Geister, Gauner und gute Seelen: Nächtliche Führungen in Baden-Württemberg
Mit Einbruch der Nacht laden im Süden Deutschlands mancherorts finstere Gestalten dazu ein, sie in ihr Schattenreich zu begleiten. Licht ins Dunkel bringen dagegen Nachtwächter und Laternenanzünderinnen, denen man sich bei ihren abendlichen Rundgängen anschließen kann.
Gruselführung in Hohenlohe
Zwischen Kocher und Jagst im Nordosten Baden-Württembergs liegt Hohenlohe, auch bekannt als das „Land der Burgen und Schlösser“. Manche der alten Gemäuer sind noch vollständig erhalten und sogar bewohnt. Von anderen kann man nur noch die Ruinen besichtigen, doch ihre teils düsteren Geschichten leben fort. Zum Beispiel bei einer Laternenführung mit der Natur- und Landschaftsführerin Alexandra Abredat. Auf der Strecke von Nagelsberg über die Alte Zarge zur Burgruine Lichteneck in Ingelfingen erwartet die Teilnehmer ein schauriges Märchen über rastlose Tote, Liebe und Schuld, Mord und Sühne. Die nächsten Termine sind der 25. Oktober, der 8. November und der 6. Dezember 2025.
Mit dem Büttel durch Bietigheim-Bissingen
Was heute die Polizei ist, war früher der Büttel. Damit Recht und Ordnung in den Städten durchgesetzt werden konnten, bemühte sich der Gerichtsbeamte im Auftrag der Obrigkeit. Wer sich dem Büttel von Bietigheim-Bissingen auf seiner nächtlichen Reise in die dunklen Kapitel der Stadt anschließt, erfährt von tragischen Unglücksfällen und Meucheltaten, von einem geheimnisvollen Brandstifter, einem unglücklichen Schuss und einer vermeintlichen Hexe. Der Gang durch die Geschichte startet das nächste Mal am 12. September 2025 am Kronenplatz und ist für Einzelpersonen und Kleingruppen geeignet.
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Das unheimliche Tübingen
Eine Stadtführung mit Gruselfaktor erwartet nervenstarke Besucher im abendlichen Tübingen. Hinter den alten Fassaden der Studentenstadt lauern unheimliche Geschichten vom ehemaligen Scharfrichter, der Giftmörderin und einer besonderen Mätresse des Herzogs. Und spätestens, wenn erläutert wird, was es mit der Zergliederung von Hingerichteten in der Friedhofskapelle am Jakobusplatz durch die Medizinische Fakultät auf sich hatte, ist Gänsehaut garantiert. Die Tour wird daher auch ausdrücklich nicht für Kinder empfohlen.
Sommernachtsspuk in Breisach
Wer nach Breisach am Rhein kommt, erblickt schon von Weitem den Münsterberg, der nach seinem markantesten Bauwerk, dem St. Stephansmünster, benannt ist. Der Berg ist seit fast 4.000 Jahren bewohnt und über die Jahrtausende haben sich hier viele Sagen angesiedelt. Wer am 12. September 2025 mit Mönch Gregorius zu später Stunde zum Ghost-Walk „Geister, Spuk und Sommernacht“ aufbricht, hört auf dem Weg über verlassene Friedhöfe und vorbei an verfluchten Orten hinauf zum Münsterberg von verlorenen Seelen, wundersamen Rettungen und dem alten Hexenturm. Nichts für schwache Nerven …
Wangener Gauner, Galgenvögel und Gefahren
In Wangen im württembergischen Allgäu entführen Landvermesser und Magd ihr Publikum mit grausigen Geschichten von nächtlichen Überfällen, Räubern und Mördern auf eine finstere Zeitreise. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, denn das spannende Gassenspiel „Von Gaunern, Galgenvögeln und Gefahren” lässt so manche Erzählung zur erschreckenden Realität werden. In den schummrigen Winkeln der historischen Altstadt warten dunkle Gestalten nur darauf, Unschuldige zu fangen und ihnen Angst einzujagen. Los geht’s am 19. September, 17. Oktober, 14. November und 13. Dezember 2025.
Quelle: Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg