Compagnie des Alpes: Wenn die Gipfel grün werden
Frankreich

Compagnie des Alpes: Wenn die Gipfel grün werden

Die französischen Alpen sind schon lange mehr als nur ein klassisches Winterziel. Sobald der Schnee den Almwiesen weicht, verwandeln sich die Berge in eine vielseitige Erlebniswelt für Aktivurlauber, Familien und Naturliebhaber.

Ob Gletscherwanderungen, aussichtsreiche Bike-Touren, familienfreundliche Abenteuerprogramme oder alpine Genussmomente – die Orte Pralognan-la-Vanoise und Les Menuires zeigen, wie abwechslungsreich ein Sommer in den Bergen sein kann. Dabei verbindet beide Destinationen die Nähe zur Natur mit authentischen Erlebnissen und einem breiten Angebot für Urlauber.

Abwechslungsreicher Sommer in den französischen Bergen

Les Menuires

Mountainbiking, Natur und Familienabenteuer

Les Menuires ist vor allem als Wintersportort bekannt, doch im Sommer entwickelt sich die Destination zu einem vielseitigen Outdoor-Spielplatz. Zwischen Bergseen, Almen und Gipfeln erwarten Besucher über 300 Kilometer Wanderwege sowie ein stetig wachsendes Angebot für Mountainbiker. Familien profitieren von abwechslungsreichen Freizeitprogrammen, während ambitionierte Sportler auf anspruchsvollen Anstiegen und neuen Bike-Strecken ihre Herausforderung finden.

Neue Bike-Erlebnisse zwischen Almen und Gipfeln

Mountainbiker dürfen sich in diesem Sommer auf zahlreiche Neuerungen freuen. Das Streckennetz wird um drei neue Downhill-Trails erweitert, darunter eine grüne sowie neu gestaltete blaue und rote Abfahrt. Ergänzt wird das Angebot durch eine neue Slopestyle-Zone im Zentrum von Val Thorens mit unterschiedlichen Modulen für Einsteiger und Fortgeschrittene, die ihre Technik in sicherer Umgebung verbessern möchten.

Wer die Region lieber entspannt erkundet, kann mit dem E-Mountainbike die alpine Kulturlandschaft des Vallée des Belleville entdecken. Die neue Tour „Pastoralism in the Vallée des Encombres” führt an traditionellen Weilern, Almen, Viehherden und einem Bienenstand vorbei und vermittelt einen authentischen Einblick in das Leben der Bergbauern. Ebenfalls neu ist die Rundtour „Au fil du Doron“. Auf knapp 26 Kilometern macht sie die Bedeutung des Wassers für Natur, Energiegewinnung und das Leben im Tal erlebbar. Beide Routen verbinden Naturerlebnis mit Wissensvermittlung und eignen sich dank moderater Anforderungen auch für Genussradler.

Sportlich ambitionierte Rennradfahrer finden am Col de Tougnète eine der anspruchsvollsten Passstraßen der Alpen. Der rund 30 Kilometer lange Anstieg mit fast 2.000 Höhenmetern zählt inzwischen zu den schwierigsten Anstiegen Frankreichs und gilt bereits als möglicher Kandidat für zukünftige Etappen der Tour de France.

Familienabenteuer für jedes Alter

Auch Familien stehen in Les Menuires im Mittelpunkt. Im Rahmen des Programms „My Mountain Adventure“ erleben Kinder und Jugendliche zwischen drei und siebzehn Jahren altersgerechte Natur- und Sportaktivitäten. Während die Jüngsten bei Bauernhofbesuchen und Naturerkundungen erste Bergerfahrungen sammeln, warten auf die älteren Kinder Survival-Kurse, Biathlon, Rafting, Canyoning oder Via Cordata. So wächst das Abenteuer mit dem Alter Schritt für Schritt.

Mit dem erweiterten Family-Flex-Angebot profitieren zudem Familien unterschiedlichster Konstellationen von vergünstigten Tarifen für Wander- und Bikepässe. Damit lassen sich die Bergbahnen der gesamten Region sowie zahlreiche Aussichtspunkte und Freizeitangebote besonders flexibel und preiswert entdecken.

Pralognan-la-Vanoise

Das Bergdorf im Herzen der höchsten Gipfel Savoyens

Pralognan-la-Vanoise ist das letzte Dorf im Tarentaise-Tal. Es liegt auf 1.410 Metern Höhe am Fuße der Gletscher des Vanoise-Massivs und der Grande Casse. Mit 3.855 Metern ist die Grande Casse der höchste Gipfel Savoyens. Seit jeher bestimmt die Bergwelt den Rhythmus des Ortes. Der Name Pralognan bedeutet so viel wie „entlegenes Feld“ und verweist auf die landwirtschaftliche und alpine Vergangenheit des Dorfes, die bis heute lebendig geblieben ist.

Hier gehen Berglandwirtschaft und Tourismus Hand in Hand – stets im Einklang mit der geschützten Natur. So ist ein authentisches Alpenziel entstanden, das seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Im Sommer führen Wanderwege zu saftigen Almwiesen und hinauf zu imposanten Gletschern. Familien genießen die eindrucksvolle Landschaft, Wanderfreunde erkunden die Routen des Nationalparks Vanoise und ambitionierte Bergsportler finden ein seit mehr als einem Jahrhundert geschätztes alpines Terrain vor.

Als traditionsreiche Wiege des Alpinismus trägt Pralognan-la-Vanoise heute das Gütesiegel „Terre d'Alpinisme“. Diese Auszeichnung würdigt Regionen, in denen die alpine Kultur lebendig ist und Bergsport in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – von den ersten Schritten bis hin zu anspruchsvollen Hochtouren – vermittelt wird.

Eine besondere Rolle spielt dabei das Gletscherwandern. Es eröffnet auch Einsteigern den Zugang zu einer faszinierenden Hochgebirgswelt, die lange Zeit erfahrenen Alpinisten vorbehalten war. Auf dem Eis unterwegs erleben Besucher die spektakulären Landschaften der Vanoise aus einer völlig neuen Perspektive.

Pointe de la Réchasse – der erste 3.000er

Bereits Kinder ab zehn Jahren können beim Gletscherwandern erste Erfahrungen im Hochgebirge sammeln. Die Tour führt auf die Pointe de la Réchasse in 3.212 Metern Höhe und passiert dabei einige der eindrucksvollsten Landschaften des Vanoise-Massivs.

Das Abenteuer beginnt in Pralognan-la-Vanoise mit dem Aufstieg zur Schutzhütte „Refuge du Col de la Vanoise”, die im Herzen des Nationalparks Vanoise liegt. Mit Blick auf die Grande Casse führt die erste Etappe Schritt für Schritt in die faszinierende Mineralwelt des Hochgebirges.

Am nächsten Morgen startet die Tour noch vor Sonnenaufgang. Nach dem Erreichen der Gletschermoräne werden Steigeisen angelegt, die Teilnehmer sichern sich am Seil und machen ihre ersten Schritte auf dem Eis. Bis zum Gipfel der Pointe de la Réchasse wechseln sich Gletscherpassagen und felsige Abschnitte ab. Dort eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama auf die Grande Casse und die Gletscher der Vanoise. Überragt wird die Szenerie von einer Marienstatue. Für viele ist dies der erste Kontakt mit der Hochgebirgswelt – und zugleich die Erinnerung an den ersten Gipfel über 3.000 Metern.

Das Refuge du Col de la Vanoise ist das Basislager für Bergliebhaber

Es liegt am Fernwanderweg GR55 und ist eine der wichtigsten Etappen der berühmten Tour des Glaciers de la Vanoise. Seit mehr als einem Jahrhundert treffen sich hier Wanderer, Alpinisten und Naturliebhaber, bevor sie zu den umliegenden Gipfeln aufbrechen.

Die 1902 erbaute Schutzhütte wurde in den Jahren 2013 und 2018 umfassend modernisiert. Heute gilt sie als idealer Ausgangspunkt für alle, die die Hochgebirgslandschaften der Vanoise entdecken möchten. Umgeben von der Grande Casse, den Glières, der Aiguille de la Vanoise und der Réchasse bietet sie direkten Zugang zu Gletschern und hochalpinen Routen. Rund um die Hütte wechseln sich grüne Almwiesen, Moränenlandschaften und eindrucksvolle Gletscherkulissen ab. Murmeltiere, Steinböcke und Gämsen sind hier regelmäßig zu beobachten und machen deutlich, dass die Hochgebirgswelt zugleich ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Wildtiere ist.

Ob als Übernachtungsstation vor einer Gletscherwanderung oder als Etappe einer mehrtägigen Tour: Das Refuge du Col de la Vanoise zählt zu den eindrucksvollsten Sommerzielen in Pralognan-la-Vanoise.

Quelle: Compagnie des Alpes (CDA) c/o AVIAREPS Tourism GmbH