Die Wanderwege rund um Nonnweiler laden zu Pausen ein. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Talsperre Nonnweiler. - Auf den Spuren der Kelten den Herbst 2025 im Saarland genießen
Saarland, Deutschland

Auf den Spuren der Kelten den Herbst 2025 im Saarland genießen

Die Blätter rascheln im Wind und unter den Füßen. Sie leuchten rot und gelb, einige sind bereits braun geworden. Zwischen den Stämmen bildet sich leichter Nebel und es ist kein Tier zu hören. Wer im herbstlichen Saarland wandert, betritt eine mystische Welt. Besonders reizvoll ist es im Norden des kleinen Bundeslands: In Nonnweiler und dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald waren bereits die alten Kelten unterwegs.

Hier kann man die Kelten hautnah erleben

Sie prägten über Jahrhunderte die Kultur und Geschichte Mitteleuropas. Sie waren begnadete Metallarbeiter, errichteten eindrucksvolle Ringwälle und besaßen eine eigene, komplexe Gesellschafts- und Religionsstruktur. In der Nähe von Nonnweiler befindet sich mit dem Keltischen Ringwall Otzenhausen eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen Europas. Die Hauptmauer des monumentalen Bauwerks war über zehn Meter hoch und bis zu 40 Meter breit – ein Großteil davon ist heute noch zu bestaunen.

Am Fuße des Ringwalls steht ein „echtes” keltisches Dorf, wie es vor 2.000 Jahren innerhalb der gewaltigen Festungsanlage auf dem Dollberg ausgesehen haben könnte. Wer möchte, kann sich von einem Druiden herumführen lassen, der von den letzten Tagen der Treverer, einem keltischen Volksstamm, erzählt.

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Eins mit der Natur werden

Um unseren Vorfahren noch näherzukommen, bietet es sich an, den Besuch des Ringwalls Otzenhausen mit einer Wanderung zu verbinden. Auf der 11,4 Kilometer langen „Traumschleife Dollbergschleife” wandert man durch ruhige, unberührte Nationalpark-Wälder – perfekt, um sich wie die Kelten eng mit der Natur verbunden zu fühlen. Eine moderate Steigung führt auf den 693 Meter hohen Dollberg, den höchsten Berg im Saarland.

Von dort oben schweift der Blick über ein rot-gelb leuchtendes Blätterdach und die Herbstsonne spiegelt sich im Wasser der fjordartig anmutenden Talsperre Nonnweiler. Zuvor passiert man das größte Trinkwasserreservoir im Saarland und Rheinland-Pfalz sowie die Wiege der saarländischen Eisenindustrie, den rekonstruierten Züscher Hammer, ein Eisenhüttenwerk aus dem 17. Jahrhundert.

Wer diese erste Tour geschafft hat, findet unter www.nonnweiler.de weitere Wanderwege, die zu Entdeckungstouren rund um den Saar-Hunsrück-Steig einladen. Die Hubertusrunde beispielsweise eröffnet eine andere Perspektive auf die Talsperre, führt über schmale Pfade durch alte Buchenbestände und entlang der Prims und des Forstelbachs. Nach den Wanderungen gibt es leckere Hausmannskost in einer der lokalen Gaststätten.

Quelle: Tourist Information Nonnweiler c/o DJD Deutsche Journalisten Dienste GmbH & Co. KG