Deutschlands verrücktester Abkühlort ist ein Kunstwerk
Während Deutschland bei hochsommerlichen Temperaturen schwitzt und vielerorts Freibäder und Klimaanlagen sehr gefragt sind, bietet die Landesgartenschau Neuss mit dem Kunstwerk „AQUAER – in der Luft liegend“ von Hannah Schneider den wohl ungewöhnlichsten „Abkühlort“ Deutschlands: Der historische Totalisator am Haupteingang West wird in eine Nebel-Skulptur verwandelt.
Alle 30 Minuten geschieht der Kunstmoment: Für fünf Minuten legt sich feiner Nebel um den historischen Totalisator. Aus Architektur wird Atmosphäre, aus Wasser wird Kunst und aus dem Westeingang ein Sommerereignis.
„Kunst ist auf der Landesgartenschau kein begleitendes Programm, sondern ein zentraler Anziehungspunkt”, sagt Ursula Platen, Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Neuss. Das Kunstwerk der Kölner Künstlerin soll für die Besucherinnen und Besucher zu einem überraschenden Erlebnis werden und den Totalisator, der der früheren Galopprennbahn als Wettgebäude diente, als sinnlichen Erlebnisort inszenieren.
„Wir wollten wirklich etwas Besonderes für unsere Besucherinnen und Besucher schaffen. Bei jedem Nebel wirkt das Gebäude anders und an heißen Tagen spendet es sogar Erfrischung“, freut sich LAGA-Geschäftsführerin Annette Nothnagel.
3 großformatige und ortsspezifische Kunstwerke auf der LAGA Neuss 2026
Unter der kuratorischen Leitidee „Kunst, Freiraum und Spurensuche“ binden sich drei temporäre, ortsspezifische Kunstwerke direkt in die räumliche Gestalt des Landesgartenschaugeländes ein – als Landmarke, Treffpunkte und überraschende Erlebnisräume.
„Wir treffen uns im Wind“ von Hayato Mizutani aus München verzauberte am 6. Juni 2026 bereits zahlreiche Hochzeitspaare und verliebte Menschen. Ob als perfektes Fotomotiv oder Hochzeitslocation – die Vision von Hayato Mizutani ging auf: einen Ort zu schaffen, der Religionen und Menschen zusammenbringt. Die Gartenskulptur besitzt eine nach oben hin offene, kreisrunde, pavillonartige Struktur mit einem Durchmesser von 15 Metern. Umgeben von Wildhecken und Gartenkabinetten bewegen sich transluzente, hellblaue Stoffbahnen im Wind. Diese sind, wie die künstlerisch gestalteten, hellblauen Möbel, farblich vom Himmel inspiriert.
Die 30 Meter hohe Landmarke „ASA NISI MAYA“ von Christian Odzuck aus Düsseldorf befindet sich im frei zugänglichen LAGA-Bereich des Rheinvorlands. Das Kunstwerk mit den hängenden Gärten als Verbindungselement zum neuen Stadtpark möchte gesehen werden. Die farbigen Fahnen an der Spitze der Skulptur wirken im Einklang mit dem maritimen Ambiente des Rheins. Auf zehn Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, die bald besteigbar sein wird. Hierzu wird gesondert informiert.
Die Realisierung wurde durch eine Förderung der Kunststiftung NRW ermöglicht.
Informationen rund um den Besuch der Landesgartenschau Neuss 2026 gibt es hier: www.landesgartenschau-neuss.de/besuchen.
Quelle: Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH