Von Kurven im Fels bis zu Gletschern am Horizont mit dem Bernina Express
Der Bernina Express fährt durch eine Landschaft, die man nicht beschreiben, sondern erleben muss. Fünf ausgewählte Szenen der Albula- und Berninalinie eröffnen neue Perspektiven auf eine Strecke, die auch visuell Weltklasse ist.
Landwasserviadukt: Wenn der Zug scheinbar in den Fels fährt
Aus dem Panoramawagen wirkt der Übergang fast surreal: Mitten in der Kurve schiebt sich der Zug über das 136 Meter lange Viadukt und verschwindet wenig später direkt im Berg. Die sechs Steinbögen des Landwasserviadukts spannen sich 65 Meter hoch über das Tal. Was von außen wie ein Denkmal der Bahntechnik aussieht, wird im Zug zum Moment der Schwerelosigkeit.
Bergün–Preda: Der Zug begegnet sich selbst
Fünf Kehrtunnels, zwei Brücken und rund 400 Höhenmeter werden ohne Zahnrad, aber mit System bewältigt. Zwischen Bergün und Preda schraubt sich der Bernina Express durch das Gelände. Manchmal ist der Blick aus dem Fenster zugleich ein Blick auf den Zug selbst. Eine elegante Schleife, perfekt in die Landschaft gefaltet.
Ospizio Bernina: Wo Wasserfarben die Landschaft malen
Auf 2.253 Metern Höhe wechselt nicht nur das Klima, sondern auch die Farben. Links liegt der hellgrüne Lago Bianco, rechts der fast schwarze Lej Nair: zwei Seen, zwei Richtungen, zwei Kontinente. Hier verläuft die europäische Wasserscheide und mit ihr ein stiller Moment auf der Strecke. Der Zug schwebt scheinbar schwerelos über das Hochplateau.
Alp Grüm – ein Bahnhof mit Horizont
Ein Bahnhof ohne Straße, aber mit Aussicht. Wer hier steht, sieht Gletscher, Täler und Gleise. Von der Station Alp Grüm aus hat man einen freien Blick auf den Palügletscher und das Valposchiavo. Ein Haltepunkt, der wirkt wie eine kleine Bühne vor großer Kulisse.
Kreisviadukt Brusio – eine Kurve, die Geschichte schreibt
Er dreht sich um seine eigene Achse und zieht dabei in einem weiten Bogen talwärts. Der Kreisviadukt von Brusio ist weltweit einzigartig. Die offene Kehrschlaufe wurde gebaut, um Höhe zu verlieren, und ist heute eines der bekanntesten Eisenbahnmotive Europas.
Lugano – Endpunkt mit Palmen
Wer seine Reise mit dem Bernina-Express-Bus fortsetzt, erreicht mit Lugano eine völlig andere Welt. Mediterrane Architektur, Seeufer, Palmen – und dennoch ist die Stadt von Bergen umrahmt. Der Kontrast zur Hochebene des Berninapasses könnte nicht größer sein. Und genau darin liegt die Faszination dieser Strecke: vom Gletscher ans Wasser. Vom Stein zur Sonne.
Über die Rhätische Bahn
Mit ihren traditionsreichen Gebirgsstrecken bietet die Rhätische Bahn seit 1889 eine Reihe außergewöhnlicher Bahnerlebnisse in der Region Graubünden in der Schweiz. Der anfängliche Betrieb startete mit einer Strecke von Landquart bis Klosters und umfasst heute ein insgesamt 384 Kilometer langes Bahnnetz inmitten des Hochgebirges. Ein Teil der Linien zählt seit 2008 zum UNESCO-Welterbe.
Mit dem Bernina Express und dem Glacier Express verfügt die Rhätische Bahn über Marken, die weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt sind. Informationen und Buchung unter www.rhb.ch.
Quelle: Rhätische Bahn c/o Wilde & Partner Communications GmbH