Schritt für Schritt: St. Anton am Arlberg in Tirol zu Fuß erleben
Mit Sonnenbrille auf der Nase, wohltuender Höhenluft in den Lungen und der beeindruckenden Kulisse der österreichischen Alpen ständig im Blick, geht es los. Mit dem Start der Sommersaison am 13. Juni 2026 ist St. Anton am Arlberg wieder wunderbar zu Fuß zu erkunden. Ob bei einem gemütlichen Spaziergang oder einer schweißtreibenden Trailrunning-Tour: Rund um das Tiroler Bergdorf decken 400 Kilometer markierte Wege fast jedes Tempo und jedes Konditionslevel ab.
Leichte Pfade, volles Bergerlebnis
Im Sommer verwandelt sich St. Anton am Arlberg in ein Geflecht vielseitiger Wanderpfade, von denen einige auch mit Kinderwagen begangen werden können. Besonders reizvoll sind Spaziergänge durch das autofreie Verwalltal, das sich unweit des Dorfzentrums befindet. Der Tourismusverband hat eine rund zehn Kilometer lange Route entwickelt, die nahezu eben ist. Sie führt vorbei an blühenden Wiesen und Wäldern und über eine 35 Meter lange Stahlseil-Hängebrücke, die den Fluss Rosanna überspannt.
Der Weg führt außerdem zum smaragdgrünen Verwallsee und wieder zurück. Unterwegs erzählen vier Sagenstationen von regionalen Mythen, beispielsweise vom Schatz auf Burg Arlen oder von der Hexe von Stiegenegg. Wer die Strecke abkürzen möchte, kann das öffentliche Verkehrsangebot nutzen. Zur Einkehr und um Tiroler Spezialitäten zu genießen, eignet sich die Wagner Hütte, ein ehemaliges Wärterhaus aus dem Jahr 1880.
Etwas kuscheliger wird es bei einem geführten Spaziergang mit den Lampakas des Möslihofs im Ortsteil St. Jakob am Arlberg.
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Vom Gehen zum Verstehen
Vier Themenwege laden Urlauber in St. Anton am Arlberg dazu ein, die Region zu entdecken und Neues zu lernen. Beim Bergbau Gand oberhalb von St. Jakob am Arlberg können Geschichtsinteressierte auf eigene Faust in den Alltag eines Erzbergwerks des 15. Jahrhunderts eintauchen. Jeden Donnerstag findet zudem eine geführte Rundwanderung (2 Stunden) zu den drei bergbaulichen Schauhütten und zu zwei Stollen statt. Auf den „Mutspuren” (2,5 Stunden, 5 Kilometer) am Galzig erfahren Besucher mehr über die Region und die Arlberg-Pioniere. Die Rundtour mit interaktiven Stationen und einem Wasserspielplatz ist bequem mit der Bergbahn erreichbar.
Senn’s WunderWanderWeg (2 Stunden 15 Minuten, 6,3 Kilometer) oberhalb von St. Anton vermittelt zwischen dem Maiensee in St. Christoph und der Sennhütte auf unterhaltsame Weise Wissen über Klimawandel und Naturschutz. Der Detektiv Trail (5 km) führt quer durch den Ort und ist eine Schnitzeljagd, bei der die Teilnehmer an 17 Stationen neues Wissen über die Stanzertaler Gemeinden und ihre Geschichten sammeln.
Viele Wege führen nach oben
400 Kilometer markierte Wege verlaufen durch die markante Bergwelt zwischen den Gipfeln Patteriol, Valluga, dem Hohen Riffler und der Eisenspitze. Dort finden sowohl erfahrene Tourengeher als auch Genusswanderer ihre passende Route. Die 6,5 Kilometer lange, mittelschwere Etappe zur Leutkircher Hütte beginnt beim Arlberg WellCom in St. Anton am Arlberg und führt in östlicher Richtung bis zur Nassereinbahn. Von dort aus erreichen Aktive nach etwa drei Stunden und 974 Höhenmetern über den Schönbach und einige steile Serpentinen auf einer Forststraße das Ziel am Lechtaler Hauptkamm. Noch mehr Kondition verlangt der Arlberg Trail: Auf 52 Kilometern (inklusive Seilbahnen) und 6.132 Höhenmetern verbindet der Weitwanderweg im Sommer in drei Tagesetappen St. Anton und St. Christoph in Tirol mit Stuben, Zürs und Lech in Vorarlberg.
Bis zum Gipfel
Gut ausgeschilderte Wege und Trails für jedes Niveau machen die Region St. Anton am Arlberg zum idealen Ziel für alle, die das Laufen im Gelände lieben – egal, ob Einsteiger oder Profi. Sport in den Bergen fördert das Herz-Kreislauf-System, denn das Einatmen der reinen Luft in Höhen zwischen 1.300 und 2.800 Metern wirkt sich gesundheits- und konditionsfördernd aus. Der Alpenrosenweg führt Trailrunner von St. Jakob am Arlberg aus auf rund 14 Kilometern bis zur Rendl-Bergstation. Mit 890 Höhenmetern in fünf Stunden ist diese mittelschwere Strecke eine sportliche Herausforderung für geübte Läufer. Der Blick auf leuchtende Alpenrosenhänge rundet das Erlebnis ab.
Unser Event-Tipp
Am 29. August 2026 heißt es beim „Arlberger Wadlbeisser” wieder „Sightseeing auf die harte Tour”. Angeheizt von DJ-Sounds, Moderator und Zuschauern, treten die Teilnehmer wahlweise auf einer sieben Kilometer langen Strecke mit 19 Hindernissen und 200 Höhenmetern oder auf einer 12,5 Kilometer langen Strecke mit 22 Hindernissen und 500 Höhenmetern an. Dank der Mischung aus Wettkampf- und „Just for Fun“-Wertung eignet sich der Hindernislauf auch für Freundesgruppen, Vereine oder Firmenevents.
Quelle: TVB St. Anton am Arlberg c/o AHM Kommunikation