Stechmücken der Gattung Aedes, wie die Gelbfiebermücke, können das Dengue-Fieber übertragen. Mückenschutz ist deshalb die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme. - Ratgeber: Mit dem richtigen Schutz entspannter reisen
Deutschland

Ratgeber: Mit dem richtigen Schutz entspannter reisen

Der lang ersehnte Kreuzfahrturlaub in tropische Gebiete steht bevor und die Vorfreude auf sonnige Tage und neue Eindrücke ist groß. Doch schon ein einziger Mückenstich während eines Landgangs kann genügen, um sich mit dem Dengue-Virus zu infizieren. Und das kann schwerwiegende Folgen haben: Nicht umsonst wird das Dengue-Fieber wegen der teils extrem starken Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen umgangssprachlich auch „Knochenbrecher-Fieber“ genannt. Besonders bei Kindern oder Menschen mit Begleiterkrankungen sind schwere Verläufe möglich. Sowohl Erst- als auch Zweitinfektionen mit dem Virus können tödlich verlaufen.

Nicht nur Fernreisen bergen Risiken: Eine Dengue-Infektion ist auch in Europa möglich

Das Dengue-Virus wird von weiblichen Stechmücken übertragen, in Europa vor allem von der tagaktiven asiatischen Tigermücke. Zwar kommt Dengue überwiegend in tropischen und subtropischen Gebieten vor, doch die Krankheit breitet sich zunehmend auch in Europa aus. So gab es im Jahr 2024 mehr als 300 Dengue-Fälle in Frankreich, Spanien und Italien, die von dort lebenden Mücken lokal übertragen wurden. Dengue tritt hauptsächlich in Fernreiseländern auf, aber gelegentlich auch in beliebten europäischen Reisezielen.

In Deutschland gab es bisher keine Ausbrüche, doch die asiatische Tigermücke ist bereits in einigen Gebieten heimisch. Zudem ist die Zahl der gemeldeten reiseassoziierten Dengue-Infektionen höher als gedacht: Im Jahr 2024 überstieg sie mit 1 717 gemeldeten Fällen die Zahl der lokal in Deutschland übertragenen FSME-Fälle (686) um mehr als das 2,5-Fache.

Wichtigster Schutz: Mückenstiche vermeiden!

Um sich auf Reisen vor dem Dengue-Virus zu schützen, ist die Vermeidung von Mückenstichen der beste Weg. Weitere Informationen sind unter www.dengue.de zu finden.

Die Top-3-Tipps sind

  1. Helle, langärmlige Kleidung tragen
  2. Mückenabwehrende Mittel (Repellentien) mit DEET oder Icaridin auf die Haut auftragen sowie Kleidung mit Insektiziden imprägnieren. Diese sind u. a. in der Apotheke erhältlich
  3. Fliegengitter und Moskitonetze verwenden sowie Klimaanlagen nutzen (kühle Luft macht Mücken stechfaul).

Das Landesgesundheitsamt Bayern empfiehlt beispielsweise, sich nach einer Reise in ein Dengue-Risikogebiet noch 14 Tage lang auch zu Hause gut vor Mückenstichen zu schützen. Denn bei einem symptomlosen Verlauf kann man das Virus unwissentlich weitergeben. Wird man in dieser Zeit von einer hier heimischen asiatischen Tigermücke gestochen, kann sie bei der nächsten Blutmahlzeit das Virus an weitere Menschen übertragen. Ein guter Mückenschutz während und nach der Reise kann dieses Szenario verhindern. Es wird empfohlen, sich einige Monate vor der Reise in einer Hausarzt- oder Reisemedizin-Praxis beraten zu lassen.

Quelle: m:werk c/o DJD Deutsche Journalisten Dienste GmbH & Co. KG