Auf den Spuren von Keramik, Porzellan und Jugendstil in Weiden
Stille Flüsse, murmelnde Bäche und große Wälder prägen die Landschaft des Oberpfälzer Waldes. Was heute Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber begeistert, legte im 19. Jahrhundert den Grundstein für die regionale Porzellanindustrie. Reichlich Wasser, Holz und Rohstoffe wie Tonerde und Quarzsand sowie der ab 1863 bestehende Eisenbahnanschluss machten Weiden in der Oberpfalz um die Jahrhundertwende zur „Stadt des weißen Goldes“.
In der zweitgrößten Stadt der Oberpfalz können Besucher sowohl Spuren der lokalen Porzellangeschichte entdecken als auch eine Weltreise durch die Keramikkunst unternehmen. Außerdem bieten die beiden Traditionshersteller vor Ort in ihrem Werksverkauf hochwertiges Geschirr oft zu attraktiven Preisen an.
Internationale Keramik und heimisches Porzellan
Das Internationale Keramikmuseum (IKM) im barocken Waldsassener Kasten ist ein Zusammenschluss von sechs Münchner Museen, darunter der Neuen Sammlung, des Museums Fünf Kontinente und des Ägyptischen Museums. Entsprechend groß ist die Bandbreite der präsentierten Objekte. Sie reicht zeitlich von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart und geografisch von Europa über Afrika und Asien bis nach Südamerika. Wie der Name vermuten lässt, nimmt die Keramikkunst den größten Teil der 2025 modernisierten, rund 1.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche ein.
In der „Sonderausstellung Porzellan“ werden zudem Objekte, Serien und Ensembles der heimischen Unternehmen Seltmann und BHS Tabletop mit ihren Marken Bauscher und Schönwald präsentiert. Die Ausstellung vermittelt anschaulich, wie Porzellan über Generationen hinweg Arbeitsplätze geschaffen, Identität geprägt und die Stadt mit nationalen und internationalen Märkten verbunden hat. Unter www.tourismus-weiden.de gibt es weitere Informationen, Adressen und Termine rund ums Porzellan sowie eine Auswahl an Stadtführungen zu verschiedenen Themen.
Jugendstil und Renaissance in der Altstadt
Im Rahmen der „Jugendstilführung“ lassen sich die vielen prächtigen Gebäude der „Art Nouveau“ entdecken. Die Fassaden mit floraler Ornamentik, wie etwa die Häuserzeilen in der Ketteler-, Luitpold-, Johannis- und Sebastianstraße sowie die Kirche St. Josef, sind nicht nur architektonische Schmuckstücke, sondern auch beeindruckende Zeugnisse des wirtschaftlichen Aufschwungs um 1900, der direkt mit dem Erblühen der Glas- und Porzellanindustrie zusammenhängt.
Alle Stadtführungen starten am Alten Rathaus in der schmucken Weidener Altstadt. Mit ihren farbenfrohen Renaissancehäusern und der vielfältigen Gastronomieszene lädt sie zum Verweilen, Staunen und Genießen ein. Und so manche kulinarische Köstlichkeit wird dabei auf heimischem Porzellan serviert.
Quelle: Tourist-Information Weiden c/o DJD deutsche journalisten dienste GmbH & Co. KG