Der KaiserHerbst vom 10. Oktober bis zum 8. November 2026 wird zur Bühne für Wein, Kulinarik, Natur und Kultur. - KaiserHerbst 2026 im Naturgarten Kaiserstuhl
Baden-Württemberg, Deutschland

KaiserHerbst 2026 im Naturgarten Kaiserstuhl

Jedes Glas Wein erzählt hier eine Geschichte: von vulkanischen Böden und fruchtbarem Löss, von alten Traditionen und von Familien, die seit Generationen in den Reben arbeiten. Mit der Veranstaltungsreihe „KaiserHerbst“, die vom 10. Oktober bis zum 8. November 2026 stattfindet, macht die Region diese Geschichten erlebbar – bei Weinproben, Konzerten, Wanderungen und Festen zwischen Kaiserstuhl und Tuniberg.

Unter den Lichterketten stehen lachende Menschen zusammen, die Gläser klingen beim Anstoßen. Man kennt sich – oder kommt ganz schnell ins Gespräch. Abends ist es zwar schon „ein Kittel kälter“, doch der mitreißende Takt der Blasmusik sorgt dafür, dass niemand lange friert. Der Grauburgunder im Glas duftet nach reifen Birnen. Dazu ein Stück Zwiebelkuchen auf die Hand – und sofort beginnt die Diskussion darüber, wo er am besten schmeckt. Denn jedes Dorf hat seine eigene Rezeptur: mal mit dickem, saftigem Belag, mal mit dünnem Boden und knusprigem Speck als Topping. In Burkheim oder Ihringen kommen traditionell Kartoffeln in den Belag. „Den Speck“, witzeln die Nachbargemeinden über die Burkheimer Variante, „musst du dir da selbst mitbringen.“

Es ist Herbst am Kaiserstuhl. Die Weinlese ist größtenteils abgeschlossen, die Rebhänge leuchten in warmen Gold-, Rot- und Orangetönen und zwischen Endingen, Vogtsburg, Ihringen und Breisach wird überall gefeiert. „Schaffige Gelassenheit“ nennen die Einheimischen das. Es gibt zwar immer etwas zu tun, aber für ein gutes Glas Wein und gesellige Stunden findet sich immer Zeit.

Die Region lädt ein zum „KaiserHerbst“

Das Lebensgefühl in dieser Region zwischen Schwarzwald und Elsass ist eine Mischung aus badischer Bodenständigkeit und französischem Savoir-vivre, aus Genuss, Geselligkeit und diesen kleinen, unbeschwerten Glücksmomenten. Der „KaiserHerbst“ ist voll davon.

Vom 10. Oktober bis zum 8. November 2026 gibt es wieder unzählige Möglichkeiten, die Region in all ihren Facetten zu erleben. Fast 100 Veranstaltungen rund um den Kaiserstuhl und den Tuniberg stehen auf dem Programm – vom Kürbisfest auf dem Dorfplatz bis zum kulinarischen Weinabend im historischen Winzerhof. „Ganz bewusst sind viele Veranstaltungen klein, persönlich und authentisch gehalten“, sagt Ulrike Weiß, Geschäftsführerin der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH und Mitglied des Organisationsteams.

In den Restaurants stehen eigens entwickelte „KaiserHerbst“-Gerichte auf der Karte. Bei der Küchenparty mit vier Sterneköchen dürfen die Gäste nicht nur probieren, sondern auch in die Töpfe schauen und erleben, wie aus regionalen Zutaten feine Küche entsteht. Geführte Wanderungen durch die typischen Lösshohlgassen und Traktorausfahrten in den Reben sind ebenfalls buchbar. Es gibt Konzerte und Lesungen. Zur Theaterkulisse wird gar die Schlossruine Burkheim beim „Dinner for One uff alemannisch“ – natürlich mit „Wiiprob“.

Denn seit Jahrhunderten prägt der Weinbau die Kulturlandschaft am Kaiserstuhl, die nicht ohne Grund als „badische Toskana“ bezeichnet wird. Mehr als 100 Weinbaubetriebe bewirtschaften heute die Vulkan- und Lösslagen der Region. Wer hier ein Glas Wein trinkt, bekommt fast immer auch eine Geschichte dazu erzählt: vom fruchtbaren Boden, von den Menschen, die seit Generationen in den Reben arbeiten, oder davon, warum der Grauburgunder auf der einen Seite des Hügels ganz anders schmeckt. Mal erinnert ein Wein an grüne Nüsse, mal an Ananas oder Zitrusnoten. Es lohnt sich, bei der Lagenweinprobe „Herkunft Kaiserstuhl“ die Unterschiede zu erschmecken.

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Ein neues Veranstaltungsformat entsteht

Landschaft und Wein gehören am Kaiserstuhl einfach untrennbar zusammen. Um diese Verbindung sichtbar zu machen, wurde 2024 der „KaiserHerbst” ins Leben gerufen. Das neue Format richtet dabei den Blick bewusst auf die gesamte Region Kaiserstuhl-Tuniberg. „Welche außergewöhnliche Vielfalt auf diesem kleinen Raum zusammenkommt, genau das möchten wir zeigen“, betont Ulrike Weiß. Die Marketing- und Tourismusexpertin ist seit 2021 für die Naturgarten Kaiserstuhl GmbH tätig und bringt den Blick von außen mit. Was sie hier immer wieder begeistert, ist „dieses leicht verschmitzte Selbstverständnis der Menschen und vor allem der Stolz auf die eigene Herkunft“. Das ist vielleicht auch der Grund, warum viele junge Leute nach Ausbildung und Studium gerne wieder in ihre Heimat zurückkommen – mit fremden Eindrücken und Erfahrungen im Gepäck, aus denen sich dann neue, spannende Konzepte entwickeln können. So wie der „KaiserHerbst“.

Die Veranstaltungsreihe lebt vom Zusammenspiel der Menschen dahinter: Winzer arbeiten mit Köchen zusammen, Künstler mit Gastronomen und Naturführer mit Weingütern. „Es sind ganz neue Kooperationen entstanden“, erzählt Ulrike Weiß. „Einfach mal machen“ – unter diesem Motto hatte man ganz pragmatisch losgelegt. Nicht alles lief von Anfang an reibungslos, manches musste sich erst entwickeln. Doch die Tatsache, dass der „KaiserHerbst“ bereits in die dritte Runde geht, zeigt, dass die Idee funktioniert – vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht künstlich inszeniert, sondern aus der Region heraus entstanden ist.

Quelle: Naturgarten Kaiserstuhl GmbH