Menü-Beispiel des mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant The Japanese  im Hotel The Chedi Andermatt. - Vier Küchenchefs, Vier Visionen:  Ein Blick in die Zukunft der Hotel-Gastronomie

Vier Küchenchefs, Vier Visionen: Ein Blick in die Zukunft der Hotel-Gastronomie

Kulinarik in Hotels ist heute viel mehr als nur Verpflegung: Sie ist eine Bühne für kulinarische Visionen, ein Ausdruck von Kultur und ein entscheidender Bestandteil des Gästeerlebnisses. Ihre Zukunft entscheidet sich nicht allein auf dem Teller, sondern auch in der Art und Weise, wie Genuss inszeniert und erlebt wird. Vier Spitzenköche aus international renommierten Häusern prägen diese Entwicklung mit ihren klaren Visionen.

Erlebnisse jenseits des Tellers: Simone Zanoni, La Mamounia

Im ikonischen La Mamounia in Marrakesch bringt der renommierte Sternekoch seit Kurzem seine unverwechselbare Handschrift auf den Tisch. „Die Gelegenheit, meine kulinarische Note in diesem legendären Haus einzubringen, ist etwas ganz Besonderes. Sie verbindet Leidenschaft, Tradition und das Teilen von Genuss“, erklärt Zanoni sein Konzept.

Mit „L’Italien par Simone Zanoni” verfolgt er eine klare Vision: Die Gäste sollen die italienische Kultur und Lebensfreude hautnah erleben, als würden sie mitten in Rom dinieren. Italienische Klassiker werden authentisch interpretiert und gleichzeitig durch Kreativität, saisonale Zutaten und nachhaltige Konzepte modernisiert.

La Mamounia x Chef Simone Zanoni - Erlebnisse jenseits des Tellers: Simone Zanoni, La Mamounia

„Für mich ist Hotellerie mehr als nur Essen – sie ist ein Erlebnis, bei dem Qualität, Innovation und Authentizität zusammenkommen und jeder Gast eine unvergessliche Erfahrung macht“, betont Zanoni.

So schafft er ein italienisches Fine-Dining-Erlebnis, das lokale Stammgäste und internationale Besucher gleichermaßen nach Rom entführt und die Gastronomie des historischen Hauses zukunftsweisend prägt. Jedes Gericht, jede Atmosphäre, jede kleine Geste ist darauf ausgelegt, den Gästen ein echtes Erlebnis in der Hotellerie zu bieten – voller Genuss, Kultur und Dolce-Vita-Flair.

Jeder Moment zählt: Dominik Sato und Fabio Toffolon, The Chedi Andermatt

Mit den Zwillingsbrüdern prägen zwei außergewöhnliche Talente die kulinarische Identität des exklusiven Hotels. Als Executive Chefs des mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten „The Japanese” sowie des mit einem Michelin-Stern prämierten „The Japanese at Gütsch” lassen sie sich von der Philosophie „Ichi-go Ichi-e” inspirieren – der Kunst, jeden Moment als einzigartig zu zelebrieren.

„Die Zukunft der Hotelgastronomie sehen wir in kompromissloser Qualität und Emotionalität. Gäste erwarten nicht nur kulinarische Exzellenz, sondern auch Erlebnisse, die berühren und im Gedächtnis bleiben“, betonen die beiden. Ihre Menüs sind ein Spiegel dieser Haltung: Von Balfego-Thunfisch mit Shishito-Paprika über Wagyu bis hin zu Black Cod mit Yuzu-Miso-Sauce zeigen sie, wie Spitzenprodukte aus aller Welt in filigranen Kompositionen und mit kreativer Leichtigkeit neu interpretiert werden. Saisonale Omakase-Menüs laden die Gäste ein, den Köchen zu vertrauen – und offenbaren eine Kulinarik, die weit über den Tellerrand hinausgeht.

„Unsere Vision ist eine Hotelgastronomie, die Genuss, Verantwortung und Weltoffenheit verbindet und so zu einem Ort wird, an dem Kulinarik mehr ist als Essen: ein Erlebnis, das inspiriert.“ Damit positionieren die Twins Andermatt als Ziel für internationale Feinschmecker und setzen neue Maßstäbe für die Zukunft der Hotellerie.

Dominik Sato & Fabio Toffolon vom The Chedi Andermatt. - Jeder Moment zählt: Dominik Sato und Fabio Toffolon, The Chedi Andermatt

Authentizität vor Trends: Victor Garcia, Cap Rocat

Im Cap Rocat, einem der begehrtesten Rückzugsorte des Mittelmeers, treffen in der majestätischen Kulisse einer Festung im Naturschutzgebiet Erholung und Kulinarik aufeinander. Küchenchef Victor Garcia verfolgt dabei eine klare Philosophie: „In einem High-End-Hotel ist es entscheidend, ein kulinarisches Erlebnis zu bieten, das höchste Qualität mit Flexibilität verbindet und zugleich den Charakter des Ortes widerspiegelt. Es muss tief in der lokalen Wirtschaft und den Traditionen verwurzelt sein, damit diese langfristig bewahrt werden können.“

Küchenchef Victor Garcia verfolgt im Cap Rocat eine klare Philosophie. - Authentizität vor Trends: Victor Garcia, Cap Rocat

Während viele Hotelrestaurants auf Mallorca versuchen, beliebte Trends wie Ceviche, Pizza oder Sushi zu kopieren, setzt Garcia bewusst auf Authentizität: „Wir tauschen Ceviche gegen Escabeche, Pizza gegen eine mallorquinische Coca und Sushi gegen frisch gegrillten lokalen Fisch.” Im Cap Rocat kann Garcia diese Philosophie in zwei Restaurants umsetzen: Der lässige Sea Club widmet sich konsequent der regionalen Küche, während das preisgekrönte Fine-Dining-Restaurant La Fortaleza traditionelle Gerichte neu interpretiert und kollektives Geschmackserbe mit kreativer Weiterentwicklung verbindet.

So spricht das Refugium sowohl die eigenen Gäste als auch externe Besucher an und stärkt zugleich die kulinarische Identität der Insel. Garcia betont: „Ein Ort sollte Authentizität ausstrahlen und gleichzeitig durch ästhetische Qualität hervorstechen – nur so entsteht ein wirklich einzigartiges Erlebnis.“

Community als Schlüssel: Sergio Solano, Palacio Solecio

Auch Sergio Solano, Küchenchef im Palacio Solecio in Málaga, unterstreicht die Bedeutung einer klaren Identität für die Zukunft der Hotelgastronomie. Das Boutique-Hotel liegt im Herzen der Altstadt und beherbergt mit Balausta ein Restaurant, das sich in einem prachtvollen Patio befindet und die andalusische Küche zeitgemäß interpretiert.

Für Solano liegt die Zukunft darin, Hotelgäste ebenso wie die lokale Gemeinschaft einzubeziehen: „Die Zukunft der Hotelgastronomie sollte sich nicht nur an Hotelgäste richten, sondern ebenso die lokale Gemeinschaft und Besucher anziehen – durch ein Angebot, das auf Authentizität, Nähe, Nachhaltigkeit und eine starke Verbindung zu unseren eigenen kulinarischen Traditionen setzt, ohne dabei auf Innovation und Kreativität zu verzichten. Unser Ziel ist es, unvergessliche Erlebnisse zu schaffen, die unsere Gäste dazu inspirieren, wiederzukommen und unsere Küche, unsere Kultur und die Menschen, die dies jeden Tag möglich machen, zu genießen. Dafür sind leidenschaftliche, engagierte Teams entscheidend, die stolz auf unsere Gastronomie sind und als wahre Botschafter für unsere Gäste wirken können.“

Damit positioniert sich Balausta als lebendiger kulinarischer Treffpunkt für Reisende und Einheimische gleichermaßen – ein Ort, an dem Andalusiens Traditionen gepflegt und zugleich kreativ weiterentwickelt werden.

Sergio Solano, Küchenchef im Palacio Solecio in Málaga. - Community als Schlüssel: Sergio Solano, Palacio Solecio

Quelle: Wilde & Partner Communications GmbH