Gartenpreis für Seegut Zeppelin
Für ihren visionären Umgang mit dem historischen Park rund um das Hotel Seegut Zeppelin in Friedrichshafen-Fischbach wurden Hendrik und Sandra Fennel mit dem Bodenseegärtenpreis ausgezeichnet. Der vier Hektar große, am Seeufer gelegene Landschaftspark wurde vor rund 100 Jahren zusammen mit der Villa Gminder angelegt, die auch heute noch den Kern der Anlage bildet.
Der Park ist ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet. Es waren der klare Fokus auf Biodiversität und die konsequente Einbettung in das Nachhaltigkeitskonzept des im Jahr 2024 am Bodenseeufer eröffneten Hotels, die die Jury überzeugten. Die Familie Fennel erhielt den Preis der Kategorie 2 „Umweltbewusstes Gärtnern und herausragende Initiative rund ums Thema Gärten”.Schon bei der Bewerbung um das Hotelprojekt vor zehn Jahren sahen die Fennels im „Genius Loci” – den historischen Wurzeln, dem direkt am See liegenden Parkbestand und der besonderen Ausstrahlung des Ortes – Chance und Verantwortung zugleich. Bald reifte der Plan für ein Hotel, das sich der umgebenden Natur und dem historischen Bestand unterordnet und den Park in den Mittelpunkt stellt. „Dies ist ein Garten mit Hotel, nicht ein Hotel mit Garten”, formulierte Hendrik Fennel seine Vision.
Der Bodenseegärtenpreis 2026
Seit 2017 vergibt das Netzwerk Bodenseegärten diesen Preis, um grünes Schaffen in der weiteren Bodenseeregion zu würdigen. Das Seegut Zeppelin erhält den Preis in der Kategorie „Umweltbewusstes Gärtnern und herausragende Initiative rund ums Thema Gärten”. Weitere Preisträger sind der Seeburgpark Kreuzlingen in der Kategorie „Vorbildliche Erhaltung und Pflege zeitgenössischer Parks und Gärten in der Bodenseeregion” sowie in der neuen Kategorie 3 „Nachhaltige öffentliche Grünflächen am Verkehr” die Stadt Frauenfeld für die Gestaltung des Schaffhauserkreisels und die Stadt Bad Saulgau für die Gestaltung zweier Kreisverkehre an der Hauptstraße.
Und so ist es gekommen. Neue Gebäude mit moderner Holzverkleidung sind zurückhaltend und nur auf zuvor bereits versiegelten Flächen hinzugekommen. Die alten Bäume des ursprünglichen Parks bildeten das taktgebende Gerüst und gaben die Struktur bei der Gebäudeplanung vor. In einem Fall tritt das Gebäude sogar zurück und erlaubt durch große Fenster auf allen drei Etagen ungewöhnliche Ausblicke ins Geäst eines mächtigen Mammutbaums.
In der Nähe der historischen Villa leuchten im Sommer prächtige Staudenbeete, die Schmetterlinge und Bienen in Scharen anlocken. Hier wetteifern Lavendel, Sonnenhut, Wiesenskabiosen und Salbei um die Gunst der Bestäuber. Die Gärtner greifen ein, wo es nötig ist, und lassen wachsen, wo es möglich ist. Wiesen dürfen länger stehen und Stauden werden nicht direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. Laub und Totholz dienen Insekten, Igeln und anderen Tieren an den Parkrändern als Rückzugsort. Auf den Einsatz von Pestiziden, Kunstdünger und Torf wird verzichtet; stattdessen sorgen Kompost und Mulch für eine langfristige, lebendige Bodenkultur. Bestehende Einbauten wie das alte Gewächshaus wurden übernommen und dienen als Kinderstube für den Küchengarten, den Beeren- und den Naschgarten.
Einige Bereiche des Parks sind bewusst nicht zugänglich, damit Tiere dort Rückzugsorte finden. Nachts bleibt der Garten dunkel, um nachtaktive Tiere und den Rhythmus der Natur nicht zu stören. Große Fensterscheiben wurden mit Markierungen versehen, um das Aufprallen fliegender Vögel zu verhindern.
Bei all dem wurde auch an das Wohl der Gäste gedacht, für die der weitläufige Garten zu einem Ort tiefer Ruhe und Erholung wird. Versteckte Bänke laden zum Lesen ein und eine Hängematte zum Schaukeln unter den Baumwipfeln. Von den Liegestühlen am Seeufer aus schweift der Blick genüsslich über die Wasserfläche bis zu den mächtigen Vorposten der Alpen.
„Im Seegut Zeppelin ist ein Ort entstanden, an dem Ökologie keine behauptete Werbeaussage ist, sondern Teil eines Nachhaltigkeitskonzepts, das sich durch den gesamten Hotelbetrieb zieht”, fasst die Laudatio zusammen. Es gehe um Stimmigkeit und das lebendige Zusammenspiel von Natur, behutsamer Gestaltung und Gastlichkeit.
Das Seegut Zeppelin
Es liegt direkt am Ufer des Bodensees in Friedrichshafen-Fischbach in einem rund vier Hektar großen Landschaftspark mit eigenem Zugang zum Wasser. Was diesen Ort besonders macht, ist nicht allein seine Lage, sondern auch ihre Seltenheit: Zwischen Haus und See liegen keine Straße oder Promenade, sondern Wiesen, alte Bäume, Uferkante, Freitreppe und ein kleiner Hafen. So entsteht ein einzigartiges Landschaftserlebnis. Im Zentrum der Hotelanlage steht die denkmalgeschützte Jugendstilvilla Gminder. Sie wurde durch vier zeitgenössische Solitäre behutsam ergänzt. Die modernen Neubauten treten in ihrer Erscheinung bewusst zurück und fügen sich mit Fassaden aus unbehandeltem Fichtenholz stimmig in Park und Baumbestand ein.
Diese unmittelbare Nähe zur Seelandschaft prägt auch das kulinarische Erlebnis. Das Restaurant Pinus befindet sich in der Villa Gminder und öffnet sich zur Seeterrasse und zum Park. Die Küche ist pflanzenbetont und regional. Viele Gerichte sind zum Teilen gedacht. Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen bilden die Grundlage, Fisch und Fleisch setzen bewusst dosierte Akzente. Mit dem Bib Gourmand des Guide MICHELIN ist das Pinus inzwischen eine anerkannte kulinarische Adresse, die weit über die klassische Hotelgastronomie hinausreicht.
Das Seegut Zeppelin ist GreenSign-zertifiziert und Mitglied der Design Hotels. Nachhaltigkeit ist hier eine Grundentscheidung, die in vielen Details spürbar wird. Es ist damit weit mehr als ein Hotel am See. Es ist ein Landschaftshaus und eine Designadresse, ein kulinarischer Ort, ein Rückzugsraum und ein Ausgangspunkt für Entdeckungen in der Vierländerregion. Vor allem aber ist es ein Haus mit eigenem Rhythmus, geprägt von der Geschichte des Ortes, der Weite des Bodensees, der Kraft eines außergewöhnlichen Parks und einer Form von Gastlichkeit, die sich über Substanz, Aufmerksamkeit und Ruhe definiert.
Informationen zum Landschaftspark und Gartenkonzept des Seegut Zeppelin finden Sie hier: www.seegut-zeppelin.de
Quelle: Gartennetzwerk Bodenseegärten c/o PR2 Petra Reinmöller Kommunikation GmbH
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