Mit Bergbahnen, Naturtälern und einem Kinderprogramm zeigt St. Anton am Arlberg, wie entspannt Sommerurlaub mit Kindern in den Alpen sein kann. - Bergsommer im Familientempo am Arlberg
Arlberg

Bergsommer im Familientempo am Arlberg

Berge, Kinder und Erholung – diese Kombination klingt nicht für alle sofort nach einem guten Match. In St. Anton am Arlberg nehmen Bergbahnen den ersten Anstieg ab, nahezu ebene Wege führen in stille Naturtäler und Hase Hoppl verschafft Eltern ein paar Stunden für sich oder für anspruchsvollere Touren. So entsteht ein Urlaub, der bewegt und gleichzeitig zur Ruhe kommen lässt – zwischen Seen, Gondeln und tierischen Spaziergängen.

Sattes Bergglück, das sich sanft erreichen lässt

In St. Anton am Arlberg braucht es für Berggefühl keinen langen Aufstieg. Mit den Bahnen erreichen Familien bequem die Höhenlagen rund um Gampen, Kapall, Galzig, Rendl und die Valluga, den höchsten per Seilbahn erreichbaren Gipfel der Region (2.811 Meter). Oben angekommen, beginnt der Ausflug dann mit weitem Blick statt müden Beinen. Von dort aus erkunden Aktive die Alpenwelt zu Fuß oder mit dem (E-)Bike, das in den Gondeln der Rendl- und Galzigbahn mitgenommen und an den Bergstationen aufgeladen werden kann.

Am Rendl verläuft beispielsweise eine 9,4 Kilometer lange Wanderung über den Riffel-Höhenweg mit Blick auf den Kartellsee bis zur Alpe Rossfall und wieder zurück (ca. 3,5 Stunden Gehzeit). Radfahrer nutzen die Route Richtung Tritschalm und weiter durch das Moostal bis zum Ziel. Mit kleinen Kindern ist die richtige Ausrüstung wichtig: Für Schotter, Almwege und Gefälle empfiehlt sich ein geländetauglicher Kinderwagen mit Luftbereifung und Handbremse. Kindertragen für den Rücken, sogenannte Kraxen, können in St. Antons Sportgeschäften ausgeliehen werden.

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Der weiße Flausch

Bereits ab der ersten Nacht gehört die kostenfreie St. Anton Mobilitäts-Karte zum Aufenthalt im Tiroler Bergdorf. Sie umfasst unter anderem eine geführte Wanderung, ausgewählte Eintritte, Busfahrten sowie Hoppls Kinderprogramm. Von Montag bis Freitag ziehen kleine Gäste zwischen 10 und 16 Uhr mit professionellen Betreuern und dem Maskottchen Hase Hoppl hinaus in die Natur. Sie lesen Spuren im Wald, beobachten Tiere und erkunden den Arlberger Bergsommer spielerisch.

Im Ortsteil St. Jakob bleibt es bei einer Wanderung mit den Lampakas vom Möslihof flauschig. Bei den eineinhalb- bis zweistündigen Touren durch die Region wechseln sich hofeigene Lamas und Alpakas ab. Kinder bis fünf Jahre nehmen kostenfrei teil, danach beginnen die Preise je nach Altersgruppe bei 17 Euro pro Person.

Vom ruhigen Dorf ins stille Tal

Die Definition eines Naherholungsgebiets – „leicht erreichbare, kaum bebaute Natur- und Kulturlandschaft in der Nähe von Städten“ – verdeutlicht, warum ein Ausflug ins Verwalltal bei einem Aufenthalt in St. Anton am Arlberg nicht fehlen sollte. Auf nahezu ebenen Wegen erreichen Familien das autofreie Tal zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine zehn Kilometer lange Rundtour startet beim Tourismusverband, führt durch das Dorf bis zum Mooserkreuz und weiter in Richtung Verwallsee.

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln – vom Dorfzentrum von St. Anton am Arlberg aus erreichen Familien in kurzer Zeit den smaragdgrünen Verwallsee im gleichnamigen Tal.

Unterwegs wechseln sich Wälder und blühende Wiesen ab und es geht über eine 35 Meter lange Stahlseil-Hängebrücke, die die Rosanna überspannt. Am See laden Sitzplätze, ein Spielplatz und eine Grillstelle zu einer Pause ein. An vier Sagenstationen entlang der Strecke werden regionale Mythen wie die Geschichte von der Hexe von Stiegenegg oder vom Schatz auf Burg Arlen auf spielerische Weise vermittelt. Wer es etwas schneller mag, kann einen Abstecher in den Waldseilgarten mit 28 Kletterpassagen in bis zu 17 Metern Höhe oder ins Bike-Areal EldoRADo machen, wo Angebote vom Laufrad bis zur E-Motocross-Maschine warten.

Der Kühle auf der Spur

Auf der aussichtsreichen Wanderung „Mutspuren” (2,5 Stunden, 5 Kilometer) tauchen Familien auf rund 2.100 Metern in die Geschichte der Region ein und folgen den Fährten der Arlberg-Pioniere. Die Rundtour startet direkt an der Bergstation Galzig und verbindet interaktive Stationen und einen Wasserspielplatz. Der Senn’s WunderWanderWeg (2 Stunden 15 Minuten, 6,3 Kilometer) oberhalb von St. Anton am Arlberg widmet sich zwischen dem Maiensee in St. Christoph und der Sennhütte den Themen Klimawandel und Naturschutz. Entlang der Route liegen kreative Erlebnisstationen wie ein Kräutergarten, ein Wunderwald und ein Kneippweg. Am Stockibach-Wasserfall können Familien die Kraft des Wassers sehen und spüren: Die Aussichtsplattform (ca. 1 Stunde, 3,3 Kilometer) bringt Groß und Klein nah an die sträubende Gischt, die für deutlich kühlere Luft sorgt.

Quelle: TVB St. Anton am Arlberg c/o AHM Kommunikation