Magischer Advent 2025 in Bayerisch-Schwaben
In Bayerisch-Schwaben ist es Vorweihnachtszeit. In der malerischen Kulisse der historischen Altstädte, Burgen und Schlösser rund um Augsburg, das Schwäbische Donautal und das Ries schmiegen sich jetzt zauberhafte Weihnachtsmärkte in die Landschaft.
In der Luft liegt der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln, süßem Lebkuchen und deftiger Bratwurst. An den Ständen werden handgezogene Kerzen, Holzspielzeug und filigraner Christbaumschmuck angeboten. Beim festlichen Adventssingen und Krippenschauen steigt die Vorfreude auf das Christkind. Während die Kinder ein paar Runden auf dem Karussell drehen, lauschen die Eltern den Klängen der traditionellen Bläsergruppen.
Engelesspiel, Mittelalter-Flair und viele Wünsche ans Christkind
Der Augsburger Christkindlesmarkt zählt zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Auf dem Rathausplatz und den angrenzenden Plätzen und Gassen reihen sich festlich geschmückte Buden aneinander. Ein bezaubernder Höhepunkt ist das Engelesspiel, bei dem 23 schwindelfreie, als Engel verkleidete junge Augsburgerinnen die erleuchtete Fassade des Renaissance-Rathauses in ein himmlisches Musikspiel verwandeln.
Wenn die Kleinsten die Tage und Wochen bis zum Christkind nicht mehr erwarten können, lohnt sich ein Ausflug zum Friedberger Advent. Am großen „Wunschbaum” können sehnsüchtige Weihnachtswünsche aufgehängt werden. Und die Schäfchen in der lebenden Krippe warten nur darauf, gestreichelt zu werden. Rund um die neuromanische St.-Jakobs-Kirche schlendern Besucher durch die engen, kopfsteingepflasterten Gassen, vorbei an Ständen, die Handgemachtes von Friedberger Kunsthandwerkern anbieten. Zur Stärkung schmecken Flammlachs, der über einem knisternden Buchenholzfeuer gegart wurde, oder flaumige Germknödel.
Immer am zweiten Adventswochenende findet an der Oberen Bleiche der traditionelle Gundelfinger Weihnachtsmarkt statt. Dort gibt es die größte Adventslaterne der Region zu bestaunen. Für die kleinen Marktbesucher lässt man sich im mittelalterlichen Donaustädtchen einiges einfallen. Es wird gebastelt, gesungen und vorgelesen, und 50 handgefertigte Porzellanpuppen verwandeln den historischen Bleichestadel in ein nostalgisches Puppenhaus. Am Sonntagnachmittag steigt die Aufregung: Dann zieht der Nikolaus mit seinen Engelchen durch die Altstadt.
Eine Zeitreise erwartet die Besucher auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt von Neu-Ulm. Gaukler, Schmiede, Bogenbauer und Marktleute in stilechten Gewändern schlagen zur Adventszeit ihre Buden vor dem Neu-Ulmer Rathaus und auf dem Johannesplatz auf. Das Programm ist authentisch mittelalterlich. Man lauscht dem Gaukeley-Gesang, bewundert alte Handwerkskunst und labt sich am prasselnden Feuer mit Flammkuchen und Honigmet.
Seit 1889 kommt der Nikolaus am 5. Dezember mit seinem Begleiter zu den Kindern auf den festlich geschmückten Günzburger Marktplatz und bringt kleine Geschenke mit. Während sich die Kinder beim Kasperltheater und auf dem Kinderkarussell amüsieren, können die Erwachsenen an den kreativen Ständen des Günzburger Nikolausmarkts das eine oder andere Weihnachtsgeschenk besorgen. Angeboten werden unter anderem handgefertigter Christbaumschmuck, Wachskerzen, Holzsterne und Backwaren.
Weitere Weihnachtsmarkt-Tipps 2025 in Bayerisch-Schwaben
- „Selber g´macht“-Weihnachtsmarkt in Harburg (7. Dezember 2025), mit Glühweinmarkt am Vorabend
- Dillinger Christkindlesmarkt im Schlossgarten und Innenhof (12. – 14. Dezember 2025)
- Weihnachtsmarkt in Illertissen (27. – 29. November und 4. – 6. Dezember 2025)
- Schlossweihnacht Rain (11. – 14. Dezember 2025)
- Weihnachtsmarkt im Kloster Roggenburg (28. – 30. November 2025)
- Romantischer Weihnachtsmarkt Nördlingen (28. November – 23. Dezember 2025)
- Wintermärchen Gersthofen (27. November – 30. Dezember 2025)
- Aichacher Christkindlmarkt (28. November – 23. Dezember 2025)
- Weihnachtszauber auf Schloss Burgau (12. – 14. Dezember 2025)
Aktuelle Termine und weitere Details unter www.bayerisch-schwaben.de/advent.
Lebendige Krippenkultur mit Liebe zum Detail
Weihnachtskrippen haben in Bayerisch-Schwaben eine lange Tradition. Besonders in den Landkreisen Günzburg, Dillingen und Neu-Ulm öffnen Kirchen, Ausstellungen und auch so mancher private Krippensammler ihre Türen und laden zum Krippenschauen ein. Zu bewundern gibt es: Geschnitzte oder tönerne Krippenfiguren, die in aufwendig gestalteten Landschaften arrangiert wurden. Pünktlich zum ersten Advent lädt die orientalische Rundkrippe im Botanischen Garten von Augsburg bereits seit mehr als 60 Jahren zum Schauen und Staunen ein. Wo sonst Seerosen blühen, werden lebendige Szenen rund um die Weihnachtsgeschichte nachgestellt. Drei Gärtnerinnen arbeiten mehrere Wochen daran, die rund 140 teils sehr alten Figuren zwischen Lavastein, Weide, Moos und Erde zu drapieren. Josef, Maria und das Jesuskind finden erst kurz vor Weihnachten ihren Platz in der biblischen Szenerie.
Wer sich nach allzu vielen Vanillekipferln und Zimtsternen beim Adventspaziergang die Beine vertreten möchte, schlendert am besten dick eingepackt durch die Nördlinger Altstadt. Die schmucken Fachwerkhäuser, Gassen und Plätze rund um die imposante St.-Georgs-Kirche bilden die Kulisse für den bezaubernden Nördlinger Krippenweg. An mehr als 50 Stationen sind traditionelle Weihnachtskrippen, moderne Künstlerkrippen und volkstümliche Weihnachtsdarstellungen aus den unterschiedlichsten Kulturen zu bewundern.
Beim „Krippleschauen” in Donauwörth, das malerisch an der Mündung der Wörnitz in die Donau liegt, zeigt sich die jahrhundertelange Flößertradition der Stadt. An der Sebastian-Franck-Brücke in der Wörnitz steht die Heilige Familie auf einem vertäuten Holzfloß. Josef, der Zimmermann, und Maria im blauen Dirndl sind flankiert von zwei traditionellen Fischerstechern. Die Floßkrippe wurde von Mitgliedern des Technischen Hilfswerks und des Krippenvereins Donauwörth gebaut und wird jährlich mit einem Kran zu Wasser gelassen. Auf der benachbarten Altstadtinsel Ried findet am vierten Adventswochenende der Romantische Weihnachtsmarkt statt. Hunderte von Kerzen, Kunsthandwerker, Chöre und Drehorgelspieler sorgen dort für Weihnachtsstimmung.
Über Bayerisch-Schwaben
Bayern plus Schwaben ergibt Bayerisch-Schwaben. Hier „schwätzt” Bayern schwäbisch und Schwaben bayerisch. Die vielseitige Region erstreckt sich im Westen Bayerns vom Nördlinger Ries über das Schwäbische Donautal, das LEGOLAND® und die UNESCO-Welterbestadt Augsburg bis ins Wittelsbacher Land.
Radwege durch idyllische Flusslandschaften sowie Wander- und Themenwege durch die vielfältige Natur machen Bayerisch-Schwaben zu einem beliebten Ziel für Aktivurlauber jeden Alters. Die Städte und Orte präsentieren sich zwischen prächtig-glanzvoll und verträumt-gemütlich.
Kulturfans und Familien genießen das besondere Flair der historischen Stadtkulissen entlang der Romantischen Straße sowie die zahlreichen Burgen, Schlösser und Klöster. Ob bei einem „Stadthüpfer“-Ausflug oder mit der „Bayerisch-Schwaben-Lauschtour“-App: Urlauber begeben sich auf die Spuren von Römern, Fuggern, Wittelsbachern und Co. oder erkunden die Museumswelten von Ballons, Bienen, Käthe-Kruse-Puppen oder bedeutender Industrie- und Alltagskultur. Immer empfehlenswert ist die herzhafte regionale Küche mit ihren besonderen Spezialitäten.
Quelle: Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V. c/o FEUER & FLAMME. DIE AGENTUR