Neue Kulturdenkmaltafeln in Jena sind erster Meilenstein des touristischen Leitsystems
In der Jenaer Innenstadt werden künftig neue gläserne Kulturdenkmaltafeln über die Geschichte bedeutender Gebäude und Orte informieren. Mit der nahezu abgeschlossenen Montage der Tafeln wurde ein erster wichtiger Abschnitt des neuen touristischen Leitsystems der Lichtstadt Jena umgesetzt. Die zweisprachigen Informationstafeln vermitteln die wichtigsten Informationen direkt vor Ort.
Die Inhalte der 52 Kulturdenkmaltafeln und neun Infostelen wurden gemeinsam mit der Denkmalpflege und der Stadthistorikerin erarbeitet. Neben den Informationen in Deutsch und Englisch auf den Tafeln und Stelen führen QR-Codes zu ergänzenden digitalen Inhalten mit weiterführenden Informationen. Zusätzlich wurden zwei QR-Codes in den Pflastersteinen am Hanfried und am Karmelitenkloster verankert. Die Inhalte sind unter kulturdenkmale.visit-jena.de erreichbar.
Das neue Leitsystem wurde vom Tourismusmarketing von JenaKultur, dem Fachdienst Stadtentwicklung der Stadt Jena und dem Kommunalservice Jena (KSJ) gemeinsam entwickelt. Die Konzeption wurde mit Städtebaufördermitteln finanziert. Das Berliner Designbüro minigram gestaltete das Erscheinungsbild. Mit entspiegeltem Glas wird dabei bewusst die Tradition Jenas als Stadt der Optik und des Glases aufgegriffen. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess flossen unter anderem die Anregungen des Seniorenbeirats, des Beirats für Menschen mit Behinderung sowie des Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung ein.
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„Mit dem neuen touristischen Leitsystem entsteht in den kommenden Jahren ein modernes Orientierungssystem, das hochwertige Gestaltung, digitale Informationen und die Geschichte der Lichtstadt Jena miteinander verbindet”, betont Hemmi Eckardt, Leiterin des Bereichs Tourismus/Convention bei JenaKultur.
Grundlage dafür sind die Daten der Thüringer Content Architektur Tourismus (ThüCAT). „Digitale Daten entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie Menschen erreichen und die Orientierung beim Besuch einer Stadt somit einfacher und informativer machen. Die ThüCAT als unsere gemeinsame touristische Datenbank trägt im Kontext der Kulturerlebnisse in Jena genau dazu bei. Mit den neuen QR-Codes werden die Kulturdenkmale direkt mit Informationen aus dem touristischen Umfeld verknüpft“, sagt Christoph Gösel, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH.
Mit den Kulturdenkmaltafeln ist das Gesamtprojekt jedoch noch nicht abgeschlossen. Als nächste Schritte sollen zwei große Orientierungsstelen an den Bahnhöfen Jena Paradies und Jena West installiert sowie das neue touristische Fußgängerleitsystem umgesetzt werden. Die Ausschreibung soll noch in diesem Jahr durch den Kommunalservice Jena erfolgen. Die neuen Wegweiser werden Besucherinnen und Besucher künftig zu Sehenswürdigkeiten, Museen und weiteren touristischen Zielen führen. Die Orientierungsstelen bieten an den Bahnhöfen einen ersten Überblick über die Innenstadt und ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Quelle: JenaKultur Tourist-Information/Marketing