Die Kunst des Abschaltens im Kufsteinerland
Der Sessellift schwebt über die gelb gefärbten Baumwipfel. Am Thiersee wird es still, denn der Sommertrubel ist längst weitergezogen. Im Kufsteinerland beginnt jetzt die Zeit zum Abschalten – und das ist durchaus wörtlich gemeint. Das Handy darf in der Tasche bleiben, während andere Dinge Aufmerksamkeit bekommen: das Rascheln im Wald, die klare Bergluft, die weiten Blicke und die Wärme in den Gaststuben nach einem Tag an der frischen Luft. Der Herbst zeigt, wie wohltuend es sein kann, weniger vorzuhaben und dafür mehr wahrzunehmen.
30 Minuten, in denen nichts passiert
Es gibt schnellere Wege auf einen Berg – theoretisch. Im Kufsteinerland ist das zum Glück nicht der Fall. Denn beim Kaiserlift ist schon die Fahrt Teil der Auszeit. Rund 30 Minuten schwebt der Einer-Sessellift von Kufsteins Stadtrand aus hinauf Richtung Brentenjoch auf 1 250 m. Unter den Füßen ziehen Baumwipfel vorbei und mit jedem Höhenmeter öffnet sich der Blick weiter über das Inntal. Es gibt kein Gespräch mit dem Sitznachbarn, kein Programm und keinen Grund, das Smartphone aus der Tasche zu holen.
Bis Anfang November fährt der Lift in die herbstliche Bergwelt. Wer oben aussteigt, hat die Geschwindigkeit der Stadt bereits ein Stück weit hinter sich gelassen. Im Naturschutzgebiet Kaisergebirge führen Wege durch Wälder und über Almflächen, auf denen nach dem Sommer Ruhe eingekehrt ist. Die Almen haben aber noch bis Mitte Oktober für eine Einkehr geöffnet. Manchmal braucht es eben keine Meditations-App. Ein Einer-Sessellift tut es auch.
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Der Luxus, nichts erreichen zu müssen
Im Herbst werden die Wege ruhiger. Und plötzlich muss eine Wanderung nicht mehr an Höhenmetern gemessen werden. Ein Spaziergang durch den Wald darf einfach ein Spaziergang sein. Der Boden federt unter den Schuhen, es riecht nach feuchtem Holz und Laub und irgendwo plätschert Wasser über Steine.
Beim Waldbaden am Riedenberg wird aus diesem vermeintlichen Nichtstun eine bewusste Erfahrung. Langsamer gehen, stehen bleiben, hören, schauen. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell, wie ungewohnt es ist, nur eine Sache gleichzeitig zu tun.
Auch die Seen im Kufsteinerland verändern im Herbst ihre Stimmung. Am Thiersee und Hechtsee wird es nach der Badesaison an den Ufern wieder stiller. Die Bergwälder spiegeln sich im Wasser und die Luft ist klar und kühl. Weiter oben liegen Almen, Bergwiesen und Bäche. Das ist keine Kulisse für ein Pflichtprogramm, sondern ein Ort, an dem man sich auch einmal treiben lassen darf.
Warum manche Orte zum Bleiben verführen
Andere Plätze haben Menschen schon lange vor dem Begriff „Digital Detox“ aufgesucht. Im Kufsteinerland gibt es eine Reihe solcher Kraftplätze, an denen Landschaft, Geschichte, Sagen und persönliche Wahrnehmung ineinandergreifen.
Manche Orte erleichtern das Innehalten. Am Kranzhorn öffnet sich der Blick weit über das Inntal und die Antoniuskapelle im Kaisertal verbindet Berglandschaft mit jahrhundertealter Geschichte. Beim „Adlerblick“ nahe der Bergstation des Kaiserlifts steht die Weite im Mittelpunkt, während die Tischoferhöhle bei Ebbs tief in die Landschaft und ihre Vergangenheit führt. Der Häringer Stilleplatz schließlich macht seinem Namen alle Ehre – ein Ort, an dem für einen Moment nichts passieren muss.
Was macht diese Orte zu Kraftplätzen? Sie fordern nichts. Sie laden dazu ein, stehen zu bleiben und genauer hinzusehen. Im Herbst, wenn die Wege leerer werden und die Konturen der Gipfellinien am Zahmen oder Wilden Kaiser schärfer werden, fällt das besonders leicht.
Wenn draußen die Temperatur fällt
Nach Stunden in der klaren Herbstluft fühlt sich Wärme anders an. Das wusste man in Bad Häring schon lange, bevor Wellness zum Reisebegriff wurde. Der Ort am Fuße des Pölven war einst vom Bergbau geprägt. Bei Arbeiten unter Tage stieß man auf eine Schwefelquelle – der Anfang einer Entwicklung, die Bad Häring vor genau 30 Jahren zu Tirols erstem und einzigem Bäderkurort machte.
Heute wird diese Geschichte zeitgemäß weitergeschrieben. Im Wellness & Genuss Hotel Panorama Royal ***** in Bad Häring gehören eine 7.500 m² große Spa-Welt sowie Yoga und Pilates zu diesem Verständnis von Auszeit. Im Adults-Only-Hotel DAS SIEBEN *****Superior in Bad Häring wird mit der „Offline Suite“ auf bewusste Auszeit gesetzt: Sieben Stunden bleibt das Smartphone ausgeschaltet – verbunden mit einer Spende für soziale Anliegen in der Region. Sieben Stunden ohne Nachrichten, E-Mails und den schnellen Blick aufs Display. Was vor wenigen Jahren noch selbstverständlich gewesen wäre, klingt heute beinahe radikal.
Im Thierseetal setzen die Hotels jeweils eigene Akzente: Das Juffing Hotel & Spa verbindet Spa mit Gourmetküche, im European Ayurveda Resort Sonnhof Tirol trifft ayurvedische Heillehre auf die alpine Lebenswelt und im Thierseerhof stehen Ruhe, Natur und kulinarischer Genuss im Mittelpunkt.
So wird das Drinnen nicht zum Gegenprogramm für das Draußensein, sondern zu dessen Fortsetzung: Erst kalte Luft auf der Haut, dann Wärme. Erst ein Weg durch den Wald, später ein langer Abend ohne Termin.
Und dann wieder quirliges Leben
Wer genug klare Wald- und Bergluft eingeatmet hat, muss im Kufsteinerland nicht zwischen Natur und Stadt wählen. Nur wenige Kilometer weiter wartet Kufstein mit seinen Gassen, Cafés und Geschäften. Über der Stadt und dem Inn thront die Festung Kufstein. Mittags erklingt von dort die Heldenorgel. Für einige Minuten gibt nicht das Smartphone, sondern Musik den Takt vor.
Gerade dieser Wechsel gehört zum Herbst im Kufsteinerland: Vormittags über die Baumwipfel schweben, mittags durch die Stadt schlendern oder an einem See sitzen, nachmittags einfach mal nichts tun und abends gut einkehren.
Vielleicht ist das die eigentliche Qualität dieser Jahreszeit. Der Herbst verlangt nicht ständig nach dem nächsten Erlebnis, er macht aus weniger Programm mehr Zeit. Das Handy kann derweil in der Tasche bleiben.
Weitere Informationen finden Sie unter www.kufstein.com.
Über das Kufsteinerland
Das Kufsteinerland, bestehend aus den acht Dörfern Bad Häring, Ebbs, Erl, Langkampfen, Niederndorf, Niederndorferberg, Schwoich und Thiersee sowie der Stadt Kufstein, ist Lebensraum für rund 44.000 Menschen und ein pulsierender Wirtschafts- und Hochschulstandort. Hier vereinen sich Schaffens- und Innovationskraft mit gelebten Tiroler Traditionen sowie internationaler Hochkultur im Festspielhaus Erl.
Die mächtige Festung über der mittelalterlichen Stadt Kufstein, das majestätische Kaisergebirge und die sanften Almen auf den Hochplateaus rund um den Thiersee und Bad Häring bilden eine prägende Kulisse und sind ein Kraftort für Einheimische, Arbeitnehmende, Studierende und Gäste gleichermaßen. In dieser Umgebung steht das Kufsteinerland für aktive Erlebnisse zwischen Arbeitsleben und Alltag. Diese lassen sich aus einer einzigartigen Mischung aus Tradition und Moderne, Natur und Wellness, Kultur und Sport sowie traditioneller und internationaler Kulinarik im Kreislauf der Jahreszeiten zusammenstellen. Gleichzeitig findet man im Kufsteinerland genügend Raum für Erholung und Stille. Mit dem Auto erreicht man das Kufsteinerland über die Inntalautobahn bis zur Abfahrt Kufstein Süd ohne Vignette. Der Bahnhof liegt nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt und ist wichtiger Halt für Fernzüge. Das Deutschlandticket ist bis Kufstein gültig.
Als eine von sechs Destinationen in Tirol wurde das Kufsteinerland mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Dieses zeichnet sich durch ein umfassendes Managementsystem aus, das sowohl ökologische als auch soziale Aspekte berücksichtigt und eine kontinuierliche Verbesserung der nachhaltigen Entwicklung sicherstellt.
Quelle: Tourismusverband Kufsteinerland c/o FEUER & FLAMME. DIE AGENTUR