Puntagorda liegt im Nordosten der Insel La Palma und ist bekannt für seine Steilküste und seine wunderschöne Landschaft. - Sommerurlaub auf La Palma hat weit mehr zu bieten als nur Badespaß
Kanaren, Kanarische Inseln

Sommerurlaub auf La Palma hat weit mehr zu bieten als nur Badespaß

Auf La Palma zeigt sich der Sommer von einer anderen Seite. Wer hierherkommt, sucht selten klassischen Strandurlaub. Stattdessen belohnt die Insel alle, die in Entdeckerlaune sind. Ob beim Wandern durch die eindrucksvollen Vulkanlandschaften, bei einer Tour zu den Sternen oder beim Feiern der lokalen Feste – La Palma hat weit mehr zu bieten als nur Badespaß.

Sommerfeste im Juli und August

Der Sommer auf La Palma ist eine Zeit der Feste. Den Auftakt macht Mitte Juli Tazacorte: Zu Ehren der Virgen del Carmen, der Schutzpatronin der Fischer, ziehen am 16. Juli 2026 geschmückte Boote in einer Seeprozession durch den alten Hafen. Wenige Tage später wird derselbe Hafen zur Konzertbühne: Beim „La Palma Live Urban Fest” steht am 31. Juli mit dem venezolanischen Salsa-Star Óscar D'León eine der großen Stimmen der lateinamerikanischen Musik auf der Plaza de las Islas Canarias.

Anfang August steht die Inselpatronin im Mittelpunkt. Am 5. August 2026, dem Festtag der Virgen de las Nieves und zugleich Inselfeiertag, pilgern viele Palmeros hinauf zum Real Santuario oberhalb von Santa Cruz, einem der ältesten Marienheiligtümer der Kanaren. Schon ab dem Vorabend ziehen Wallfahrer zum Heiligtum, am Festtag selbst finden feierliche Messen und eine Prozession statt.

Den Ausklang des Sommers übernimmt erneut Tazacorte: Beim Tazacorte Summer Fest am 29. August 2026 verbinden sich am Paseo, der direkt an der schwarzen Lavasandbucht liegt, Livemusik, lokale Gastronomie und Meeresbrise zu einem der entspanntesten Open-Air-Tage der Saison.

Im Zentrum der Insel La Palma liegt mit dem Nationalpark Caldera de Taburiente die größte Attraktion der sogenannten Schönen Insel.

Unterwegs zwischen Vulkanen und Wäldern

Wenige Inseln verdichten so viel Landschaft auf so kurzer Strecke. Grüne Lorbeerwälder, schwarze Lavafelder, tiefe Schluchten und Grate oberhalb der Wolken liegen auf La Palma oft nur wenige Kilometer auseinander.

An heißen Sommertagen liegt der schönste Weg im kühlen Schatten. Im Nordosten der Insel, bei San Andrés y Sauces, wächst mit dem Lorbeerwald von Los Tilos einer der letzten Reliktwälder Europas – ein Überbleibsel jener Wälder, die das Mittelmeer vor Jahrmillionen überzogen. Unter dem dichten Blätterdach, zwischen mannshohen Farnen, moosüberwachsenen Stämmen und dem ständigen Rauschen des Wassers bleibt es feucht und angenehm frisch.

Wer höher hinaus will, erlebt die Insel auch oberhalb der Wolken eindrucksvoll: Die Ruta de los Volcanes zieht sich über den Kamm der Cumbre Vieja, vorbei an Kegeln und Kratern, mit dem Wolkenmeer zur Linken und dem Atlantik zur Rechten. Im Herzen der Insel liegt zudem die Caldera de Taburiente, ein gewaltiger Erosionskessel mit bis zu 1.500 Meter hohen Wänden. Die klassische Tagestour steigt von Los Brecitos hinab, vorbei am Roque Idafe, bis zur Cascada de Colores, deren eisenhaltiges Wasser den Fels orange und ocker färbt.

Reise zu den Sternen

Wenn die Sonne im Atlantik versinkt, beginnt auf La Palma ein weiteres Abenteuer. Kaum eine andere Insel Europas eignet sich so gut für einen Blick nach oben. Die Lichter der Dörfer bleiben gedämpft, der 2.400 Meter hohe Roque de los Muchachos ragt über die Wolken und der Passatwind hält die Höhenluft klar. Dass auf diesem Gipfel eines der bedeutendsten Observatorien der Nordhalbkugel steht, ist daher kein Zufall.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 erreichen zudem die Perseiden ihren Höhepunkt – jener Meteorstrom, der jeden Sommer aus den Trümmern eines Kometen über den Himmel zieht. Dieses Jahr fallen sie mit dem Neumond zusammen, sodass der Himmel dunkel genug bleibt, um auch die schwächeren Bahnen zu erkennen. Wer sie sehen will, fährt hinauf: zum Llano del Jable und zum Pico de la Nieve.

Sommer für Abenteurer

Wer nach La Palma reist, kann eine andere Art von Sommerurlaub erleben: weniger eintönig, weniger vorhersehbar, näher an der Landschaft und den lokalen Rhythmen. Ein Tag kann am Hafen von Tazacorte beginnen, bei Meeresbrise, über erkaltete Lavafelder durch jahrhundertealte Lorberwälder führen und oberhalb der Wolken enden, unter Sternschnuppen über dem Atlantik.

Über La Palma

La Palma, auch bekannt als „la isla bonita” (die schöne Insel), ist mit 88.000 Einwohnern und einer Fläche von 708 km² die fünftgrößte und grünste Insel des Kanarischen Archipels. Von üppigen Wäldern bis hin zu steilen Klippen, hinter denen sich Strände mit schwarzem Sand verbergen, überrascht die Insel ihre Besucher mit ihren ökologischen Schätzen und ihrer außergewöhnlichen Landschaft.

La Palma wurde 2002 als erste Kanarische Insel zum Biosphärenreservat erklärt. Die Insel verfügt über eine Vielzahl geschützter Naturräume und im Landesinneren befindet sich der Nationalpark Caldera de Taburiente. Die bis ins Meer reichende Lava hat eine niedrige, felsige Küste mit kleinen Buchten geschaffen, die zwischen steilen Klippen versteckt sind. Aufgrund ihrer großen Höhe im Verhältnis zu ihrer geringen Fläche gilt La Palma als eine der höchstgelegenen Inseln der Welt. Die Insel verfügt über hohe Berge wie den Roque de los Muchachos. Dank des modernen Observatoriums, das über eines der modernsten und spektakulärsten Teleskope der Welt verfügt, ist er ein weltweiter Bezugspunkt für die Astrophysik.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.visitlapalma.es/de/.

Quelle: Visit La Palma c/o KLEBER GROUP