Mit dem Gravelbike durch den Naturpark Rhein-Westerwald
Entspannt im lauschigen Flusstal der Wied rollen, von den Höhen des Naturparks Rhein-Westerwald weite Ausblicke genießen und nicht zuletzt auf rauen Schotterpisten im Gelände ordentlich Staub aufwirbeln: Wer mit dem Gravelbike alle Möglichkeiten ausreizen will, findet im Wiedtal vier neue, abwechslungsreiche Rundtouren. Pünktlich zur Veröffentlichung im vergangenen Jahr wurde das Projekt für den Rheinland-Pfälzischen Tourismuspreis 2025 in der Kategorie „Innovation des Jahres” nominiert und erreichte eine Top-3-Platzierung.
„Wir haben die Routen bewusst kürzer gehalten, zwischen 30 und 50 Kilometern“, erklärt Florian Fark, Geschäftsführer des Touristik-Verbands Wiedtal in Waldbreitbach. „Sie sind aber so platziert, dass man sie ideal zu Bike-Packing-Touren im Naturpark Rhein-Westerwald kombinieren kann. Und ordentlich Höhenmeter gehören im Mittelgebirge natürlich immer dazu.“ Da es auf den Routen wenige Wurzelpassagen oder Trails gibt, sind sie auch mit dem E-Mountainbike gut zu befahren.
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Heiliger Schotter
Rechtsrheinisch im Norden von Rheinland-Pfalz, zwischen Koblenz und Bonn, verlaufen die Gravelbike-Rundtouren durch vielfältige Landschaften. Die „Sechs-Bäche-Tour” führt über Wald- und Wiesenwege durch romantische Bachtäler und hinauf zu aussichtsreichen Mittelgebirgsebenen, wobei gut tausend Höhenmeter überwunden werden. Die „Wied-Heights“ verbindet majestätische Wälder und moderate Anstiege zwischen Roßbach und Rengsdorf. Bei der Tour „Schottern durchs Rengsdorfer Land“ geht es über breitere Wald- und Wiesenwege, durch kleine Bachtäler und über Hochebenen. Die Runde „Holy Gravel!“ führt schließlich an zahlreichen kleinen Kapellen, Gedenkstätten und Wegekreuzen vorbei. Zwischen knackigen Steigungen und Rastplätzen mit Weitblick warten historische Kulturschätze und außergewöhnliche Fotomotive. Unter www.wiedtal.de sind GPX-Tracks zu den Gravelbike-Strecken sowie Unterkünfte zu finden.
Trendsetter im Westerwald
Gravelbikes sind der absolute Trend im Fahrradgeschäft. Die deutsche Übersetzung „Schotterräder“ spricht Bände. Dabei handelt es sich um geländegängige Rennräder mit breiter, grober Bereifung, die auf nahezu allen Untergründen fahrbar sind. Meistens haben sie zwölf Gänge, aber keine Federung, keinen Motor sowie keine Schutzbleche, kein Licht und keinen Gepäckträger. Letztere lassen sich aber nachrüsten, damit die Gravelbikes für den Straßenverkehr zugelassen sind und sich auch für Radreisen eignen. Im Wiedtal haben sich die ersten Übernachtungspartner auf Gravelbiker eingestellt. Sie bieten abschließbare Fahrradgaragen, Reinigungsmöglichkeiten sowie Werkzeug und Zubehör.
Quelle: Touristik-Verband Wiedtal e.V. c/o DJD Deutsche Journalisten Dienste GmbH & Co. KG