Partner für Berlin kürt die Berliner Meisterköche 2025
Berlin vereint Vielfalt, kulturelle Einflüsse und kreative Energie wie kaum eine andere Stadt – und das zeigt sich sehr lebendig in seiner Gastronomie. Zwischen Sterneküche und Streetfood, Fine Dining und Kiezlokal, nachhaltigen Konzepten und kulinarischer Avantgarde gibt es hier eine kulinarische Welt, die Berlin zu einer der spannendsten Food-Metropolen Europas macht.
Mit den Berliner Meisterköchen 2025 würdigt „Partner für Berlin” erneut herausragende Persönlichkeiten und Konzepte, die für das stehen, was Berlin gastronomisch einzigartig macht: Mut zum Experiment, Respekt vor Produkt und Handwerk sowie die Fähigkeit, Tradition und Zeitgeist zu verbinden. Bei der feierlichen Gala-Ehrung im cineastischen Ambiente des Filmtheaters Colosseum in Prenzlauer Berg wurden die besten Köpfe der Berliner Gastronomie in den folgenden Kategorien ausgezeichnet: „Berliner Meisterkoch“, „Aufsteiger des Jahres“, „Berliner Gastgeber“, „Berliner Szenerestaurant“, „Berliner Kiezmeister“, „Berliner Barkultur“ und „Gastronomischer Innovator“.
Die Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey sagte dazu: „Berlin ist ein Ort, an dem Weltoffenheit auf kulinarische Innovation und Handwerkskunst trifft. Genau das zeigen unsere Berliner Meisterköche auch dieses Jahr wieder aufs Neue. Die Preisträgerinnen und Preisträger verkörpern das, was unsere Stadt ausmacht: Kreativität, Ideenreichtum und den Mut, immer wieder Neues zu wagen. Sie stehen für eine Gastronomie, die Genuss auf höchstem Niveau bietet und gleichzeitig Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeberin und Aushängeschild unserer Stadt ist. Ich gratuliere ihnen herzlich zu dieser Auszeichnung und danke zugleich allen, die den Wettbewerb mitgestalten und damit zeigen, wie lebendig, vielfältig und wirtschaftsstark die Berliner Gastronomie ist.“
Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Partner für Berlin, fügt hinzu: „Die Berliner Meisterköche stehen wie kaum ein anderes Format für die Vielfalt, Kreativität und Strahlkraft unserer Stadt.
Sie würdigen nicht nur exzellente kulinarische Leistungen, sondern auch die Menschen, die mit Leidenschaft und Innovationsgeist die Hauptstadt prägen. Die Gastronomie ist und bleibt ein wichtiger Botschafter für Berlin – sie verbindet kulturelle Vielfalt mit Lebensfreude und Wirtschaft. Heute feiern wir nicht nur die Berliner Gastronomie und ihre herausragende Küche, sondern vor allem diejenigen, die durch ihre Kochkunst und Gastfreundschaft unsere Stadt zu einem besonderen Ort machen.“
Die Ausgezeichneten
Die Auszeichnung „Berliner Meisterkoch 2025“ geht an Nicholas Hahn aus dem Cookies Cream
Aus der Begründung der Jury: Die Auszeichnung „Meisterkoch“ ehrt die Idee hinter dem Teller. Sie zeichnet ein gesellschaftliches Gespür aus. Kreativität. Und die Materialisierung und Übersetzung in die Sprache der Kulinarik durch Expertise. Kochkunst ist Kunst.
Nicholas Hahn ist ein Künstler. Bereits 2018 wurde er bei den Berliner Meisterköchen zum Aufsteiger gekürt. Seit August 2023 leitet er die Küche des Cookies Cream, dem ersten vegetarischen Restaurant mit Michelin-Stern. Wo früher im gut versteckten Hinterhof Party gemacht wurde, werden jetzt auf höchstem Niveau Menüs serviert. An der Wand steht „Ficken“, auf den Tellern gibt es vegetarisches Fine-Dining – das ist Berlin!
Mit seiner ganz eigenen Tellersprache voller Eleganz, Poesie sowie spannender Kontraste von Texturen und Aromen hat er die Jury von seinem Talent, seiner kulinarischen Intelligenz, seiner technischen Perfektion und seiner Vision überzeugt.
Aufsteiger des Jahres 2025
Den Titel „Aufsteiger des Jahres 2025” erhält Jeff Claudio aus dem Stoke. Die Begründung der Jury lautet: „Das Stoke ist eine der spannendsten Neueröffnungen der Berliner Gastronomie und verdient den Titel ‚Aufsteiger des Jahres 2025‘, weil es mit handwerklicher Präzision, internationalem Format und kreativer Eigenständigkeit ein kulinarisches Erlebnis schafft, das noch lange nachwirkt.“ Küchenchef Jeff Claudio, der bereits in gefeierten Restaurants weltweit tätig war, hebt gemeinsam mit einem Team aus Top-Talenten ein scheinbar simples Konzept – japanisches Yakitori, gegrillte Hühnerspieße – auf ein neues kulinarisches Niveau. Das Geheimnis? Erfahrung, überragende Produktkenntnis, ein kompromissloser Nose-to-Tail-Ansatz, verbunden mit einem unverrückbaren Fokus auf beste Zutaten und exzellente Zubereitung. Und dem entsprechenden, maßgefertigten Handwerkszeug, wie dem zentral inszenierten Binchotan-Grill.
Das minimalistisch-elegante Interior-Design, die von Mitinhaberin Jessica Tan kuratierte Naturwein-Auswahl und die Weltklasse-Drinks von Adam Tudoret machen das Stoke zu einem Gesamterlebnis mit Metropolenflair. Zu Recht hat es sich in Windeseile zum neuen kulinarischen Fixpunkt der Stadt entwickelt. Ein Restaurant wie ein Geschenk für Berlin und seine internationalen Gäste.
Berliner Gastgeberin 2025
In der Kategorie „Berliner Gastgeberin 2025” fiel die Wahl der Jury auf Jana Kämpfer von der Manon Brasserie Nouvelle. Aus der Begründung der Jury: Sie ist keine gewöhnliche Gastgeberin. Eher Animateurin, Therapeutin, gar Flickenteppich-Genie in einer Vielzahl zusammenhängender Restaurants.
Golden Phoenix, Funky Fisch, 893 Ryotei – zuletzt Manon und der exklusive Salon Le Duc: Alle diese Restaurants stammen von Kant-König The Duc Ngo. Seit fast 20 Jahren steht sie Duc zur Seite. Gemeinsam haben sie an 21 Restaurantkonzepten gearbeitet. Sie springt von Restaurant zu Restaurant. Wenn ein neuer Laden eröffnet wird, steht sie dort an vorderster Front. Im „Golden Phoenix“ war sie schnippisch, im „893“ schon souverän, im „Funky Fisch“ richtig cool und wenn der nächste Laden öffnet, ist sie auf und davon. So wie jetzt im Manon, der neuesten Eröffnung. Jetzt zeigt sich ihre ganze Erfahrung und Klasse. Sie treibt das Team an, tanzt mit den Gästen, bemerkt jeden Fehler und korrigiert ihn sofort. Auch das zeichnet eine große Gastgeberin aus.
Berliner Szenerestaurant 2025
Das „Berliner Szenerestaurant 2025“ ist in diesem Jahr das Restaurant Luna D'Oro im Clärchens Ballhaus. In der Begründung der Jury heißt es: „Vermutlich denkt bei Szenerestaurant erstmal keiner an einen Laden, in dem auch eine rüstige Rentnerrunde den 70. Geburtstag mit Wunderkerzen feiert.”
Doch im Luna D'Oro wird Szene breit gedacht – oder sogar neu erfunden. Hier sitzen Jung und Alt, Touristen und Berliner, Familien und Clubgänger, weil sich alle in dieser einzigartigen Atmosphäre wohlfühlen. Sie erinnert nicht zufällig an Babylon Berlin. Das Luna D'Oro ist ein lebensfroher, offener Ort für alle. Blasen-Denken und Ausgrenzung werden abgelehnt, und niedrigschwellig ist es ohnehin.
Denn für sehr faire Preise gibt es einfache Gerichte, die trotzdem clever sind, weil jede Menge Handwerk und Geschichte darin einfließen. Berliner Geschichte, deutsche, ostdeutsche und die persönliche Geschichte von Küchenchef Tobias Beck, der gerne alte Rezepte recherchiert.
Berliner Kiezmeister 2025
Der „Berliner Kiezmeister 2025“ ist das Adana Grillhaus in Kreuzberg. Aus der Begründung der Jury: Fragt man Köchinnen und Köche, wo sie gerne essen gehen, wenn sie nach Feierabend noch etwas erleben wollen, kommt erstaunlich oft die Antwort: ins Adana Grillhaus in der Audre-Lorde-Straße. Die Holzkohlen glühen hier fast rund um die Uhr. Noch weit nach Mitternacht werden hier jeden Tag Zwiebeln gehobelt und mit Zitrone und Sumach gewürzt, Fladenbrote, Tomaten und scharfe Spitzpaprika auf die glühenden Grillstäbe gelegt, während nebenan die Spieße mit Lammkebab brutzeln.
Das Adana Grillhaus ist ein Familienbetrieb seit über 30 Jahren und längst eine Institution in Kreuzberg. Das liegt auch an der enormen Beständigkeit der Betreiber: Sie haben jeden Tag geöffnet und tischen jeden Tag Mezze-Platten mit Hummus und Cacık auf. Jeden Tag werden Lammchops, Hühnerflügel und Kotelett gegrillt und hinterher Künefe zum Mokka serviert. Neben Rakı gibt es eine große Auswahl an türkischen Weinen.
Berliner Barkultur 2025
Die Auszeichnung für die „Berliner Barkultur 2025” geht an Dustin Franke (Bademeister, Bar Nonno, Lamm Bar, Mausi, Torte). Aus der Begründung der Jury: „Eine Bar ohne Community ist einfach nur ein Ort, der Getränke verkauft.” Die Bars, die Dustin Franke in Berlin eröffnet und betreibt, sind stets lebendige dritte Orte. Ob die „Torte“ in Neukölln, der „Bademeister“ in Weißensee oder das „Lamm“ im Prenzlauer Berg – es geht stets um Gemeinschaft, um Nachbarschaft, um Inklusion und Diversität und natürlich um Genuss dank großartiger Drinks zu einem erschwinglichen Preis. Die Herzlichkeit seiner Teams fußt auf einer Arbeitskultur, die von Mitbestimmung und Mitgestaltung geprägt ist – bis hin zu Betrieben, die von langjährigen Mitarbeitenden gemanagt und geführt werden. So ist binnen eines Jahrzehnts ein kleines Biotop gewachsen, das Abend für Abend Barkultur bietet – niedrigschwellig und auf hohem Niveau.“
Gastronomischer Innovator 2025
In der Kategorie „Gastronomischer Innovator 2025“ fiel die Wahl der Jury auf Vadim Otto Ursus Henselder. Die Jury begründet ihre Wahl wie folgt: Erst die kluge, aber nie belehrende Produktküche im „Otto“, dann das stets lebendige, leibspeisenselige „Neo-Wirtshaus Trio“ und nun die unaufgeregt zeitgenössische Weinbar „Pluto“, die sich auch als Nachbarschaftskneipe versteht – Vadim Otto Ursus Henselder hat nicht nur verstanden, dass sich die Stadtgesellschaft nach zugewandten, auch niederschwelligen kulinarischen Konzepten sehnt. Der noch immer junge Koch und Gastronom findet auch in den beiläufigsten Momenten – bei einem frisch gezapften Bier an der Bar oder seinem selbst gemachten Wildschweinschinken aus der Schorfheide – zu einer Exzellenz, die uns Gäste umarmt. Statt eine Geschäftsidee oder ein Restaurantkonzept zu skalieren, hat Vadim Otto Ursus lieber seine Auffassung von Gastgeberschaft – und damit auch von Arbeitgeberschaft – skaliert. Er hat Orte geschaffen, an denen es sich unter Freundinnen und Freunden arbeitet.
Ein Gefühl, das sich auch auf die Gäste überträgt.
Der Abend der diesjährigen Preisverleihung fand im traditionsreichen Filmtheater Colosseum Berlin statt, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1924 Berliner Kulturgeschichte atmet. Das Motto „Maîtropolis” ist eine Hommage an den Stil und die Eleganz jener Zeit, in der das Colosseum erbaut wurde. Die 300 geladenen Gäste sowie die Preisträger wurden dabei von den Gewinner-Restaurants des vergangenen Jahres bekocht, darunter das Sternerestaurant Loumi sowie Dr. & Dr., Veronika, Michelberger und Domäne Dahlem.
Der Experten-Jury gehören die folgenden Jurorinnen und Juroren an
- Dr. Stefan Elfenbein, Vorsitzender der Jury, Autor für die Magazine „Der Feinschmecker“ und „Foodie“
- Tina Hüttl, Berliner Zeitung
- Felix Denk, Redakteur des Tagesspiegel
- Prof. Dr. Dieter Großklaus, „Chaîne des Rôtisseurs“ (Ehrenpräsident)
- Lorraine Haist, freie Journalistin und Autorin für verschiedene Zeitungen und Magazine
- Stefanie Hofeditz, freie Journalistin, B.Z.
- Alexandra Laubrinus, Geschäftsführerin der Berlin Food Week
- Clemens Niedenthal, Redakteur des Tip und Ressortleitung Food
- Nikolas Rechenberg, Gourmetwelten
- Annika Schönstädt, stellvertretende Chefredakteurin, Travelzoo Germany
- Dr. Erwin Seitz, freier Journalist, Buchautor und Gastronomiekritiker
- Jan-Peter Wulf, Fachjournalist und Gründer von nomyblog
Die bisherigen Preisträger der Berliner Meisterköche seit Beginn der Ehrung im Jahr 1997 werden in einer Chronik veröffentlicht. Weitere Informationen zum Projekt „Berliner Meisterköche” sowie die Historie erhalten Sie unter: www.berliner-meisterkoeche.de.
Seit 1997 zeichnet Berlin Partner jährlich die besten Köche der Hauptstadt aus. Mit dieser Ehrung profiliert Berlin Partner die gehobene Restaurantkultur und die Vielfalt der Gastronomieszene der Hauptstadt als wichtigen Wirtschaftsfaktor und Aushängeschild der Stadt.
Bisher wurden mehr als 160 Köche und Gastronomen in den verschiedenen Kategorien der Berliner Meisterköche ausgezeichnet. Zu den ehemaligen Preisträgern gehören unter anderem Sonja Frühsammer, Tim Raue, Max Strohe und Sebastian Frank.
Die unabhängige Jury aus Berlins führenden Food-Journalisten und -Kennern bewertet neben der Qualität der Kochkunst auch die Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen, den Service und das Ambiente.
Quelle: Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH