Am besten in der Hängematte: Den Duft des Waldes erleben. - Kraftquelle Allgäu: Wenn die Natur beim Stressabbau hilft
Schwaben

Kraftquelle Allgäu: Wenn die Natur beim Stressabbau hilft

Einfach mal unter den Baum legen … Im Westallgäu fällt es leicht, in die Natur einzutauchen und Abstand vom Alltag zu gewinnen. Die ruhige Voralpenlandschaft auf sonniger Höhe lädt mit ihren blühenden Wiesen, dem naturbelassenen Hochwald und den am Horizont liegenden Gipfeln der Allgäuer und Bregenzer Bergwelt zum Krafttanken ein. Die 13 Urlaubsorte bieten gemeinsam ein Jahresprogramm mit Kräuter- und Waldspaziergängen, Meditationen im Wald, Workshops und begleiteten Pilgersamstagen an.

Themen wie „Kräuter 1x1” und „Waldspaziergänge für mehr Resilienz” stehen dabei im Mittelpunkt

Es wird gewandert, gesammelt, gekocht und geräuchert. Bei Kräuterführungen, Spaziergängen und Workshops können Interessierte die Wildkräuter am Wegesrand und die Heilpflanzen in den Kräutergärten kennenlernen. In den Höhenlagen des Westallgäus, die bis zu 1.100 Meter hoch sind, sind sie laut den Kräuterexperten besonders kraftvoll. Ringelblume, Brennnessel, Schafgarbe und Co. haben vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

Wer sich einfach mal unter einen Baum legen möchte, kann dies in Oberreute beim Waldbaden tun. Diese japanische Therapie verspricht innere Ruhe und ein starkes Immunsystem. Dafür wurde eigens ein Areal angelegt, das das ganze Jahr über zum Herumtrödeln und Krafttanken einlädt. Es gibt auch Angebote wie Waldbaden und Yoga.

Ab April geht es mit Wildkräuterführerinnen raus in die Natur. Bis Mitte Oktober laden Spaziergänge über Wiesen und entlang von Wasserfällen sowie Wanderungen zur Erkundung der wilden Kräuter und ihrer Verwendung in der Küche ein. Bei einer dreistündigen Wanderung wird der richtige Umgang mit Wildpflanzen und giftigen Kreuzkräutern vermittelt (12.04.). Bei den zweistündigen Wanderungen durch Wald, Wiesen und Moor (2. Mai, 20. Juni) dreht sich alles um Wild- und Heilpflanzen. Ein Seminar am Nachmittag mit einem Spaziergang durch den Wald vermittelt Übungen für mehr Resilienz (24.04., 11.09.). „Wilde Kost am offenen Feuer” zeigt, wie eine Frühjahrskur mit wilden Kräutern gelingen kann (8.5., 15.5.). In Workshops wird Wissenswertes über die Heilkraft der Bäume vermittelt (8. Mai). Im Herbst zeigt ein Spaziergang über die Wiesen, welche Früchte des Herbstes wie konserviert werden können (26.09.). Von Mai bis September findet jeden Monat ein Vortrag zur Tradition des Räucherns statt. Das Räuchern mit heimischen Kräutern diente früher dazu, Ställe und Stuben zu reinigen, und gehört zu den klassischen Ritualen der Raunächte, um Altes loszulassen und Neues wahrzunehmen.

Der Allgäuer Kräutergarten Artemisia mit über 200 Kräutern und Heilpflanzen lädt zu Besuchen und individuellen Führungen ein (13.05., 24.06., 05.08.) und zeigt, was es mit dem „grünen Daumen” auf sich hat (28.03., 25.04., 30.05.). Mehrmals im Jahr kann man sich im Rahmen von Workshops auch mit der Herstellung von Salben und Seifen oder der Kräutermedizin von Hildegard von Bingen beschäftigen.

Die Teilnahme an den Programmpunkten ist teilweise kostenfrei oder kostet je nach Angebot zwischen 12 und 45 Euro pro Person. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Samstagspilgern zu Kraftplätzen

Die Orte und Gemeinden im Westallgäu bieten das ganze Jahr über Gelegenheiten, eine kleine Auszeit zu nehmen. Beim Samstagspilgern laden „leise” Rückzugsorte zum Besuch ein. Auf den Pilgerwegen, die durchs Westallgäu bis zum Bodensee und weiter nach Campostela führen, reihen sich kleine Gotteshäuser, manche zwischen 500 und 1000 Jahre alt, aneinander. Ab März steht jeden Samstag ein oder mehrere Pilgerangebote auf dem Programm von Westallgäu Tourismus.

Die begleiteten Angebote haben jeweils ein unterschiedliches Motto: „Pilgern für einen Tag”, „Pilgern für Männer”, „Wandern von Kapelle zu Kapelle” oder „meditatives Wandern”. Die Strecken sind zwischen fünf und 22 Kilometer lang und es sind Zeiten für Impulse beim Stopp an Kapellen eingeplant.

„Pilgern für einen Tag” mit immer neuen Aus- und Weitsichten findet jeden Monat bis November ab Scheidegg statt. Es gibt Pausen an Kapellen, Schweigezeiten und Momente geistlicher Impulse. Eine Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg mit Impulsen in Kirchen und Kapellen sowie in der Natur führt bis nach Bregenz (16.05., 25.07.). Eine Pilgerwanderung auf dem Teilstück zwischen Zell und Missen mit Rücktransport findet ab Oberstaufen statt (23.05.). Im Waldseegebiet in Lindenberg lädt eine meditative Wanderung mit Schweigezeiten und spirituellen Texten zum Mitmachen ein (16.05., 27.06., 11.07.). „Auf Sinnsuche” heißt eine Rundwanderung auf dem alten Kirchenweg in Oberreute (9.5., 4.7.). Beim „Samstagspilgern mit Aussicht” (13.06.) wandern die Teilnehmer auf alten Wegen zu drei Kapellen mit kunstvoll gestalteten Altären oder rätselhaften Wandmalereien: die Kapelle St. Stephan, die Kapelle St. Martin sowie die Marien- und Rupertuskapelle. Eine Entdeckungsreise durch die Schöpfung ist das Pilgern durch das Wildrosenmoos in Oberreute (20.06.).

Das Samstagspilgern steht allen Menschen offen und wird von der Pilgerbegleitung kostenlos angeboten. Anmeldungen sind bei der jeweiligen Tourist-Info wünschenswert.

Westallgäu Tourismus

Zum Westallgäu gehören die dreizehn Ferienorte Grünenbach, Maierhöfen, Röthenbach, Gestratz, Weiler-Simmerberg, Oberreute, Stiefenhofen, Heimenkirch, Opfenbach, Hergatz, Hergensweiler, Scheidegg und das städtische Zentrum Lindenberg. Im Westallgäuer Heimatmuseum in Weiler tauchen Besucherinnen und Besucher in die Kunst und Kultur der Region ein.

Das Deutsche Hutmuseum in Lindenberg widmet sich 300 Jahren Hutmode und der Entstehung der Hutproduktion im Westallgäu. Seen und Freibäder, Sennereien und Brauereien, der Baumwipfelpfad in Scheidegg sowie Wanderwege wie die „Westallgäuer Wasserwege” oder die neuen Premiumwege „Aussichtsreich” bieten der ganzen Familie Urlaubsvielfalt.

Quelle: Westallgäu Tourismus e.V. c/o Heiss Public Relations