Die Fotogene: Insel im Caumasee - Inselabenteuer in den Schweizer Alpen
Schweiz

Inselabenteuer in den Schweizer Alpen

Bei den meisten Menschen rufen Gedanken an die Schweiz Bilder von majestätischen Alpen und glasklaren Seen hervor. Mitten in diesen Gewässern wartet ein oft übersehener Schatz: die faszinierenden Inseln des Alpenlandes. Von mediterranen Oasen bis hin zu ruhigen Naturinseln bietet die Schweiz eine überraschende Vielfalt.

Die bekanntesten Inseln der Schweiz sind die Brissago-Inseln im Lago Maggiore

Sie sind die bekanntesten Inseln der Schweiz. Dank des milden Klimas bilden sie eine tropische Oase im Lago Maggiore. Nur die Hauptinsel „Isola Grande“ ist öffentlich zugänglich, wo subtropische Pflanzen unter freiem Himmel gedeihen. Ein Rundgang über die Insel führt durch mediterrane Gärten, vorbei an Bambushainen und Palmen. Die Hauptattraktion ist der Botanische Garten, in dem rund 1 700 Pflanzenarten beherbergt sind, darunter Eukalyptusbäume aus Australien und Kamelien aus Asien.

Im Zentrum der Insel befindet sich das prächtige neoklassizistische Herrenhaus Villa Emden, das ein Restaurant mit Blick auf den See bietet und Rastsuchenden eine willkommene Abwechslung bietet. Wer über Nacht bleiben möchte, kann eines der zehn Zimmer in der Villa buchen. Bequem geht es per Schiff ab Ascona in 15 Minuten oder ab Locarno in 40 bis 60 Minuten auf die Insel.

Die naturbelassene St. Petersinsel liegt im Bielersee

Der Philosoph und Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau schätzte die St. Petersinsel als Inselparadies sehr und weilte 1765 über einen Zeitraum von sechs Wochen hier. Er beschrieb diese Zeit als die glücklichste seines Lebens. Umsäumt von Schilfbänken, Weinbergen und kleinen Sandstränden ist die St. Petersinsel ein Refugium für Ruhesuchende. Die autofreie Insel ist eine Halbinsel und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem vier Kilometer langen Heideweg ab dem Städtchen Erlach besucht werden – oder aber mit dem Taxiboot ab Erlach sowie mit den Kursschiffen der Bieler Schifffahrtsgesellschaft.

Das Hotel St. Petersinsel, das sich in einem ehemaligen Kloster aus dem 12. Jahrhundert befindet, bietet 13 Zimmer für Gäste, die ihren Inselaufenthalt verlängern möchten. Aber auch Tagesgäste können zwischen 8:00 und 10:00 Uhr morgens im Klostergarten frühstücken. Am Anlegesteg bietet das „Rive“, ein eigener Kiosk des Klosterhotels, stilvolle Käse- oder Wurstplatten für eine Pause direkt am Wasser.

Die Historische: Insel Ufenau im Zürichsee

Nahe Rapperswil im oberen Zürichsee liegt die idyllische Insel Ufenau. Sie ist seit über 1000 Jahren im Besitz des Klosters Einsiedeln, gehört zum Inventar schützenswerter Ortsbilder in der Schweiz und ist die größte Insel der Schweiz. Ein Rundweg führt in einer halben Stunde um die Insel und verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: die romanischen Kirchen St. Peter und Paul sowie die Kapelle St. Martin, die zugleich Ausstellungsort der „art ufnau” ist.

Die „art ufnau” ist ein Kulturprojekt des Klosters Einsiedeln mit jährlich wechselnden Leitthemen. Unter den schattenspendenden Platanen der Inselwirtschaft Ufnau, die sich in einem malerischen Barockhaus aus dem 17. Jahrhundert befindet, lässt es sich gepflegt einkehren. Von April bis Oktober reisen Besucher und Besucherinnen bequem mit den Schiffen der Zürcher Schifffahrtsgesellschaft auf die Insel: Ab Pfäffikon in 10 Minuten oder ab Rapperswil in 23 Minuten.

Die mystische Insel: Île d’Ogoz im Greyerzersee

Die Ogoz-Insel liegt im längsten Stausee der Schweiz, dem Greyerzersee oder auf Französisch „Lac de la Gruyère“. Sie ist mit dem Solarboot ab Le Bry erreichbar. Im Frühjahr wird der Wasserstand jeweils abgesenkt, damit der Stausee das Wasser aus der Schneeschmelze auffangen kann. Dann wird die Insel für einige Zeit zu einer Halbinsel, die auf einer einstündigen Wanderung zu Fuß erreichbar ist.

Auf der Insel befindet sich eine Burgruine mit zwei mächtigen Türmen und einer Kapelle. Bevor in Rossens eine Staumauer gebaut wurde, bildete der Hügel mit den Burgruinen aus dem 13. Jahrhundert eine Halbinsel im Flusslauf der Saane. Die Kapelle ist ein beliebter Ort für Hochzeiten.

Die Fotogene: Insel im Caumasee

Im türkisblauen Caumasee, mitten im Flimser Wald in den Bündner Alpen, liegt die kleine, unbebaute Insel, die fast ein bisschen karibisch anmutet. „Lag La Cauma” ist rätoromanisch und bedeutet übersetzt „See der Mittagsruhe”. Der Caumasee gilt als einer der schönsten Bergseen der Schweiz und ist ein ideales Ausflugsziel für alle Natur- und Wasserfans.

Zur kleinen Insel mit ihren Sandstränden geht es bequem mit dem Ruderboot, Pedalo oder SUP, die man vor Ort im Strandbad ausleihen kann. Mit einer Wassertemperatur von bis zu 24 °C zählt der See zu den wärmsten Bergseen der Schweiz. Er wird von unterirdischen Quellen gespeist, die seine Farbe je nach Lichteinfall von Türkis bis Smaragdgrün schimmern lassen – ein unvergesslicher Anblick.

Weitere Informationen zu Schweizer Inseln finden Sie unter www.myswitzerland.com/de-de/erlebnisse/sommer-herbst/listicles-summer/inseln-zum-verlieben/.

Quelle: Schweiz Tourismus