Die Reise des Bernina Express von den Gletschern zu den Palmen
Die Reise mit dem Bernina Express führt von den eisigen Höhen des Berninapasses über das sonnige Puschlav bis hinunter nach Tirano. Jede Etappe hat ihre Besonderheiten: Landschaften, Orte, Menschen und Momente entlang einer der eindrucksvollsten Bahnstrecken der Welt. Die gesamte Strecke ist vielfältig, kontrastreich und ganzjährig erlebbar.
Auftakt zwischen Geschichte und Gebirge: 1. Station Chur, die älteste Stadt der Schweiz
Die älteste Stadt der Schweiz ist der ideale Ausgangspunkt für die Fahrt über die Alpen. Zwischen historischen Gassen und Kathedralmauern beginnt die Reise, bevor sich der Zug kurz nach der Abfahrt durch das Domleschg-Tal schlängelt – vorbei an Burgen, Felshängen und kleinen Dörfern. Schon hier wird deutlich, wie eng Kulturgeschichte und Natur miteinander verflochten sind. Seit der Eröffnung der Rhätischen Bahn im Jahr 1889 dient Chur als Drehkreuz in Richtung Süden und als Einstimmung auf eine Fahrt, die alpines Erbe und moderne Linienführung verbindet.
Einstieg in die Albulalinie: 2. Station Thusis
Thusis markiert den Moment, in dem das Tal deutlich enger und die Strecke technischer wird. Der Solisviadukt spannt sich eindrucksvoll über die Schinschlucht und zeigt, wie mutig die Albulalinie konstruiert wurde. Seit 1903 verbindet sie Thusis mit den Hochalpen und macht die Region zu einem Ausgangspunkt für Wanderwege und Bahnerlebnisse. Die Bewegung der Bahn folgt hier erstmals deutlich spürbar dem Gebirge – eine Verbindung von Natur und Ingenieurskunst, die im weiteren Verlauf immer eindrucksvoller wird.
Der Anstieg nimmt Form an - 3. Station: Tiefencastel
Tiefencastel liegt dort, wo die Bahn endgültig in alpine Dramatik übergeht. Die Strecke beginnt sich enger an die Topografie zu schmiegen und führt durch Kehrtunnel sowie über Viadukte, die einen Vorgeschmack auf die kommenden Höhenmeter vermitteln. Die Landwasserschlucht kündigt den ikonischen Abschnitt der Albulalinie bereits an. Gleichzeitig bleibt Tiefencastel Ausgangspunkt für Natur- und Kulturerlebnisse im Herzen Graubündens. Hier verändert sich die Fahrt spürbar – sie wird steiler, strukturierter und intensiver.
Hochgebirge in seiner reinen Form - 7. Station: Bernina Diavolezza
Auf über 2.000 Metern erreicht die Bahn eine Zone, in der Fels und Weite das Bild bestimmen. Bernina Diavolezza bietet einen der eindrucksvollsten Ausblicke auf Gletscher der Strecke, bevor es weitergeht zum Ospizio Bernina, dem höchsten Punkt der Rhätischen Bahn. Von hier aus beginnt der Abstieg in breiten Schwüngen. Tief unten öffnet sich das Valposchiavo und der Palügletscher zieht entlang des Hanges. Die Bahn schwebt nahezu über der Landschaft, ehe sie Alp Grüm erreicht – ein Ort, der seit jeher für Ruhe, Aussicht und fotografische Magie steht.
Begegnung mit der UNESCO-Welterbe-Architektur: 4. Station Filisur
Filisur öffnet den Blick auf die berühmte Landwasserregion. Erlebniswege und Plattformen machen die Bahnlinie greifbar, bevor der Zug Richtung Bergün weiterfährt und eine der dichtesten Abfolgen alpiner Baumeisterkunst durchmisst. Kurven, Tunnel und Viadukte folgen eng aufeinander, während die Bahn über 300 Höhenmeter gewinnt – und das ohne Zahnradtechnik. Die Landschaft wird karger und die Gebirgsketten wuchtiger. Die Strecke zeigt, wie harmonisch sie in den Untergrund eingezeichnet wurde.
Wo die Bahn ihre ganze Kunst zeigt, ist die fünfte Station: Bergün
Tiefencastel liegt dort, wo die Bahn endgültig in alpine Dramatik übergeht. Die Strecke beginnt sich enger an die Topografie zu schmiegen und führt durch Kehrtunnel und über Viadukte, die einen Vorgeschmack auf die kommenden Höhenmeter vermitteln. Die Landwasserschlucht kündigt den ikonischen Abschnitt der Albulalinie bereits an. Gleichzeitig bleibt der Ort Ausgangspunkt für Natur- und Kulturerlebnisse im Herzen Graubündens. Hier verändert sich die Fahrt spürbar – sie wird steiler, strukturierter und intensiver.
Am Fuß der Gletscherwelten liegt die sechste Station: Pontresina
Pontresina liegt am Beginn der Königsetappe. Das Val Bernina führt den Zug stetig bergauf, vorbei an Lärchen und Arven, bevor die Vegetation nachlässt und der Blick auf die Gletscher frei wird. Dieser Abschnitt wird vom Val Morteratsch und seiner dokumentierten Gletschergeschichte begleitet. Gipfel wie der Piz Bernina und der Piz Palü dominieren das Panorama. Die Bahn bewegt sich spürbar auf die Hochregion zu. Die Landschaft wird offener, felsiger und ist geprägt von starkem Licht.
Vom Hochgebirge in den Süden - 8. Station: Alp Grüm
Nach Alp Grüm setzt ein landschaftlicher Wandel ein, den man fast körperlich spürt: der Übergang von der kargen Hochgebirgswelt zu den wärmeren Zonen. Wiesen, Wälder und schließlich Kastanienhaine tauchen im Blickfeld auf, während unten der Lago di Poschiavo glitzert. Die Bahn verliert in harmonischem Rhythmus Höhe und die Atmosphäre wird milder. Poschiavo empfängt die Reisenden schließlich mit italienischem Flair, Palazzi und südalpiner Lebensart – ein deutlicher Kontrast zur kargen Welt wenige Kilometer weiter oben.
Das Dorf und sein Zug - 9. Station: Poschiavo
Poschiavo zeigt die menschliche Seite der Berninalinie. Hier fährt der Zug mitten durch das Dorf, vorbei an Balkonen, Cafés und engen Gassen. Die Bahn ist Teil des täglichen Lebens, nahbar und authentisch. Die Region blickt auf eine lange Tradition des Zusammenspiels von Tourismus, Gastlichkeit und Bahnverkehr zurück. Auf dem Weg nach Le Prese wird aus der alpinen Reiseroute ein Einblick in das südalpine Alltagsleben – persönlich, vertraut und lebendig.
Der See ist ständiger Begleiter - 10. Station: Le Prese
Nach Alp Grüm setzt ein landschaftlicher Wandel ein, den man fast körperlich spürt: der Übergang von einer kargen Hochgebirgswelt zu wärmeren Zonen. Wiesen, Wälder und schließlich Kastanienhaine tauchen im Blickfeld auf, während unten der Lago di Poschiavo glitzert. Die Bahn verliert in harmonischem Rhythmus Höhe und die Atmosphäre wird milder. Poschiavo empfängt die Reisenden schließlich mit italienischem Flair, Palazzi und südalpiner Lebensart – ein deutlicher Kontrast zur kargen Welt wenige Kilometer weiter oben.Ein Ziel voller südlicher Leichtigkeit: 11. Station: Tirano
Tirano bildet das Ende der Bahnstrecke und zugleich den Beginn einer neuen Welt. Mediterranes Licht, italienische Architektur und die Wallfahrtskirche Madonna di Tirano prägen den Empfang. Viele Reisende steigen hier in den Bernina-Express-Bus Richtung Comer See und Lugano um. An keinem Punkt zeigt die Route stärker als hier, wie sie Kulturen, Klimazonen und Landschaften miteinander verbindet – von Gletschern zu Palmen, von alpiner Ruhe zu südländischer Lebendigkeit.
Quelle: Rhätische Bahn c/o Wilde & Partner Communications GmbH