Besonders fein genießen lässt es sich etwa auf Schloss Wackerbarth in Radebeul: Dort legten vor 190 Jahren französische Kellermeister den Grundstein für die erste Sektkellerei Sachsens, die gleichzeitig zu den ältesten Sektmanufakturen Europas zählt. - Sachsen feiert 190 Jahre Sekttradition in den Radebeuler Weinbergen
Sachsen, Deutschland

Sachsen feiert 190 Jahre Sekttradition in den Radebeuler Weinbergen

Sekt: Vier Buchstaben, die zusammen so herrlich prickeln. Sekt steht für Leidenschaft und Lebensfreude. Er ist die Veredelung des Weins und ein moussierender Begleiter der besonderen Momente des Lebens. In Deutschland hat Schaumwein eine lange Tradition – besonders fein genießen lässt er sich im sächsischen Radebeul bei einer der ältesten Sektmanufakturen Europas.

Sächsische Genusstradition seit 1836

Die Geschichte des Schaumweins im Elbtal begann im Jahr 1836 inmitten der Radebeuler Weinberge, nur einen Katzensprung von Dresden entfernt. Dort schlossen sich drei findige Weingutsbesitzer zusammen und gründeten die erste sächsische Manufaktur für moussierende Weine.

Die notwendige Expertise holten sie sich direkt aus Frankreich: Ihr erster Kellermeister, der aus Reims stammende Sektexperte Johann Joseph Mouzon, brachte die Kunst der klassischen Flaschengärung ins „Nizza Sachsens“. Damit legte er vor 190 Jahren den Grundstein für eine der ältesten Sekttraditionen Europas, die bis heute von Schloss Wackerbarth bewahrt und fortgeführt wird.

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Genussmomente im Jubiläumsjahr

Nach dem Vorbild von Monsieur Mouzon vermählen die Radebeuler Kellermeister noch heute ausgewählte sächsische Trauben zu prickelndem Genuss. Und das mit Erfolg: Schloss Wackerbarth in Sachsen genießt den Ruf, einer der führenden Sekterzeuger Deutschlands zu sein, und wird national wie international regelmäßig für seine klassischen Flaschengärsekte ausgezeichnet.

Die "Hommage 1836" beispielsweise, eine Reminiszenz an den Beginn der sächsischen Sektgeschichte, wurde im vergangenen Jahr beim "Meiningers Deutscher Sektpreis" zum besten trockenen Sekt Deutschlands gewählt. Ob bei einer Sektführung durch die Manufaktur, bei einem Menü im Gasthaus oder bei entspannten Stunden auf den Sonnenterrassen der barocken Anlage – mit seinen Kreationen lädt das Erlebnisweingut in diesem Jahr dazu ein, auf das Jubiläum „190 Jahre Sekttradition in Sachsen“ anzustoßen.

Wer Sekt nur zum Anstoßen kennt, weiß oft gar nicht, dass er sich auch hervorragend als Begleitung zu einem Menü eignet. Jürgen Aumüller, Kellermeister bei Wackerbarth, empfiehlt zu Vorspeisen gern junge, frische Sekte wie einen animierenden Riesling Brut. Zu Hauptgerichten passt ein Sekt, der mehrere Jahre klassisch in der Flasche gereift ist, zum Beispiel ein Pinot Brut oder Rosé Brut. Zum Dessert darf es dann ein aromatischer Sekt mit etwas mehr Restsüße sein, zum Beispiel ein Traminer- oder Scheurebe-Jahrgangssekt. „Sekt ist ein wunderbarer Begleiter“, sagt Aumüller, „wenn man ihn nur lässt.“

Quelle: Sächsisches Staatsweingut GmbH c/o DJD deutsche journalisten dienste GmbH & Co. KG