Mehr als nur Mitbringsel: Vier Souvenirs, vier Reiseziele, vier Geschichten
Wenn die Sommerferien beginnen, rollt auch die große Reisewelle an. Nach dem Urlaub kehren Millionen von Reisenden mit vielen Erinnerungen nach Hause zurück. Oft befindet sich in ihrem Koffer auch ein kleines Souvenir, das sie an besondere Erlebnisse, faszinierende Orte oder Begegnungen unterwegs erinnert. Nicht jedes Mitbringsel ist ein Massenprodukt aus dem Flughafen-Shop. Manche erzählen Geschichten über die Kultur, die Natur oder die Menschen einer Region.
Vier außergewöhnliche Souvenirs aus St. Pete-Clearwater, Arizona, Scottsdale und Aruba gehen weit über den klassischen Kühlschrankmagneten hinaus. Sie stehen für ihre Destinationen, wecken Fernweh und zeigen, wie ein kleines Erinnerungsstück einen Urlaub noch lange nach der Rückkehr lebendig halten kann.
Vier außergewöhnliche Souvenirs aus St. Pete-Clearwater, Arizona, Scottsdale und Aruba
Ein individueller Cowboyhut aus Scottsdale – der Wilde Westen zum Mitnehmen
Es gibt wohl kaum ein Souvenir, das besser zu Scottsdale passt. Die Stadt in Arizona ist zwar für luxuriöse Resorts, gehobene Gastronomie und eine lebendige Kunstszene bekannt, gleichzeitig sind die Wurzeln des Wilden Westens hier jedoch bis heute allgegenwärtig. Historische Ranches, Rodeos und Reitwege durch die Sonora-Wüste erinnern daran, dass Scottsdale einst ein echtes Cowboy-Städtchen war. In der Rancher Hat Bar können Besucher diese Tradition auf moderne Weise aufgreifen.
Das Besondere: Anstatt einen Hut von der Stange zu kaufen, gestalten die Gäste ihr persönliches Unikat selbst. Die Hüte beginnen preislich bei 50 US-Dollar (etwa 44 Euro), die Verzierungen bei 5 US-Dollar (etwa 4 Euro). Form, Farbe, Hutband, Federn, Metallapplikationen oder individuelle Branding-Elemente können nach eigenen Vorstellungen ausgewählt und vor Ort von Hand angebracht werden. So entsteht ein Souvenir, das an die Reise erinnert und die eigene Persönlichkeit widerspiegelt.
Die Scottsdalerin Shantelle Girard hatte 2023 die Idee zu diesem Angebot. Nachdem sie damit zunächst in einem Vintage-Camper startete, eröffnete sie bald darauf ihre Hat Bar in der Old Town von Scottsdale. Heute betreibt sie mehrere Hat Bars in den USA.
Traditionsreiche Naturschwämme aus Tarpon Springs in Florida
Sie sind nicht nur ein beliebtes Souvenir, sondern auch das Symbol der Stadt St. Petersburg-Clearwater, deren Geschichte eng mit dem Meer verbunden ist. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der kleine Ort im Norden der Halbinsel an der Westküste Floridas zum Zentrum der amerikanischen Schwammindustrie. Den entscheidenden Impuls gaben griechische Einwanderer, die ihr jahrhundertealtes Wissen über das Schwammtauchen aus dem Mittelmeerraum nach Florida brachten. Schon bald machten sie Tarpon Springs zur Schwammhauptstadt der Welt, dem Sponge Capital of the World.
Bis heute prägen griechische Kultur, traditionelle Tavernen und die historischen Schwammdocks das Stadtbild. Entlang der Docks können Besucher den Fischern bei der Arbeit zusehen, mehr über die Geschichte der Schwammtaucherei erfahren und anschließend einen echten Naturschwamm erwerben. Der Preis richtet sich nach der Größe, beginnt aber schon bei 5 bis 7 US-Dollar (etwa 4 bis 6 Euro). Jeder Schwamm erzählt die Geschichte einer einzigartigen Gemeinschaft, die ihre Wurzeln bis heute bewahrt hat.
Ein Stück Aruba zum Tragen: das Bucuti-Foulard von Maison Ryon
Die Farben, Landschaften und Traditionen seiner Heimatinsel Aruba inspirieren den Designer Ryon Dijkhoff, Gründer des Labels Maison Ryon, seit seiner Kindheit. Das zeigt sich auch in dem exklusiven Foulard, das er für das Bucuti & Tara Beach Resort entworfen hat. Es erzählt die Geschichte Arubas und des Bucuti & Tara Beach Resorts in einem einzigen Design.
Der auf Aruba heimische Lora-Papagei steht für die Ruhe und Eleganz des Resorts, während der Trupial, der Nationalvogel der Insel, dessen lebendige Energie symbolisiert. Seeatraubenblätter erinnern an Spaziergänge durch die tropischen Gärten und Aloe-Blüten an Arubas lange Wellness-Tradition. Palmen im Licht des Sonnenuntergangs spiegeln schließlich die entspannte Atmosphäre am Eagle Beach wider. Selbst die goldenen Sandstrände und das türkisfarbene Meer finden sich im Design wieder.
Erhältlich ist das Foulard exklusiv in der Serafina Boutique des Bucuti & Tara Beach Resorts. Mit einem Preis von 270 US-Dollar (etwa 237 Euro) zählt es zwar nicht zu den klassischen Urlaubssouvenirs. Dafür erwerben Gäste ein hochwertiges Designerstück, das die Farben, Natur und Lebensart Arubas auf stilvolle Weise einfängt. So wird aus einem Accessoire eine bleibende Erinnerung an die Karibikinsel.
Keramikkacheln aus Tucson: Handgefertigte Kunst aus Arizona
Die Farben der Wüste, die Formen der Kakteen und die Kultur des amerikanischen Südwestens prägen Arizona wie kaum etwas anderes. Im historischen Barrio Viejo in Tucson verarbeitet Carly Quinn diese Eindrücke in ihrem Studio zu handgefertigten Keramikkacheln, die Besucher als besonderes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen können.
In dem offenen Studio der Künstlerin können sie hautnah miterleben, wie aus Ton kleine Kunstwerke entstehen. Carly Quinn zeichnet ihre Motive von Hand, überträgt sie auf die Keramikfliesen, glasiert jede Kachel einzeln und brennt sie anschließend im Ofen. Keine Fliese gleicht dabei exakt der anderen. Als Motive greift sie Symbole des amerikanischen Südwestens auf – von Saguaro-Kakteen über Chilischoten bis hin zu Kojoten. Die rund sieben bis 15 Zentimeter großen Kacheln kosten zwischen 20 und 25 US-Dollar (etwa 17 bis 22 Euro) und eignen sich dank ihrer kompakten Größe ideal für den Koffer.
Ein Besuch im Viertel lohnt sich aber auch aus anderen Gründen als dem Souvenirkauf: Das Barrio Viejo zählt zu den ältesten und charaktervollsten Stadtvierteln Arizonas. Die historischen Adobe-Häuser spiegeln den mexikanischen, spanischen und indigenen Einfluss wider, der Tucson bis heute prägt.
Quelle: Kaus Media Services