Vögel beobachten im Herbst 2026 in Brandenburg
Brandenburg ist eines der wichtigsten Brutgebiete für Kraniche in Deutschland. Die höchsten Brutbestände finden sich in den seen- und moorreichen Landschaften im Nordosten Brandenburgs, vor allem im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und im Naturpark Uckermärkische Seen. Im Januar folgt dann der Vogelzug der Singschwäne aus dem Baltikum, die sich bevorzugt im Nationalpark Unteres Odertal niederlassen.
Wenn Kraniche in langen Formationen über das Land ziehen, Tausende Wildgänse auf Seen und überfluteten Wiesen rasten oder Singschwäne mit ihren weithin hörbaren Rufen in Brandenburg überwintern, dann beginnt für Naturfreunde eine besonders reizvolle Zeit. Die wasserreichen Landschaften des Landes bieten mit dem Nationalpark Unteres Odertal, dem Seenland Oder-Spree und den Teich- und Auenlandschaften der Prignitz, des Havellandes und der Lausitz hervorragende Voraussetzungen für die Vogelbeobachtung.
Kraniche gehören zu den auffälligsten Zugvögeln Brandenburgs. Besonders im Herbst sammeln sie sich auf abgeernteten Feldern und feuchten Wiesen, bevor sie am Abend ihre geschützten Schlafplätze ansteuern. Flache Gewässer, Moore und überflutete Flächen bieten ihnen Schutz vor Störungen und Fressfeinden.
Gute Möglichkeiten zum Beobachten bestehen in Brandenburg unter anderem:
- im Nationalpark Unteres Odertal
- an den Altfriedländer Teichen im Oderbruch
- an der Groß Schauener Seenkette
- in der Märkischen Schweiz
- im Havelländischen Luch
- in den Teichlandschaften der Niederlausitz
Vor allem zwischen Herbst und Frühjahr rasten zahlreiche Wildgänse in Brandenburg. Tagsüber suchen die Vögel auf Feldern und Wiesen nach Nahrung, während sie die Nächte häufig auf größeren Seen, Teichen oder in schwer zugänglichen Feuchtgebieten verbringen.
Besonders eindrucksvoll ist der morgendliche Abflug von den Gewässern, auf denen sie übernachtet haben.
Auch am Abend lassen sich große Formationen beobachten, wenn die Gänse laut rufend zu ihren Ruheplätzen zurückkehren. Geeignete Gebiete sind beispielsweise:
- die Polder- und Auenlandschaft des Nationalparks Unteres Odertal
- die Groß Schauener Seenkette
- die Altfriedländer Teiche
- der Gülper See im Westhavelland
- die Rühstädter Elbauen
- die Teichlandschaften im Spreewald und in der Niederlausitz
Singschwäne zählen zu den charakteristischen Wintergästen im Nordosten Brandenburgs. Sie unterscheiden sich vom hierzulande vertrauten Höckerschwan unter anderem durch ihren gelb-schwarzen Schnabel und die klangvollen, trompetenartigen Rufe. Die Tiere stammen überwiegend aus nördlichen und nordöstlichen Brutgebieten und nutzen Brandenburgs Flussauen, Seen und Agrarflächen als Winterquartier.
Eine der wichtigsten Beobachtungsregionen ist der Nationalpark Unteres Odertal rund um Schwedt/Oder und Criewen. Das Nationalparkhaus in Criewen eignet sich als Ausgangspunkt für Touren in die Auenlandschaft. Im Nationalpark befinden sich außerdem Beobachtungstürme bei Mescherin, Stützkow und am Wrechsee sowie die Beobachtungshütte „Seeschwalbe”.
Vögel beobachten im Seenland Oder-Spree
Das Seenland Oder-Spree hat sich als besonders vielfältige Region zum Vögelbeobachten etabliert. Zwischen Oder, Spree, Schlaubetal und Scharmützelsee treffen Seenketten, Fischteiche, Wälder, Schilfzonen, Trockenrasen und Kulturlandschaften aufeinander. Mit etwas Glück lassen sich dort neben Kranichen und Wildgänsen auch See- und Fischadler, Eisvögel, Wiedehopfe, Rohrdommeln, Flussseeschwalben und Schwarzspechte entdecken.
Quelle: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH