Die imposante Schlossanlage in Altshausen liegt ab sofort direkt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße. - 60 Jahre: Jubiläum der Oberschwäbische Barockstraße
Bodensee-Oberschwaben, Baden-Württemberg

60 Jahre: Jubiläum der Oberschwäbische Barockstraße

Sie ist eine echte Ferienstraßen-Legende. Die im Juni 1966 gegründete Oberschwäbische Barockstraße gehört heute zu den traditionsreichsten Kultur- und Ferienstraßen Europas. Sie verführt auf 790 Kilometern und vier Routen zu Entdeckungsreisen auf den Spuren barocken Überschwangs. Wie vom Himmel gefallene Juwelen liegen ihre rund 50 Erlebnisstationen zwischen grünen Hügeln und idyllischen Weihern. Verschwenderisch mit Stuck und Malerei dekorierte Kirchenräume gehören ebenso dazu wie prachtvolle Schlösser. Im Jubiläumsjahr erschließen neue Lauschtouren barocke Orte auf sinnliche Weise und es können außerdem frisch aufgenommene Stationen entdeckt werden.

Barockstraßen-Klassiker und fünf neue Stationen

Die Oberschwäbische Barockstraße führt durch Deutschland, Österreich und die Schweiz zu großen und kleinen Schätzen der Barockzeit. Der reich geschmückte Bibliothekssaal im Kloster Schussenried, die größte Barockbasilika nördlich der Alpen in Weingarten oder das imposante Kloster Ochsenhausen sind etwa Zeugen der Grenzenlosigkeit barocker Kunst und echte Klassiker der Barockstraße. Im Jubiläumsjahr sind jedoch auch neue Stationen hinzugekommen: das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben in Wolfegg, die Heimat Bärenweiler bei Kißlegg, die Gemeinde Bergatreute, das Kloster Kellenried und das Kloster Bonlanden.

Seit diesem Jahr ist außerdem die imposante Schlossanlage von Altshausen an den Routenverlauf angebunden. Für die Barockstation wurde die Hauptroute etwas nach Westen verlegt. Neu ist auch, dass sich der Blick über die eigentliche Strecke hinaus öffnet. Das Barockbaumeister-Museum in Au und das Klostertal Museum in Wald im österreichischen Vorarlberg sind nun als lohnende Abstecher im Stationsverzeichnis der Route gelistet. Die Museen erzählen von den wandernden Handwerkern, die den Barock über Grenzen hinweg geprägt haben.

Gleich zwei Schlösser auf einmal lernt man bei der Lauschtour durch Kißlegg kennen. Im Bild: Das Neue Schloss Kißlegg.

Das Ohr führt, das Auge folgt. Die barocken „Lauschtouren“

Noch bevor der Blick über verspielten Stuck, satte Farben und schimmernd-weiße Fassaden gleitet, übernimmt eine sympathische Stimme die Führung. Die neuen Lauschtouren ermöglichen einen unkomplizierten und unterhaltsamen Zugang zu den Sehenswürdigkeiten der Oberschwäbischen Barockstraße. Klangproben, beispielsweise von der „Vox Humana” der berühmten Weingartener Gabler-Orgel, sind dabei durchaus inklusive. Von den app-basierten Audiotouren kann man sich bereits jetzt auf zwei brandneuen Lauschtouren durch Weingarten und Kißlegg führen lassen. Im Laufe des Jahres folgen nach und nach noch Touren durch Altshausen, Bad Schussenried, Bad Wurzach, Laupheim, Mengen, Ochsenhausen und Tettnang.

Insgesamt neun neue Touren werden bis Herbst 2026 abrufbar sein. Bestehende Touren in Leutkirch im Allgäu, Wangen im Allgäu und rund um das Kloster Roggenburg ergänzen das Angebot entlang der Oberschwäbischen Barockstraße. Jeder dieser Orte steht für eine der vielen Facetten des Barock: In Weingarten entfaltet sich etwa der Machtanspruch der Epoche unter den gewaltigen Bögen der Basilika, in Ochsenhausen prägen das Kloster und der stille Krummbach bis heute das Ortsbild. Bad Schussenried erzählt vom Überschwang barocker Gelehrsamkeit, während andernorts sichtbar wird, wie barocke Frömmigkeit, bäuerlicher Alltag und städtisches Leben ineinandergreifen.

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Die BAROCKwoche wirft Schlaglichter auf das Leben im 18. Jahrhundert

Das glanzvolle Erbe der Oberschwäbischen Barockstraße wird während der jährlichen BAROCKwoche besonders zelebriert. In diesem Jahr findet die Veranstaltungsreihe vom 8. bis 16. August 2026 statt und enthüllt vielerorts Unerwartetes. Da öffnen sich verschlossene Türen zu prächtigen Rokoko-Räumen und reich gedeckte Tafeln laden zu barocken Schlemmereien. Originelle Führungen und Mitmachangebote werfen weitere Schlaglichter auf die Lebenswelt des 18. Jahrhunderts. Die BAROCKwoche lässt die vielen Facetten dieser Epoche lebendig werden – überraschend aktuell und alles andere als verstaubt.

Das Projekt „LAUSCHTOUREN an der Oberschwäbischen Barockstraße” wird im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms (TIP) des Landes Baden-Württemberg gefördert und aus Landesmitteln finanziert, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.

Die Oberschwäbische Barockstraße in Kürze

Entlang der Oberschwäbischen Barockstraße lässt sich erleben, wie lebendig das epochale Erbe der Zeit des Barock auch heute noch ist. Historische Persönlichkeiten führen durch opulente Paläste, prachtvolle Kirchen oder in den Alltag der einfachen Leute. 790 Kilometer, vier Routen und rund 50 Erlebnisstationen: Auf der berühmten Kultur- und Ferienstraße wartet das Himmelreich des Barock.

Anlässlich des besonderen Jubiläums im Jahr 2026 ist die Broschüre zur Oberschwäbischen Barockstraße in einer Sonderausgabe erschienen. Sie bündelt die Erlebnisse und Stationen entlang der Oberschwäbischen Barockstraße, erzählt Geschichten und vermittelt Wissenswertes in Form eines kleinen Barock-Lexikons auf unterhaltsame Weise. Die Broschüre ist kostenlos bei der Oberschwaben Tourismus GmbH erhältlich unter www.himmelreich-des-barock.de.

Quelle: Oberschwäbische Barockstraße c/o PR2 Petra Reinmöller Kommunikation GmbH