Raynham Hall ist heute ein Museum. - Geister, Geheimnisse und gebrochene Herzen auf Long Island
New York, USA

Geister, Geheimnisse und gebrochene Herzen auf Long Island

Mysteriöse Geräusche in alten Herrenhäusern, flüsternde Stimmen in verlassenen Gebäuden und Geister, die keine Ruhe finden ... Auf Long Island erzählen sich die Menschen seit Generationen schaurige Geschichten. Ob in der ehrwürdigen Raynham Hall, im einsamen Leuchtturm von Fire Island oder in den Ruinen einer alten Eisfabrik – überall scheint die Vergangenheit noch spürbar zu sein. Wer sich traut, kann den Spuren dieser Legenden folgen und Orte entdecken, an denen Geschichte und Gänsehaut Hand in Hand gehen.

Raynham Hall: Geheimnisse und Geister im ehrwürdigen Herrenhaus

Im Jahr 1738 wurde in Oyster Bay ein für die Region typisches Haus erbaut: zwei Stockwerke, vier Zimmer, ein schöner Garten. Im Jahr 1851 erwarb der wohlhabende Kaufmann Salomon Townsend das Grundstück. Doch das Haus war ihm nicht luxuriös genug. Er ließ einen Anbau errichten, das Haus im viktorianischen Stil umgestalten, teure Tapeten anbringen und exklusive Möbelstücke anfertigen. Auch ein neuer Name musste her: Raynham Hall sollte das neue Anwesen heißen.

Im Jahr 1941 war das Vermögen schließlich aufgebraucht. Nach reiflicher Überlegung verkaufte die Familie das Haus an eine Ortsgruppe. Damals wurde ein Gärtner eingestellt, der im Erdgeschoss schlief. Auf die Frage, wie er geschlafen habe, soll er vom Lärm der Bewohner im ersten Stockwerk berichtet haben. Diese gab es aber gar nicht, denn das Haus stand leer. Auch später sollen Leute noch mysteriöse Geräusche gehört haben, sodass sich nun zahlreiche Spukgeschichten um das Haus ranken. Eine davon besagt, dass Sally Townsend, Salomons Tochter, nach der Zurückweisung durch einen Verehrer an gebrochenem Herzen im Haus gestorben sei.

Heute ist Raynham Hall ein Museum. Wer bei einem Besuch seltsame Geräusche hört, sollte diesen unbedingt nachgehen – vielleicht trifft man ja auf den Geist von Sally oder Salomon Townsend?

Fire Island Lighthouse - Der im Jahr 1826 fertiggestellte Leuchtturm von Fire Island ist ein echtes Wahrzeichen.

Der Leuchtturm von Fire Island: Hier erzählt das Meer Geschichten von Trauer und Spuk

Der im Jahr 1826 fertiggestellte Leuchtturm von Fire Island ist ein echtes Wahrzeichen. Er war das erste, was viele europäische Einwanderer bei ihrer Ankunft in den USA sahen. Er ist ein wichtiger Teil der Geschichte Long Islands und ein lohnenswertes Ausflugsziel. Der schwarz-weiß gestreifte Turm steht an der traumhaften Küste Long Islands inmitten idyllischer Natur. Oben angekommen haben Besucher einen grandiosen Ausblick. Beim Hinaufsteigen der 182 Stufen berichteten jedoch bereits einige Touristen, sie hätten seltsame Schritte und Schreie gehört.

Der Legende nach stammen diese vom ehemaligen Leuchtturmwärter Nathaniel Smith, der Mitte des 18. Jahrhunderts gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter im Leuchtturm lebte. Als mit Einbruch des Winters seine Tochter schwer erkrankte, brauchten die Ärzte wegen der fehlenden Brücke zu Fire Island ganze drei Tage, um zum Leuchtturm zu kommen – zu spät für das kleine Mädchen. Es starb an der schweren Erkältung. Die Trauer um ihre Tochter ließ auch die Ehe der Smiths scheitern. So blieb Nathaniel Smith todtraurig und allein in seinem Leuchtturm zurück. Angeblich spukt er noch heute durch das Gebäude und wartet verzweifelt auf Hilfe für seine geliebte Tochter.

Amityville: Das Haus, das die Welt in Angst versetzte

Er zählt zu den berühmtesten Horrorfilmen, wurde für den Oscar und den Golden Globe nominiert und füllte im Jahr 1979 die Kinos. „The Amityville Horror“ ließ Zuschauer auf der ganzen Welt erschaudern. Es folgten sieben Fortsetzungen und eine Neuverfilmung im Jahr 2005.
Warum die Faszination? Weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, die sich auf Long Island zutrug. Im Jahr 1974 lebte die siebenköpfige Familie DeFeo ein ruhiges Leben in ihrem schönen Haus in der Ocean Avenue im idyllischen Amityville an der Küste Long Islands.

Bis der älteste Sohn des Ehepaares DeFeo eines Tages alle sechs Familienmitglieder im Schlaf erschoss. Das Verbrechen sorgte international für Aufsehen und führte dazu, dass das Haus anschließend viele Monate leerstand. Ende 1975 kaufte Familie Lutz das Haus und erlebte eine Vielzahl seltsamer Ereignisse. Nach nur 28 Tagen zogen sie wieder aus, denn sie waren sich sicher: Hier spukt es!

Reid's Ice Cream Factory: Verlassene Gänge voller Mythen und unheimlicher Geräusche

Anfang des 20. Jahrhunderts sorgte die Eisfabrik in Blue Point auf Long Island für viel Freude bei Groß und Klein, bis sie in den 1920er-Jahren geschlossen wurde. Seitdem stand das Gebäude leer. Obwohl es im Jahr 2003 abgerissen wurde, werden die Mythen und Geschichten um die alte Eisfabrik bis heute fleißig weitererzählt.

Eine davon soll sich in den 1970er-Jahren ereignet haben: Ein kleiner Junge spielte im verlassenen Fabrikgebäude, kletterte zu hoch hinauf, rutschte aus und stürzte in den Tod. Seitdem sollen immer wieder Menschen ihn dort toben und spielen hören. Ein Abrissteam legte sogar seine Arbeit nieder, weil die Arbeiter gehört haben wollten, wie der Junge durch die Gänge lief und dabei die Türen auf- und zuschlug. Die zweite Geschichte soll sich in den 1950er-Jahren ereignet haben: Eine junge, schöne Frau namens Linda traf sich in der Fabrik mit einem Verehrer – das Date schien jedoch nicht gut gelaufen zu sein, denn Linda wurde ermordet.

Über die Frage, mit wem Linda sich getroffen haben soll und warum es zum Streit kam, kursieren in Blue Point zahlreiche verschiedene Geschichten.

Pilgrim Psychiatric Center: Ein Lost Place mit düsteren Geheimnissen

Lost Places, also verlassene Orte oder leerstehende Gebäude, sind vielerorts ein beliebtes Ziel. Einen solchen Ort gibt es auch auf Long Island, der in seiner Kategorie häufig unter die Top Ten schafft: das Pilgrim Psychiatric Center, das früher unter dem Namen Pilgrim State Hospital bekannt war. Die 1931 eröffnete Psychiatrie verzeichnete 1954 bereits 13 875 Patienten und war damit die größte und auch stark überfüllte Psychiatrie der gesamten USA.

Die Menschen waren dort unter schrecklichen Bedingungen eingepfercht und schlimmen Behandlungsmethoden ausgesetzt. Die Psychiatrie wurde später verkleinert, einige Gebäude wurden umfunktioniert oder geschlossen. Einige davon sind heute berühmte Lost Places. Besucher können dort noch heute diverse Foltergeräte, alte Rollstühle und OP-Säle sehen.

Über Discover Long Island

Die 1979 unter dem Namen „Long Island Convention and Visitors Bureau & Sports Commission” gegründete Organisation hat sich zur Aufgabe gemacht, die regionale Reise- und Tourismusindustrie zu fördern. Die Organisation trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung und Lebensqualität auf Long Island bei, indem sie die Region als erstklassiges Reiseziel für Tourismus, Meetings und Tagungen, Messen, Sportereignisse und andere Großveranstaltungen in der Öffentlichkeit bekannt macht. Ausführliche Informationen über Long Island sind auf der Website www.DiscoverLongIsland.com erhältlich.

Quelle: Discover Long Island c/o Kaus Media Services