Das Rifugio Alimonta (Alimonta-Hütte) liegt im Herzen der Brenta-Dolomiten und ist mit ihren 2'580 Metern Höhe die höchstgelegene Hütte dieses Dolomitenmassivs. - Hütten, Heimat, Hochgenuss: Die Rifugi des Trentino
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Hütten, Heimat, Hochgenuss: Die Rifugi des Trentino

Sie sind weitaus mehr als nur Schutzorte in den Bergen. Die Rifugi des Trentino sind Treffpunkte für Bergwanderer, Kletterer und Biker. Sie verwöhnen ihre Gäste mit regionalen Spezialitäten. Gelebte Trentiner Gastlichkeit eben.

Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon einmal eine Gipfeltour gestrichen, weil es auf der Hütte einfach zu gemütlich war? Es spricht nichts dagegen, die Hütten ins Zentrum der Aktivitäten in den Bergen zu rücken. Hier findet man nicht nur Schutz vor den Unbilden des Wetters und einen Schlafplatz, sondern trifft auch Gleichgesinnte und wird oftmals hervorragend bewirtet. Das gilt jedenfalls garantiert für die Rifugi des Trentino. Denn der Genuss, il gusto, wird auf den Hütten genauso gepflegt wie auf den Almen und in den Tälern. Es ist selbstverständlich, dass man in einem Rifugio gut speist und zum Abendessen mehrere Gänge serviert bekommt. Die meisten Schutzhäuser setzen auf regionale Spezialitäten und Produkte von umliegenden Almen.

Ein dichtes Netz an Hütten und Wegen

Die wichtigste Bergsteigerorganisation des Trentino, die SAT (Società degli Alpinisti Tridentini), besitzt und betreut derzeit 35 Rifugi sowie 15 unbewirtschaftete Biwaks. Insgesamt gibt es im Trentino aber über 100 Berghütten, die sich auf den Besuch von Wanderern, Klettersteig-Fans, Kletterern und Bikern freuen. Zwischen den Dolomiten, dem Lagorai, dem Adamello-Presanella-Massiv, der Paganella und den Brenta-Dolomiten erstreckt sich eines der dichtesten Hüttennetze der Alpen.

Wenn man zudem bedenkt, dass es im Trentino mehr als 1.100 beschilderte Wanderwege und Klettersteige mit einer Gesamtlänge von 5.850 Kilometern gibt, wird schnell klar: Zu den Rifugi führen viele Wege, sodass im wahrsten Sinne des Wortes „kein Weg an ihnen vorbeiführt“. Was liegt also näher, als die zwölf Gebirgsgruppen des Trentino über ihre Schutzhäuser zu entdecken und von dort aus Gipfel in Tagestouren zu besteigen oder von Hütte zu Hütte zu wandern?

Auf www.trentinorifugi.com erhält man einen praktischen Überblick, der nach den jeweiligen Bergregionen sortiert ist und auch Bilder vom „Innenleben“ der einzelnen Rifugi zeigt. Dazu sind die wichtigsten Daten wie Lage, Höhe, Kapazität sowie Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Webseite aufgelistet. Man kann also direkt mit dem Buchen beginnen.

Besondere Hütten

Es ist an der Zeit, bei ein paar außergewöhnlichen Hütten vorbeizuschauen: Wer es felsig mag und Höhenluft schnuppern will, darf das Rifugio Mantova al Viòz auf 3.535 Metern unterhalb des Gipfels des Monte Vioz (3.645 m) nicht missen (www.rifugiovioz.it). Sie liegt in der Ortler-Cevedale-Gruppe, ist die höchstgelegene Berghütte des Trentino und der gesamten zentral-östlichen Alpen. Nach ihrer aufwendigen Renovierung im August 1996 gilt sie als Vorzeigehütte, denn sie ist dank vertikal an der Außenwand angebrachter Solarpaneele weitgehend energieautark.
54 Bergsteiger finden dort einen Schlafplatz.

Nicht weniger spektakulär liegt das Schutzhaus Ai Caduti dell’Adamello, „Für die Gefallenen des Adamello“, das direkt an eine Felswand gebaut wurde (www.rifugioaicadutidelladamello.it). Die Hütte entstand Ende der 1920er Jahre auf den Überresten ehemaliger Militärstellungen des sogenannten Guerra Bianca (Weißer Krieg), der zwischen 1915 und 1918 auf den Gletschern und Gipfeln der Adamello-Gruppe tobte. Nach dem Krieg entstand die Idee, an diesem geschichtsträchtigen Ort auf 3.025 Metern Höhe eine Hütte zum Gedenken an die gefallenen Soldaten zu errichten. Im Jahr 1986 besuchte der bergbegeisterte Papst Johannes Paul II. das von einer Stiftung betriebene Schutzhaus, das über 100 Schlafplätze verfügt, gemeinsam mit dem damaligen italienischen Staatspräsidenten Sandro Pertini. Dort unternahmen sie Skitouren auf dem Adamello-Gletscher. 1988 feierte er am nahe gelegenen Passo della Lobbia (3040 m) sogar eine Messe. Seither wird die Hütte auch als „Rifugio del Papa” bezeichnet. Innen ist sie komplett mit Holz vertäfelt, es ist gemütlich und man vergisst schnell die leidvolle Geschichte sowie die exponierte Lage.

Das Rifugio Alimonta liegt auf 2:580 Metern und damit inmitten der steinernen Welt der Brenta.

Hütten-Vielfalt in den Brenta-Dolomiten

Wer die Brenta-Dolomiten liebt, hat hüttentechnisch ein Luxusproblem, denn es gibt ganze 17 Rifugi, die alle einen Besuch wert sind. Das Rifugio Alimonta (www.rifugioalimonta.it) liegt beispielsweise auf 2.580 Metern und damit inmitten der steinernen Welt der Brenta. Wer abends zur blauen Stunde vor die Hütte tritt und die Szenerie der dahinter steil aufragenden Felstürme betrachtet, davor das Schutzhaus mit dem weichen, warmen Licht, das aus den Fenstern scheint, der wird immer wieder kommen wollen. Nebenbei bemerkt liegt das Rifugio Alimonta auch hervorragend für Klettersteig-Touren wie der berühmten Via delle Bocchette.

Eine anspruchsvolle Tagesetappe und gut zehn Kilometer weiter südlich entfernt liegt im Herzen des Gebirgsstocks das Rifugio Silvio Agostini (www.rifugioagostini.com). Es ist eine der traditionsreichsten Hütten der Brenta-Dolomiten. Seit rund einem halben Jahrhundert wird es von der Familie Cornella bewirtschaftet. Heute verwöhnen Roberto und sein Sohn Emanuele Cornella die Gäste auf 2.410 Metern mit regionalen Spezialitäten. Meist übernachten Bergsteiger und Kletterer auf der Hütte, denn die umliegenden Gipfel, wie die Cima Tosa (3.136 m) und die Cima d’Ambiez (3.102 m), bieten jede Menge Routen. Das Rifugio verfügt über 54 Schlafplätze. Roberto ist ausgebildeter Koch und sammelt beispielsweise im Mai Bergspinat für die ganze Saison. Die daraus hergestellten Spinatknödel sind eine Spezialität und fester Bestandteil der Speisekarte. Sie kommen bei den Gästen bestens an.

Zu Gast bei den Anfängen des Skitourismus

Auf der anderen Seite der Etsch, im Naturpark Paneveggio – Pale di San Martino, liegt am Passo Rolle die Capanna Cervino (www.capannacervino.it). Von dem Platz auf 2.084 Metern hat man einen perfekten Blick auf den markanten Felsgipfel des Cimon della Pala (3.184 m), der oft als das „Matterhorn der Dolomiten“ bezeichnet wird – daher der Name der Hütte. Die Hütte ist klein und urgemütlich und verfügt über 24 Betten. In der Stube hängen alte Ski und Fotos, die auf die Geschichte des Rifugio hinweisen. Die Capanna Cervino wurde Anfang der 1930er-Jahre vom Alpinisten und Skischul-Pionier Alfredo Paluselli gegründet und war Teil einer Skischule. Sie gilt als eines der frühen Beispiele für den organisierten alpinen Skitourismus in den Dolomiten. Im Winter liegt sie inmitten eines Skigebiets, im Sommer hat man von ihr aus einen unvergleichlichen Panoramablick auf die Pala.

Über das Trentino – so vielfältig und bunt wie die vier Jahreszeiten

Die autonome Provinz Trentino in Norditalien, zwischen den Dolomiten und dem Gardasee gelegen, präsentiert sich als Urlaubsziel für 365 Tage im Jahr. Hier vereint sich mediterraner Lebensstil mit alpinen Traditionen, schroffe Gipfel treffen auf sonnige Weinberge und glasklare Seen – mehr als 300 an der Zahl.

Im Winter lockt eine Vielzahl unterschiedlicher Wintersportangebote, im Frühling verwandeln sich die Obstbaumplantagen in ein pastellfarbenes Blütenmeer und dank des milden Klimas können Natur- und Sportliebhaber wieder durchstarten.

Der Sommer steht ganz im Zeichen des Wassersports auf den über 300 Seen. Dazu kommen Wanderungen, Radtouren und rasante Mountainbike-Möglichkeiten. Hübsche Städte wie Trient und Rovereto laden zu kulturellen Entdeckungen ein. Dazu locken unzählige Schlösser, historische Burgen, Museen und Musikveranstaltungen.

Die App „Mio Trentino“ ist der perfekte Reisebegleiter für maßgeschneiderte Unternehmungen. Sie kann kostenlos in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden. Sie liefert nützliche Urlaubstipps, Informationen zu Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Aktivitäten – sowohl bei der Reiseplanung als auch vor Ort – und ist gleichzeitig die digitale Gästekarte, die man von teilnehmenden Unterkünften erhält.

Quelle: Trentino Marketing S.r.l. c/o FEUER & FLAMME. DIE AGENTUR