Regenzeit, Ernte und Fischzüge: So anders tickt die Uhr auf Príncipe
Während hierzulande der Winter Einzug hält und mancherorts bereits Schneedecken die Landschaft zieren, gibt es im Golf von Guinea ein wenig bekanntes Naturparadies, in dem die Jahreszeiten keine Rolle spielen. Knapp nördlich des Äquators kennt die Insel Príncipe keine Jahreszeiten wie in Europa. Den Rhythmus bestimmen Regenphasen, Ernten und Fischzüge. Ein Bauer erkennt den Wandel beispielsweise an der Feuchtigkeit der Erde, ein Fischer an den Strömungen und den Rufen bestimmter Seevögel.
Das klimatische Zeitgefüge der Insel
Obwohl die Temperaturen ganzjährig zwischen 25 und 27 °C liegen, ist das Leben auf der Insel alles andere als gleichförmig. Auf Príncipe wechseln sich eine lange Regensaison von Oktober bis Mai und eine Trockenzeit, die sogenannte „Gravana“, von Juni bis September ab. Für zusätzliche Nuancen sorgen Zwischenphasen wie die mildere „Gravanito“ im Dezember und Januar oder kurze Regenabschnitte zwischen August und September. Zwischen Mai und Dezember färbt ein nährstoffreicher Auftrieb, das sogenannte Upwelling, das Wasser in tiefere Blautöne und lockt Schwärme von Thun- und Schwertfischen an.
Von August bis November erreichen die Fangmengen ihren Höhepunkt – für viele Küstenfischer in Prao- oder Carrioco-Booten ist dies die wichtigste Zeit des Jahres. Auf dem Land lassen die fruchtbaren Böden Kakao, Maniok, Taro, Mais und eine Vielzahl tropischer Früchte gedeihen. Ananas, Avocados, Bananen, Papayas und Mangos leuchten in satten Farben, während Passionsfrüchte ihren süß-säuerlichen Duft verströmen. Besonders ertragreich ist das feuchte Ende der Hauptregenzeit ab März, wenn der Kakao in bester Qualität reift. Grundnahrungsmittel wie Maniok und Taro werden nach Regenphasen gepflanzt und während der Gravana geerntet. Jede Kulturpflanze hat ihren Platz im natürlichen Jahreslauf – und mit ihr die Feste, Märkte und Gerüche, die sie begleiten.
Besondere Erlebnisse mit der Príncipe Collection
Die Gäste der Príncipe Collection, einer Auswahl nachhaltiger Boutiquehotels, die tief mit der Natur, Kultur und den Bewohnern der Insel verbunden sind, erleben den sanften Naturwechsel hautnah. Umgeben von Regenwald sind die Unterkünfte in die reiche Vielfalt der Regenwaldfrüchte eingebettet. Im Rahmen des Erlebnisprogramms der Hotels können Reisende gemeinsam mit einheimischen Guides Kakaoplantagen entdecken, den bittersüßen Geschmack der Früchte kennenlernen und tief in die Geschichte der Inseln eintauchen.
Von Februar bis April haben Gäste die Gelegenheit, an den Stränden mitzuerleben, wie winzige Meeresschildkröten aus dem Sand schlüpfen und ihren ersten Weg ins Meer antreten. Mit etwas Glück erhascht man auf einer Bootstour zwischen Juli und Oktober sogar einen Blick auf die majestätischen Buckelwale, die an Príncipe vorbeiziehen. Im Vordergrund steht dabei immer der Grundgedanke von HBD Príncipe: Tourismus darf nicht stören, sondern soll bewahren, verbinden und inspirieren.
Über HBD Príncipe
Durch vulkanische Aktivitäten sind einst vor der Westküste Afrikas die Inseln São Tomé und die kleinere Schwesterinsel Príncipe entstanden. Früher vor allem für den Export von Kakao bekannt, ist das grüne Naturparadies und UNESCO-Biosphärenreservat Príncipe heute vom Tourismus noch relativ unberührt. In den Príncipe Collection Hotels Sundy Praia, Roça Sundy und Bom Bom auf Príncipe sowie dem Schwesterhotel Omali Lodge auf São Tomé können Gäste Geschichte und Kultur, artenreiche Regenwälder und ruhige Strände genießen. Über allem steht das Ziel, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung von Príncipe nachhaltig zu unterstützen und ein Vorbild für Tourismus und Entwicklung weltweit zu sein.
Quelle: HBD Príncipe c/o crystal communications GmbH