch wertvollsten in Österreich. Hang- und Schluchtwälder wechseln sich ab mit blumenreichen Uferwiesen. Besonders eindrucksvoll sind die alten Buchenwälder mit ihren sogenannten „Methusalem“-Bäumen. Diese mächtigen, uralten Baumriesen erinnern an Urwälder und bieten bedrohten Tierarten einen geschützten Lebensraum.
Sind Sie noch fit für weitere Entdeckungen? Im Renaissanceschloss Rosenburg fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt, und das Falknerei- und Greifvogelzentrum begeistert mit Flugshows. Auch die Ruine Dobra in idyllischer Lage direkt am Stausee ist mehr als fotogen. Die Natur ist schützenswert: Die Region am Kamp soll künftig zum dritten Nationalpark Österreichs ernannt werden, mit einer Kernzone im Dobratal.
Kulturliebhaber sollten dem Benediktinerstift Altenburg oder dem Stift Zwettl einen Besuch abstatten. Wer lieber Ruhe und Natur tanken möchte, findet am Fjordland der Kampseen stille Rückzugsorte.
Mehr Infos dazu unter www.waldviertel.at/a-schauensteinweg.
Wienerwald: Aussichtsreich von Turm zu Turm wandern
Die acht „Türme des Wienerwaldes” sind historische Aussichtswarten, die sich wie Perlen an einer Kette durch den Biosphärenpark Wienerwald reihen. Die jeweils einzigartigen Kulturdenkmäler mit 360-Grad-Rundumblicken über die Baumkronen erzählen alle ihre eigene Geschichte.
Von Turm zu Turm: Über 27 waldreiche Kilometer und insgesamt 1 150 Höhenmeter zieht sich die facettenreiche Themenwanderung von Mödling bis Bad Vöslau, von einer Aussichtswarte zur nächsten. Das kürzlich ausgebaute und beschilderte Wanderwegenetz ermöglicht eine gute Orientierung. Obwohl die Themenwanderung selbst nicht ausgewiesen ist, folgt man einfach den Schildern zum nächstgelegenen Turm. Und natürlich ist auch eine Wanderkarte von Vorteil.
Beeindruckend durch seine besondere klassizistische Bauweise erinnert der Husarentempel inmitten des Naturparks Föhrenberge zum Beispiel an die Schlacht von Aspern. Auch die Burgruine Mödling liegt im Naturpark Föhrenberge am Rande des Wiener Beckens und bietet einen schönen Blick auf Mödling im Osten und hinauf zum imposanten Husarentempel im Westen. Die zehn Meter hohe Wilhelmswarte ähnelt einem bergfriedartigen Aussichtsturm und befindet sich auf dem Gipfel des Hochanningers. Die 1884 erbaute und 1980 adaptierte Theresienwarte bietet einen großartigen Panoramablick auf Baden, Bad Vöslau und Sooß. Ihre elegante Holzkonstruktion lädt Genusswanderer und Spaziergänger zum Verweilen und Genießen ein.
Wer noch intensiver in den Wienerwald eintauchen möchte, kann dies unter anderem beim WienerWaldGenuss tun und bei einer geführten Wanderung den Wald mit allen Sinnen erleben. An den ersten beiden Septemberwochenenden verwandelt sich die Thermenregion wieder in eine 15 Kilometer lange Theke. Auf der Genussmeile entlang des ersten Wiener Wasserleitungswanderwegs zwischen Mödling und Bad Vöslau laden die Winzer an vielen kulinarischen Ständen mit Wein, Most, Sturm und regionalen Speisen zum Flanieren und Genießen ein.
Mehr Infos dazu unter www.wienerwald.info/tuerme-wienerwald.
Über Niederösterreich
Das historische Kernland des heutigen Österreichs liegt im Herzen von Europa. Es zog immer wieder Menschen und Mächte an, die für eine bewegte Geschichte und ein überaus reiches Kulturerbe sorgten. Aufgrund des Zusammentreffens alpiner und pannonischer, nord- und südeuropäischer Klimazonen findet man in Niederösterreich auf engem Raum eine unvergleichliche Vielfalt von Landschaftstypen. Es gibt Auwälder und Steppen, Almen und Seen, Schluchten und Hügellandschaften sowie Flusstäler und Moore. Das Land an der Donau präsentiert sich somit als landschaftlich reizvolles, kulturell sehenswertes sowie kulinarisch und önologisch verführerisches Urlaubsland.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.niederoesterreich.at
Quelle: Niederösterreich-Werbung GmbH c/o FEUER & FLAMME. DIE AGENTUR