Potsdam: Im Fokus der Filmwelt
Mit der Eröffnung des Internationalen Studierendenfilmfestivals Sehsüchte wird Potsdam 2026 erneut zum Treffpunkt der Filmwelt. Hier kommt Filmkultur aus aller Welt zusammen – zwischen historischen Kulissen, modernen Studios und einer lebendigen Filmszene. Hier vereinen sich kreative Handschriften, gesellschaftliche Themen und internationale Perspektiven.
Als „UNESCO Creative City of Film” und Standort von Studio Babelsberg sowie der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF zeigt die Stadt einmal mehr, warum sie zu den bedeutendsten Filmstandorten Europas zählt.
In den kommenden Wochen folgen mit dem Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg und dem Green Visions Potsdam zwei weitere Festivals, die das filmische Frühjahr prägen werden. Gemeinsam spiegeln sie die Vielfalt der Filmstadt wider – von jungen Talenten über kulturelle Perspektiven bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen.
Sehsüchte – Filmnachwuchs mit internationaler Strahlkraft
Vom 22. bis 26. April 2026 findet das Internationale Studierendenfilmfestival Sehsüchte statt. Es wird von Studierenden der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF organisiert und gilt als eines der größten internationalen Festivals für den Filmnachwuchs in Europa.
Unter dem Motto „Was bleibt übrig?” richtet die 55. Ausgabe den Blick auf zentrale Fragen unserer Zeit: Was bleibt – von Ideen, von Gewissheiten, von Zukunftsentwürfen? Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft setzen sich die Filme und Formate mit gesellschaftlichen und persönlichen Umbrüchen auseinander und eröffnen neue Perspektiven auf eine komplexe Welt.
Das Festival bringt frische Stimmen auf die Leinwand: Mutige Erzählformen, experimentelle Ansätze und internationale Perspektiven prägen das Programm. Gleichzeitig wird Potsdam selbst zur Bühne: Mit Spielorten wie dem Waschhaus Potsdam, dem T-Werk, dem Hans-Otto-Theater, dem Filmmuseum Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF verbindet Sehsüchte unterschiedliche Orte der Stadt und schafft Raum für Austausch, Begegnung und Diskussion.
Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg – Film als kultureller Dialog
Vom 5. bis 10. Mai 2026 zeigt das JFBB in Potsdam, Berlin und der Region ein vielseitiges internationales Programm. In Potsdam sind das Filmmuseum Potsdam und das Thalia – Das Programmkino in Babelsberg zentrale Spielorte. Als größtes jüdisches Filmfestival Deutschlands eröffnet es Einblicke in jüdische Lebensrealitäten weltweit – zwischen Vergangenheit, Gegenwart und aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen.
Im Mittelpunkt stehen die beiden Wettbewerbe für Spiel- und Dokumentarfilme, die durch Kurzfilme und thematische Reihen ergänzt werden. Das Festival bringt unterschiedlichste filmische Handschriften zusammen – von großen Produktionen bis zum Arthouse-Kino – und erzählt dabei auch Geschichten, die selten im Fokus stehen.
Green Visions Potsdam – Kino als Impulsgeber für Veränderung
Vom 28. bis 31. Mai 2026 rückt das Festival aktuelle Fragen der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt. Unter der Leitung von Dieter Kosslick widmete sich das Festival in diesem Jahr insbesondere der Zukunft von Architektur und Bauen – ein Thema, das sowohl in filmischen Perspektiven als auch in Diskursformaten aufgegriffen wurde. Green Visions Potsdam wird von der Landeshauptstadt Potsdam unterstützt.
Zentrales Festivalzentrum ist das Filmmuseum Potsdam, während die Filmvorführungen auch in verschiedenen Kiezkinos der Stadt stattfinden und so unterschiedliche Orte miteinander verbinden. Gezeigt werden Filme aus verschiedenen Genres, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen beleuchten und neue Perspektiven auf globale Entwicklungen eröffnen. Zur Festival-DNA gehören außerdem Gespräche mit führenden Wissenschaftler:innen und Expert:innen sowie der Markt für nachhaltiges Leben vor dem Filmmuseum.
Die drei Festivals zeigen, wie Film in Potsdam gedacht und gelebt wird: als Kunstform, als Diskurs und als Einladung, die Welt aus neuen Perspektiven zu betrachten.
Quelle: Potsdam Marketing und Service GmbH